In Kooperation mit Interwetten präsentieren wir euch regelmäßig die interessantesten Spiele der nächsten Tage. Die nationalen Meisterschaften sind beendet, und bevor es für die... Länderspiele in Europa  – abseits der Gruppe C (KW 23)

FIFA Weltmeisterschaft Brasilien 2014In Kooperation mit Interwetten präsentieren wir euch regelmäßig die interessantesten Spiele der nächsten Tage. Die nationalen Meisterschaften sind beendet, und bevor es für die Topspieler der einzelnen Nationen in den wohlverdienten Urlaub (bzw. zum Konföderationenpokal) geht, steht noch eine Länderspielrunde auf dem Programm. Bei dieser können einige Mannschaften einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien machen. Wir betrachten die spannensten direkten Duelle – abseits der Österreich-Gruppe.

Gruppe F

Portugal – Russland

Freitag, 21:45 Uhr | Estádio da Luz, Lissabon

Die Ausgangssituation in Gruppe F ist klar – Russland ist mit vier Siegen aus vier Spielen mit 12 Punkten und einem makellosen Torverhältnis von 8:0 Spitzenreiter und hat exzellente Chancen auf den Gruppensieg und die damit verbundene direkte Qualifikation für Brasilien. Hinter der Sbornaja rangieren Portugal und Israel punktegleich auf Platz 2 – beide Teams halten bei 11 Zählern, haben jedoch bereits 6 Spiele ausgetragen und matchen sich derzeit um den zweiten Platz. Israel ist dieses Mal spielfrei, greift erst in der entscheidenden Phase im Herbst wieder in den WM-Kampf ein und wird die Begegnung der beiden Gruppengegner mit Sicherheit aufmerksam verfolgen.

Auch wenn es ein schwieriges Unterfangen werden wird, ist ein Sieg für Portugal an diesem Freitag fast schon Pflicht. Andernfalls könnte die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Brasilien ein weiteres Mal zu einer Zitterpartie bis zur letzten Runde werden. Israel hat zwar im Herbst die schwereren Aufgaben vor sich, jedoch ist Portugal in den Qualifkationsspielen immer für einen Ausrutscher gut – die Elf rund um Cristiano Ronaldo hatte bereits in den letzten beiden Qualifikationen für die Endrunden 2010 in Südafrika sowie 2012 in Polen und der Ukraine Schwierigkeiten, konnte sich dort beide Male nur knapp durchsetzen und schaffte erst via Umweg über das Play-Off den Sprung in das Finalturnier. Russland hingegen könnte mit zumindest einem Remis in Portugal im vermutlich schwierigsten Spiel einen immensen Schritt Richtung Brasilien setzen.

Kader Portugal:

Tor: Eduardo, Rui Patrício, Beto
Abwehr: Alves, Coentrão, Pereira, Costa, Silvio, Neto, Sereno
Mittelfeld: Meireles, Moutinho, Veloso, Micael, Custódio, Amorim, Martins
Angriff: Ronaldo, Nani, Postiga, Almeida, Danny, Varela, Oliveira, Vieirinha

Kader Russland:

Tor: Akinfeev, Gabulov, Ryzhikov
Abwehr: Ignashevich, Anyukov, A. Berezutskiy, D. Berezutskiy, Kombarov, Nababkin, Granat, Kozlov
Mittelfeld: Zhirkov, Bystrov, Denisov, Shirokov, Dzagoev, Glushakov, Fayzulin, Samedov, Ryazantsev, Ionov, Tarasov
Angriff: Kerzhakov, Smolov

Wettquoten Interwetten | 1: 1,85 – X: 3,45 – 2: 4,00 | jetzt wetten!

Gruppe H

Montenegro – Ukraine

Freitag, 20:30 Uhr | Podgorica City Stadium, Podgorica

Die Gruppe H ist insofern interessant, da sie mit Polen und der Ukraine beide Gastgeber der letztjährigen Europameisterschaft beherbergt, und zudem mit England das Mutterland des Fußballs mitspielt. Jedoch steht keines dieser drei Teams an der Spitze der Tabelle – der Leader nach sechs Spieltagen ist das kleine Montenegro, welches von der Fläche her kaum größer als Tirol ist. Dass ein so kleines Land solche Erfolge verzeichnen kann und den europäischen Fußball in nur wenigen Jahren aufmischt, ist mit Sicherheit die größte Überraschung der jüngsten Zeit.

