Bereits zweimal, in den Jahren 2020 und 2021, stellten wir in einzelnen Artikelserien die größten Nachwuchstalente der Welt vor. Bevor wir 2022 eine neue... Megatalent-Update (4): Niemand muss wegen Gvardiol eingesperrt werden

Bereits zweimal, in den Jahren 2020 und 2021, stellten wir in einzelnen Artikelserien die größten Nachwuchstalente der Welt vor. Bevor wir 2022 eine neue Serie starten, sehen wir uns zuvor in kompakten Artikeln an, was aus den Spielern wurde, die wir in unseren ersten beiden Serien vorgestellt haben.

Im vierten Artikel des „Was wurde aus“-Roundups sehen wir uns die Spieler Karabec, Camara, Gvardiol, Azeez, Soppy an, die wir erstmalig im April 2020 vorstellten.

Originalartikel:

Adam Karabec (CZE)
Ronaldo Camara (GNB)
Josko Gvardiol (CRO)
Miguel Azeez (ENG)
Brandon Soppy (FRA)

Adam Karabec, offensiver Mittelfeldstratege und tschechischer U21-Teamspieler, ist mittlerweile seit 2 ½ Jahren ein fester Bestandteil der Kampfmannschaft von Sparta Prag. Erst im vergangenen Juli wurde sein Vertrag noch einmal bis 2025 verlängert. Der 187cm große Spielmacher entwickelt sich durchaus stetig, aber die ganz große Leistungsexplosion bleibt beim 19-Jährigen noch aus. Allerdings bestritt er mittlerweile knapp 100 Spiele für Sparta und erzielte dabei je sieben Tore und Assists. In die tschechische Nationalmannschaft wurde er bereits 2020 erstmalig einberufen, aber nicht eingesetzt. Karabec ist dennoch einer der Spieler, die demnächst einen neuerlichen Schritt nach vorne machen können.

Entwicklungsfaktor: 5 von 10

Ronaldo Camara ist einer der vielen Jungen aus Guinea-Bissau, die im Nachwuchs einen steilen Aufstieg hinlegten, dann aber den Sprung aus dem „Kinderfußball“ in den Erwachsenenfußball nicht schafften. Für die zweite Mannschaft von Benfica bestritt der 19-jährige zentrale Mittelfeldspieler 60 Spiele, aber es reichte nie für den Sprung in den Kader der „Ersten“. Deshalb wechselte Camara bereits im Jänner 2022 in den Nachwuchs des Serie-A-Klubs Monza, wo er allerdings ebenfalls vorerst keine Chance auf einen Platz bei den Profis hat. Man muss Camara sicher noch ein wenig Zeit geben, aber sein im Nachwuchs massiv hochgelobtes Potential konnte er bisher nicht ausspielen.

Entwicklungsfaktor: 3 von 10

Josko Gvardiol ist einer derer, die den großen Schritt in den Weltfußball fast erwartungsgemäß schafften. Der 20-jährige Innenverteidiger ist mittlerweile zwölffacher kroatischer Nationalspieler, wobei er erst nach Ende seiner Zeit bei Dinamo Zagreb debütierte. Im Juli 2021 wechselte Gvardiol nämlich um 18 Millionen Euro zu RB Leipzig, wo er sich als feste Größe in der Abwehr etablierte. Mittlerweile sind noch größere Klubs, wie etwa der Chelsea FC, an einer Verpflichtung des jungen Kroaten interessiert. Sein Vertrag in Leipzig läuft allerdings noch bis 2027 und so wäre ein Transfer wohl einer der teuersten in der kroatischen Fußballgeschichte. Sein alter Akademieleiter bei Dinamo Zagreb meinte einst: „Wenn er im Alter von 20 Jahren noch kein Fixstarter in der kroatischen Nationalmannschaft ist, dann muss man jemanden dafür einsperren“ – es muss also offenbar niemand eingesperrt werden…

Entwicklungsfaktor: 9 von 10

Miguel Azeez war einer von vielen Top-Youngstern im Nachwuchs von Arsenal, lief in der Europa League einmal gegen Dundalk für die Gunners auf, verblieb ansonsten aber in der Jugend der Londoner. Ein Leihgeschäft mit Portsmouth brachte auch aus physischen Gründen nicht den gewünschten Effekt und seit Anfang September spielt Azeez leihweise für den spanischen Zweitligisten Ibiza, wo er zum Stamm zählt. Der 20-jährige Box-to-Box-Midfielder wird es schwer haben, auf lange Sicht ein Premier-League-Fußballer zu werden.

Entwicklungsfaktor: 2 von 10

Brandon Soppy schaffte den Sprung zwischen zwei europäischen Topligen mit Bravour. Als wir ihn vorstellten war er ein vielversprechendes Talent für die rechte Abwehrseite von Stade Rennes. Udinese Calcio verpflichtete ihn im Sommer 2021 um zwei Millionen Euro mit dem klaren Plan, Soppy einzusetzen und ihm ausreichend Praxis zu ermöglichen. Der 20-jährige Franzose mit ivorischen Wurzeln absolvierte 32 Spiele für Udinese, konnte überzeugen und rief damit Atalanta Bergamo auf den Plan.

Atalanta bezahlte neun Millionen Euro Ablöse und stattete Soppy mit einem Vertrag bis 2026 aus. Überraschenderweise konnte sich der Flügelverteidiger auch beim Neo-Großklub durchsetzen. In seinen ersten sieben Spielen für den Klub, der auch Sturm-Juwel Rasmus Höjlund verpflichtete, steuerte Soppy vier Assists bei. Die Ende der Fahnenstange ist für den französischen U20-Teamspieler definitiv noch nicht erreicht.

Entwicklungsfaktor: 7 von 10

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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