Am 34. Spieltag der spanischen Primera Division empfing Atlético Madrid Fran Ecsribas Mannschaft aus Elche, die noch gegen den Abstieg kämpft. Für die Colchoneros... Kein Stolperstein: Atletico Madrid gelingt Pflichtsieg gegen Elche CF

Atlético Madrid Wappen, LogoAm 34. Spieltag der spanischen Primera Division empfing Atlético Madrid Fran Ecsribas Mannschaft aus Elche, die noch gegen den Abstieg kämpft. Für die Colchoneros geht es um die Vollendung einer exzellenten Saison. In der Liga liegt man mit einem beruhigenden Punktepolster vor den Rivalen von Real und Barça und in der Champions League steht man seit langer Zeit wieder mal im Halbfinale und trifft am kommenden Dienstag auf den FC Chelsea. Daher war es interessant zu sehen, wie sich die Mannen von Diego Simeone im vorgezogenen Ligaspiel verkaufen.

Elche begann in einem 4-3-3, das in der Defensivstaffelung zu einem 4-4-2/4-4-1-1 wurde, indem ein nomineller Flügelspieler sich fallen ließ. In der ersten Halbzeit versuchte man, wenn sich die Gelegenheiten dazu ergaben, hoch zu pressen und nach Ballverlusten schnell gegenzupressen. Da Atlético ohnehin viele lange Bälle in Richtung Costa schlug, wurde das schnell umgangen. Ansonsten standen die Außenseiter relativ kompakt, wiesen aber einige Lücken durch individuelle Fehlstellungen auf. Zum Ende der ersten Hälfte wurde Elche allerdings vergleichsweise aktiv, die Ballbesitzverhältnisse waren äußerst ausgeglichen. Im Spielaufbau umging man Costas und Villas Pressing, indem die Innenverteidiger breit auffächerten.

Atlético begann im klassischen 4-4-2, das die größten Erfolge dieser Saison herbeiführte. Erneut war man auf schnelle Konter bedacht, Costa blieb immer tief in der gegnerischen Hälfte, um lange Anspiele zu behaupten. Teilweise zog er damit viele Verteidiger auf sich und öffnete Räume für seine Mitspieler; diese blieben im ersten Durchgang jedoch ungenutzt. Weiterhin erwähnenswert war Filipe Luís‘ Rolle als hineinkippender Außenverteidiger, vor allem bei Costas gelegentlichen Rochaden auf außen bot er sich als Anspielstation in der Mitte an.

Die Änderungen nach der Pause

Nach der Pause versuchte Simeone durch Umstellungen einen Triumph herbeizuführen: Raúl García kam für Adrián in die Partie und übernahm eine offensivere Position. Dadurch zog es Gabi von der Mittelfeldzentrale häufiger nach Rechtsaußen und es wurde eine Art 4-3-3 hergestellt. Zu erwähnen ist, dass Villas vergebener Elfmeter Folge eines Fouls an Raúl García nach einem Durchbruch in den Strafraum war. Den Wendepunkt stellten jedoch die Einwechslungen von Diego und Sosa dar.

Die gewinnbringenden Umstellungen

Es wurde eine 4-3-1-2-artige Formation mit Diego als Zehner hergestellt. Das verlegte den Fokus ins Zentrum, nachdem man zuvor mit Flanken von außen zu keinen nennenswerten Chancen gekommen war. Dadurch wurde der Konterfokus zusätzlich verstärkt und man erlangte mehr Ballgewinne im Mittelfeld, die Diego dann durch die gegnerische Hälfte führte. Atlético spielte sich so in gefährlichere Räume und erhielt häufiger Freistöße und Ecken, von denen eine dann zur 1:0-Führung führte. Nach der Führung wurde die 4-4-2-Defensivstaffelung wieder hergestellt und die Madrilenen setzten wieder auf ihr klassisches Konterspiel, pressten viel tiefer und waren nicht mehr auf hohe Ballgewinne aus. In vorderster Front agierte nun Diego neben Costa. Elche warf alles nach vorne, doch kam nie richtig gefährlich vor das Tor. Atléticos Elfmetertor fiel, nachdem zuvor ein gefährlicher Konter Costas von Sapunaru regelwidrig unterbunden wurde.

Fazit

Das Spiel verfügte nicht wirklich über viele Highlights, beide Mannschaften kamen nur über Standardsituationen, es war lediglich die Frage welches Team sich mehr, bzw. die besseren erspielen würde. Letztlich setzte sich Atlético relativ ungefährdet, teils durch individuelle Überlegenheit, allerdings auch wegen der intelligenten Umstellungen Simeones durch. Besonders Diego brachte etwas mehr Schwung in die Partie und agierte teilweise als eine Art Nadelspieler. Viele Anhaltspunkte für das Spiel am kommenden Dienstag gegen Chelsea gab es nicht. Man kann lediglich erahnen, dass Atlético wohl eher die Mannschaft sein wird, die sich zurückziehen und auf Konter lauern wird.

Shahin Bazani, www.abseits.at

Shahin Bazani

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