Erst seit 2006 ein eigenständiger Verband, konnte die montenegrinische Nationalmannschaft auf Anhieb Achtungserfolge erzielen, und bereits in der letzten Qualifikation zur EM-Endrunde 2012 scheiterte man als Gruppen-Zweitplatzierter erst im Play-Off an Tschechien. Damals hatten die Montenegriner ebenfalls England als Gruppengegner. Die Three Lions gewannen das Bracket zwar souverän, durch den zweiten Platz konnte man aber einem prominenten Gegner die Qualifikation vereiteln – die Schweiz klassierte sich nur auf dem dritten Rang.

Nur ein Jahr später hat Montenegro, bei dem der Rapidler Branko Bošković im Kader gegen die Ukraine steht, sich enorm weiterentwickelt und bestreitet ein weiteres Mal mit aussichtsreichen Chancen eine Qualifikation. 14 von 18 möglichen Punkten, ein Torverhältnis von 14:3 und ungeschlagen nach 6 Partien – bei den Bilanzen des kleinen Staates darf man als Fan der Österreichischen Nationalmannschaft durchaus neidisch werden. Die Statistik inkludiert zwar die beiden Länderspielsiege gegen San Marino, jedoch blieb man auch in den Partien gegen die drei großen Gruppengegner ohne Niederlage, konnte die Ukraine sogar auswärts mit 1:0 bezwingen.

Im 23-Mann-Team von Trainer Branko Brnović stehen übrigens 22 Legionäre, was bereits einiges über die Qualität des arrivierten Mannschaftskaders aussagt. Vier schwere Aufgaben stehen für Montenegro noch an. Aufgrund der hervorragenden Ausgangslage kann man sich mit einem erneuten Sieg über die Ukraine aber in eine ausgezeichnete Position bringen.

Für die Ukrainische Nationalelf von Trainer Mykhaylo Fomenko ist die Auswärtspartie in Podgorica hingegen so etwas wie das Spiel der letzten Chance. Sollte man keine drei Punkte einfahren, wird sich der letztjährige Co-Gastgeber der Europameisterschaft und Viertelfinalist der Weltmeisterschaft 2006 damit abfinden müssen, beim nächstjährigen Fußballgroßereignis nur zusehen zu dürfen. Die Mannschaft, welche im letzten Jahrzehnt noch zu den Top-Nationalteams Europas gehörte, ist heute leider nur noch biederes Mittelmaß, wie auch die jüngsten Ergebnisse verraten. Fomenko hatte die Mannschaft übrigens erst zu Weihnachten übernommen, nachdem der ukrainische Verband nach Blochins Rücktritt drei Monate lang vergeblich versuchte, einen renommierten Namen als Cheftrainer zu bestellen – ein weiteres Indiz dafür, dass der Trainerposten für die Nationalmannschaft der Ukraine derzeit nicht sehr attraktiv zu sein scheint.

Kader Montenegro:

Tor: M. Bozovic, Blazic
Abwehr: Pavicevic, V. Bozovic, Basa, Dzudovic, Savic, Igumanovic, Kecojevic, Vesovic
Mittelfeld: Zverotic, Pekovic, Boskovic, Volkov, Nikolic, Bakic, Krkotic
Angriff: Vucinic, Jovetic, Delibasic, Beciraj, Damjanovic, Kasalica

Kader Ukraine:

Tor: Pyatov, Khudzhamov, Koval
Abwehr: Shevchuk, Khacheridi, Rakitskiy, Fedetskiy, Butko, Selin
Mittelfeld: Tymoshchuk, Husyev, Rotan, Yarmolenko, Konoplyanka, Harmash, Stepanenko, Kravchenko, Oliynyk, Morozyuk, Bezus, Edmar, Bohdanov, Hrechyshkin, Dedechko
Angriff: Seleznyov, Zozulya, Homenyuk, Kovpak

Wettquoten Interwetten | 1: 2,10 – X: 3,30 – 2: 3,30 | jetzt wetten!

Matthias Buechler, abseits.at

Matthias Buechler