Die Weltmeisterschaft ist vorüber und kurz vor dem Ende der WM 2014 wurden einige internationale Klubs wieder auf dem Transfermarkt aktiv. abseits.at fasst die... Transferupdate | Gilardino nach China, Matri nach Genua, Pellé zu den Saints

Italien - FlaggeDie Weltmeisterschaft ist vorüber und kurz vor dem Ende der WM 2014 wurden einige internationale Klubs wieder auf dem Transfermarkt aktiv. abseits.at fasst die interessantesten Transfers der letzten Tage zusammen – vor allem die, die nicht auf dem Radar der meisten anderen Medien standen.

Adrián – > FC Porto

Nachdem er in der Meistersaison bei Atlético nicht Fuß fassen konnte, wechselt der 26-jährige Adrián Lopez Alvarez nach Portugal. Der Rechtsaußen erzielte letztes Jahr in der Primera División nur einen Treffer und spielte lediglich viermal von Beginn an. Trotzdem musste der FC Porto elf Millionen Euro auf den Tisch legen, um Adrián bis 2019 an den Verein zu binden.

Johann Berg Gudmundsson – > Charlton Athletic

Der isländische Nationalspieler Johann Berg Gudmundsson wechselt von AZ Alkmaar zu Charlton Athletic. Der 23-Jährige spielte bereits seit 2009 in den Niederlanden, wurde bei AZ aber nie zum Stammspieler. In der Nationalmannschaft ist der 32-fache Teamspieler allerdings gesetzt. Der linke Flügelspieler unterschrieb nun für zwei Jahre bei Charlton und kommt ablösefrei zum englischen Zweitligisten, der zuvor schon Spieler wie Tal Ben Haim von Standard Lüttich oder Igor Vetokele von Kopenhagen verpflichtete.

Caiuby – > FC Augsburg

Die Deutschland-Tour des mittlerweile 26-jährigen Caiuby Francisco da Silva fand zuletzt in Ingolstadt ihren Höhepunkt. Zuvor stürmte der Brasilianer für Wolfsburg und Duisburg, blieb aber weitgehend erfolglos. In 3 ½ Jahren erzielte Caiuby 21 Zweitligatreffer für Ingolstadt und so schaffte der Brasilianer nun den Sprung zurück in die Bundesliga. Der FC Augsburg bezahlte eine Million Euro und gab Caiuby einen Vertrag bis 2018.

Alberto Gilardino – > Guangzhou Zongyi FC

In der vergangenen Spielzeit erzielte der unverwüstliche italienische Angreifer Alberto Gilardino 15 Saisontore für den FC Genua. In der neuen Saison wird der 32-Jährige erstmals in seiner Karriere im Ausland auf Torjagd gehen. Der einstige Milan-, Fiorentina- und Parma-Angreifer wechselt nach China, genauer gesagt nach Guangzhou, wo Marcello Lippi das Trainerzepter schwingt. Mit Alessandro Diamanti spielt noch ein zweiter Italiener bei den Rot-Gelben, die letztes Jahr chinesischer Meister wurden.

Urby Emanuelson – > AS Roma

Beim AC Milan konnte sich der niederländische Linksverteidiger Urby Emanuelson, der lange Zeit als Megatalent galt, nicht durchsetzen. Auch ein halbjähriges Leihgeschäft mit dem FC Fulham vor einem Jahr blieb erfolglos. Der 16-fache Nationalspieler wechselt daher nun zur AS Roma. Für den 28-Jährigen ist dies wohl die letzte große Chance sich so richtig im internationalen Fußballgeschäft durchzusetzen.

Alessandro Matri – > FC Genua (leihweise)

Auf der Suche nach einem Gilardino-Nachfolger wurde der FC Genua recht schnell fündig: Erst vor einem Jahr bezahlte der AC Milan satte elf Millionen Euro um den Mittelstürmer Alessandro Matri von Juventus loszueisen. Doch schon nach einem halben Jahr wurde der 29-Jährige an die Fiorentina verliehen, weil er sich in Mailand nicht durchsetzen konnte. Auch in Florenz war Matris Erfolg überschaubar und so wechselt er für die nächste Saison leihweise zum FC Genua.

Luuk de Jong – > PSV Eindhoven

Vor zwei Jahren holte Mönchengladbach den damals 21-jährigen Luuk de Jong um zwölf Millionen Euro vom FC Twente. Doch der flexible Angreifer blieb in Deutschland weit hinter den Erwartungen und spielte in der Saison 2013/14 kein einziges Spiel mehr von Beginn an, nachdem er 2012/13 nur sechs Tore erzielen konnte. Ein halbjähriges Leihgeschäft mit Newcastle United blieb ebenso erfolglos. PSV Eindhoven legte nun 5,5 Millionen Euro auf den Tisch und holte de Jong bis 2019. Die Ablösesumme kann erfolgsbedingt noch auf bis 8,5 Millionen Euro ansteigen.

Graziano Pellé – > FC Southampton

Abseits des „Prandelli-Fokus“ mischte der 28-jährige Brecherstürmer Graziano Pellé, der noch kein einziges Länderspiel in den Beinen hat, in den vergangenen zwei Jahren die Eredivisie auf. Für Feyenoord Rotterdam erzielte der Italiener in 57 Ligaspielen 50 Tore. Dies kam etwas überraschend, weil Pellé einige Jahre zuvor bei AZ Alkmaar floppte und auch zwischenzeitlich in der Serie A bei Parma und Sampdoria keine besondere Figur machte. Jetzt wechselt Pellé um zehn Millionen Euro zum FC Southampton und erhielt einen Dreijahresvertrag bei den Saints.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

  • Johnny

    5.August.2014 #1 Author

    „Abseits des „Prandelli-Fokus“ mischte der 28-jährige Brecherstürmer
    Graziano Pellé, der noch kein einziges Länderspiel in den Beinen hat, in
    den vergangenen zwei Jahren die Eredivisie auf.“

    Prandelli ist ein Busfahrer

    PS: „Busfahrer“ bezeichnet einen Trainer mit veralteter Sichtweise

    Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.