Die Wintertransferzeit ist in vollem Gange und wir blicken ab sofort wieder regelmäßig auf die interessantesten Transfers in ganz Europa. Zahlreiche Spieler nutzen den... Transferupdate: 17 Millionen für De Bruyne, neue Herausforderungen für Drazan und Atan

Christopher DrazanDie Wintertransferzeit ist in vollem Gange und wir blicken ab sofort wieder regelmäßig auf die interessantesten Transfers in ganz Europa. Zahlreiche Spieler nutzen den Winter, um neue Vereine zu finden, aber über viele von ihnen wird in heimischen Gefilden nur sehr wenig oder gar nicht berichtet. abseits.at gräbt im Transferkarussell etwas tiefer.

Shane Long -> Hull City

Der irische Teamstürmer Shane Long ist der neue Konkurrent des Ex-Rapidlers Nikica Jelavic um einen Stammplatz im Angriff der Hull City Tigers. In seinem dritten Jahr bei West Bromwich Albion kam die gute Bilanz des 26-Jährigen ins Straucheln – insgesamt 19 Tore in 81 Premier-League-Spielen entsprachen in etwa den Erwartungen in den einstigen Reading-Torjäger, hatten aber auch die „Degradierung“ Longs zum Ergänzungsspieler bei WBA zur Folge, der in der laufenden Saison eher zwischen Platz und Bank pendelte. Hull City überwies 8,5 Millionen Euro an die Baggies und gab dem Angreifer einen Vertrag bis 2017.

Ryan Bertrand – > Aston Villa (leihweise)

In einer Phase großer Verletzungssorgen sah es danach aus, als würde der 24-jährige Ryan Bertrand sich beim FC Chelsea durchsetzen. Das war in der Saison 2012/13, aber heuer sieht der Linksverteidiger bei den Blues kein Land. Aston Villa entschied sich dafür den Engländer bis zum Sommer auszuleihen. Bertrand soll dem spanischen Abwehrspieler Antonio Luna interne Konkurrenz machen.

Christopher Drazan – > Rot-Weiß Erfurt (leihweise)

Im Jänner 2013 wechselte Christopher „Fritz“ Drazan vom SK Rapid Wien nach Kaiserslautern. Franco Foda hatte den pfeilschnellen Linksaußen in die Pfalz geholt, war aber nicht gerade lange Drazans Trainer. Unter Kosta Runjaic hat Drazan praktisch keine Chance auf Einsätze, wobei die Einsatzstatistiken des 23-Jährigen allgemein enttäuschend sind. Drazan machte noch keine Zweitligapartie von Beginn an. Logische Konsequenz: Der geradlinig spielende Drazan wird in die dritte Liga verliehen. Rot-Weiß Erfurt mit Trainer Walter Kogler und Sportdirektor Alfred Hörtnagl freuen sich auf den Ex-Rapidler, der dabei helfen soll, die Rot-Weißen in die zweite deutsche Bundesliga zu schießen.

Markus Steinhöfer – > TSV 1860 München

Der einstige Bayern-München-Amateurspieler Markus Steinhöfer spielte in den Anfängen der Red-Bull-Ära zwei Jahre in Salzburg, wechselte daraufhin zu Eintracht Frankfurt, wo er ebenfalls ein Jahr Stammspieler war. Nachdem das Frankfurt-Engagement des Rechtsverteidigers aber ins Stocken geriet und auch ein Leihgeschäft mit dem 1.FC Kaiserslautern nicht zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten verlief, wechselte Steinhöfer zum FC Basel, wo er 2 ½ Jahre Stammspieler war. Der heute 27-Jährige verbrachte die bisherige Saison 2013/14 in Sevilla bei Real Betis, wo er aber kaum zu Einsätzen kam. Somit war es Zeit für eine Veränderung und Steinhöfer kickt ab sofort für die Münchner Löwen, wo er der neue Konkurrent der flexiblen Verteidiger Moritz Volz und Grzegorz Wojtkowiak sein wird. Die Ablösesumme beträgt nur 80.000€.

Anderson -> AC Fiorentina (leihweise)

Der Brasilianer Anderson Luís de Abreu Oliveira steht nun bereits seit 6 ½ Jahren im Kader von Manchester United und obwohl der 25-Jährige damit schon ein richtiges Urgestein ist, konnte er sich nie in der ersten Elf der Red Devils festspielen. Zahlreiche Knieverletzungen, darunter auch ein Kreuzbandriss im Jahr 2010, bremsten den zentralen Mittelfeldspieler in seiner Entwicklung. Auch in der laufenden Saison kam Anderson kaum zu Einsätzen, wirkte lediglich in acht Pflichtspielen mit, obwohl Man. United sich derzeit in einer Krise befindet. Bis zum Sommer wird Anderson, für den United einst 31,5 Millionen Euro an Porto überwies, leihweise für die AC Fiorentina spielen. Die Violetten besitzen außerdem eine Kaufoption auf den achtfachen Teamspieler.

Kevin de Bruyne – > VfL Wolfsburg

Nach einem starken Leihjahr bei Werder Bremen, in dem der junge Belgier Kevin de Bruyne einer der absoluten Schlüsselspieler war, erwartete man sich eigentlich, dass er sich nach seiner Rückkehr zum FC Chelsea in London durchsetzen könnte. Aber unter José Mourinho spielt der 22-Jährige nur eine untergeordnete Rolle und kam lediglich zu Saisonbeginn zu ein paar Spielen von Beginn an. Der offensive Mittelfeldspieler kehrt daher wieder nach Deutschland zurück, diesmal aber nicht nur leihweise, sondern gleich bis 2019. Der VfL Wolfsburg zahlte Chelsea satte 17 Millionen Euro, um den 18-fachen belgischen Teamspieler nach Niedersachsen zu holen. Wenn sich der VfL für einen internationalen Bewerb qualifiziert kann die Ablöse sich um weitere fünf Millionen erhöhen…

Elderson – > AS Monaco

Die Elf von Claudio Ranieri, die AS Monaco, hat aktuell nur fünf Punkte Rückstand auf Paris St.Germain und somit noch Chancen auf den französischen Meistertitel. Um dieses Ziel noch etwas wahrscheinlicher zu machen, verstärkt sich der schwerreiche Verein nun in der Defensive. Der Nigerianer Elderson Uwa Echiejile, nur Elderson genannt, kommt von Sporting Braga und soll die linke Abwehrseite stabilisieren. Elderson kostete nur 1,5 Millionen Euro und wird bis 2018 für Monaco spielen. Es wird vermutet, dass er weniger als Fixstarter eingeplant ist, sondern viel mehr Druck auf den talentierten Layvin Kurzawa ausüben soll, der als Linksverteidiger eine gute Saison spielt.

Cem Atan – > Gümüshanespor

Ja, es gibt ihn noch! Der 28-jährige Cem Atan kickte bekanntlich jahrelang für den SV Mattersburg in der Bundesliga, verbaute sich aber durch zahlreiche Undiszipliniertheiten eine größere Karriere. Seit Atan die Burgenländer im Sommer 2010 verließ, kickte er für Genclerbirligi, den LASK, Hartberg, Kizilcahamamspor und Fethiyespor – nirgendwo mit großem Erfolg. Einige Verletzungen erleichterten dem Rechtsaußen seine Karriere in den letzten Jahren auch nicht gerade. Atan war nun ein halbes Jahr vereinslos, schließt sich jetzt aber wieder einem türkischen Drittligisten an. Der anatolische Klub Gümüshanespor ist derzeit Siebenter und hat noch realistische Chancen auf eine Teilnahme am Aufstiegsplayoff.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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