Die Fans des UD Levante dürfen sich so richtig auf die kommende Saison freuen. Der Klub schaffte zum zweiten Mal hintereinander den Klassenerhalt und... 14.610 Geschenke: UD Levante belohnt die treuesten Fans

Die Fans des UD Levante dürfen sich so richtig auf die kommende Saison freuen. Der Klub schaffte zum zweiten Mal hintereinander den Klassenerhalt und wiederholte eine großzügige Aktion aus dem Vorjahr.

Im Schatten des großen Bruders

UD Levante stand schon immer im Schatten seine „großen Bruders“ Valencia CF und für die Fans ist es ein großer Erfolg, wenn ihr Team den Klassenerhalt schafft. In der Saison 2010/11 stieg der Klub in die oberste Spielklasse auf und schaffte es fünf Jahre lang die Klasse zu halten, ehe die Saison 2015/16 am letzten Platz abgeschlossen wurde. Der Klub stieg aber sofort wieder auf und schloss die beiden vergangenen Saisonen jeweils auf dem 15. Tabellenplatz ab.

14.610 Geschenke

In der Vergangenheit tat sich UD Levante öfters schwer das Estadio Ciudad de Valencia zu füllen. Die Spielstätte fasst 26.354 Zuschauer und wurde im Jahr 2016 das letzte Mal neu renoviert. In dieser Saison kamen im Schnitt aber immerhin 20.216 Zuschauer zu den Meisterschaftsspielen, womit der kleine Klub die neuntmeisten Besucher aller LaLiga-Vereine aufweisen kann. Dies gelang weil der Verein seinen treuesten Fans ein großzügiges Geschenk machte: Die Abonnenten, die alle Heimspiele besuchten, bekamen ihre neue Jahreskarte geschenkt. Da der Klub diese Kampagne im Nachhinein als vollen Erfolg bewertete, wurde die Aktion auch in diesem Jahr wiederholt. Diesmal freuen sich 14.610 Fans auf ihre kostenlose Jahreskarte für die Saison 2019/20.

Die Vor- und Nachteile dieser Maßnahme liegen auf der Hand. Der Verein verliert einen großen Teil der Ticket-Einnahmen, hat dafür bei den Spielen aber eine tolle Auslastung, was sich auch auf die Merchandising-Artikel und die Gastronomie auswirkt. Die Sponsoren sehen auch gerne gefüllte Stadien und hohe Auslastungen sind ein gutes Argument für bessere Deals. Die Spieler freuen sich über die großartige Unterstützung von den Rängen und zu guter Letzt sieht sich der Klub auch in der sozialen Verantwortung, da die Levante-Fans traditionell eher der Mittel- und Unterschicht angehören und das Entgegenkommen des Vereins zu schätzen wissen.

Kein Abo-Platz bleibt ungenutzt

An Spieltagen kontrolliert der Verein nicht die Personalausweise der Abo-Besitzer, sondern rechnet damit, dass die Jahreskarten an Bekannte weitergegeben werden, sollte der Abonnent einmal verhindert sein. Dies ist auch vom Klub so gewollt, da auf diese Weise immer wieder neue Anhänger ins Stadion kommen, die vielleicht zukünftig ebenfalls ein Teil der Fanszene werden. So gut wie jeder Abonnent organisiert einen Ersatz sollte er verhindert sein, da eine verpasste Partie je nach Aboplatz zwischen 150 Euro und 400 Euro kostet.

Nicht auf Österreich übertragbar

Bei UD Levante gibt es dank dieser Aktion nur Gewinner, allerdings würde sich dieser Schachzug kaum auf Österreich ummünzen lassen. Auch wenn der FC Barcelona und Real Madrid beim neuverhandelten Fernsehvertrag noch immer die mit Abstand größten Teile des Kuchens bekommen, ist die Verteilung nun etwas fairer und die kleineren Klubs dürfen ordentlich mitnaschen. Die Liga hat die Rechte bis zur Saison 2022 verkauft und erhält 1,14 Milliarden Euro pro Saison. Dies ist rund 32,5 Mal so viel wie Sky für die exklusiven Übertragungsrechte der österreichischen Bundesliga pro Jahr bezahlt. Mit Ausnahme von RB Salzburg sind die österreichischen Klubs demnach viel stärker auf die Zuschauereinnahmen angewiesen und werden es sich leider nicht leisten können solche Zuckerln an die Fans zu verteilen.

Gestern startete übrigens Spanien mit einer 1:3-Niederlage gegen Italien in die U21-Europameisterschaft. Der Auftakt war vielversprechend, denn die Fans bekamen absolute Traumtore zu sehen. Das österreichische Team wird heute zum ersten Mal gefordert sein und mit Serbien wartet eine harte Nuss auf unsere jungen Burschen! So schätzt unser Kooperationspartner tipp3 die Chancen ein:

 

Stefan Karger, abseits.at

Stefan Karger