Die Wintertransferzeit ist in vollem Gange und wir blicken ab sofort wieder regelmäßig auf die interessantesten Transfers in ganz Europa. Zahlreiche Spieler nutzen den... Transferupdate: Neue Legionäre für Augsburg und den HSV, schwedischer Rohdiamant als Mitspieler für Arnautovic

FC AugsburgDie Wintertransferzeit ist in vollem Gange und wir blicken ab sofort wieder regelmäßig auf die interessantesten Transfers in ganz Europa. Zahlreiche Spieler nutzen den Winter, um neue Vereine zu finden, aber über viele von ihnen wird in heimischen Gefilden nur sehr wenig oder gar nicht berichtet. abseits.at gräbt im Transferkarussell etwas tiefer.

Ragnar Sigurdsson – > FK Krasnodar

Der Isländer Ragnar Sigurdsson gilt als Musterprofi und legte bisher eine sehr geradlinige Karriere hin. In jungen Jahren wurde er zum Stammspieler bei seinem Heimatverein Fylkir, etablierte sich dann fünf Jahre lang als Stütze bei IFK Göteborg und kickte zuletzt 2 ½ Jahre beim FC Kopenhagen, unter anderem in der Champions League. Sowohl beim FCK, als auch im isländischen Nationalteam trug er immer wieder die Kapitänsschleife. Nun versucht der mittlerweile 27-Jährige seine Karriere zu vergolden: Der spielstarke und knallharte Innenverteidiger wechselt zum FK Krasnodar in die russische Liga. Der aktuelle Tabellensechste überwies drei Millionen Euro nach Kopenhagen.

Renan Bressan – > FK Aktobe

Geboren wurde der 25-jährige Spielmacher Renan Bressan Bardini in Brasilien, aber fast seine gesamte Profikarriere verbrachte er in Weißrussland, weshalb er mittlerweile auch die Staatsbürgerschaft inne hat. Er führte BATE Borisov in die Champions League, galt über Jahre als bester Spieler der weißrussischen Liga und wechselte im Jänner 2013 um 3,5 Millionen Euro nach Russland zu Alania Vladikavkaz. Nach einem enttäuschenden Jahr bei Alania – Abstieg in die zweite Liga inklusive – einigte man sich auf eine Vertragsauflösung, wodurch Renan nun ablösefrei nach Kasachstan wechseln konnte. Der FK Aktobe ist nun für zwei Jahre der Klub des offensiven Mittelfeldspielers.

Dong-won Ji – > FC Augsburg – > Borussia Dortmund

Im Frühjahr 2013 zeigte der südkoreanische Teamspieler Dong-won Ji bereits in der deutschen Bundesliga auf: Beim FC Augsburg etablierte er sich schnell im Angriff und war maßgeblich am Klassenerhalt der Augsburger beteiligt. Beim AFC Sunderland, dem Ji ursprünglich gehörte, wurde er jedoch weniger glücklich. In der laufenden Saison stehen nur fünf Premier-League-Einsätze unterm Strich. Sunderland wollte den 22-Jährigen loswerden und so wechselt der Stürmer nun vorerst ein halbes Jahr leihweise zum FC Augsburg und danach im Sommer bis 2018 zu Borussia Dortmund.

John Guidetti – > Stoke City (leihweise)

Der 21-jährige Schwede John Guidetti galt lange Zeit als verkanntes Talent bzw. stand immer wieder im Schatten größerer Mitspieler. Schon im Alter von 16 Jahren wechselte er von Brommapojkarna zu Manchester City, doch der extrovertierte Angreifer konnte sich bei den Citizens nicht durchsetzen. Leihgeschäfte mit seinem Ex-Klub und dem FC Burnley hatten nicht den erhofften Leistungssprung zur Folge. Doch in der Saison 2011/12 machte Guidetti plötzlich gehörig auf sich aufmerksam: In 23 Spielen für seinen dritten Leihklub Feyenoord Rotterdam erzielte er 20 Tore, kehrte daraufhin zum dritten Mal zu Man. City zurück. Doch der feine Techniker bekam keinen einzigen Einsatz in einem Pflichtspiel, wurde im vergangenen Sommer von einer Knieoperation zurückgeworfen und wird nun zum vierten Mal verliehen. Marko Arnautovic bekommt mit John Guidetti bei Stoke City einen neuen Mitspieler!

Ola John – > Hamburger SV (leihweise)

Der Linksaußen Ola John wechselte im Sommer 2012 um stolze neun Millionen Euro vom FC Twente zu Benfica Lissabon. Der gebürtige Liberier mit niederländischem Pass kommt vor allem als Linksaußen zum Einsatz, ließ in Lissabon aber die einst bekannte Effizienz vermissen. Um Spielpraxis zu sammeln, wechselt der 21-Jährige nun nach Deutschland: Der Hamburger SV zahlte eine Leihgebühr von 700.000 Euro und nahm John bis kommenden Sommer in den Kader auf.

Aleksandr Ryazantsev – > Zenit St.Petersburg

Ein verkanntes, weil eher unauffälliges und schon relativ altes „Talent“ ist der langjährige Rubin-Kasan-Mittelfeldspieler Aleksandr Ryazantsev. Der 27-Jährige spielte über sieben Jahre im rechten Mittelfeld des Klubs aus Tatarstan und zeigte vor allem in den letzten zwei Jahren trotz einiger Verletzungen konstante Leistungen und präsentierte sich ungewohnt effektiv. Auch im russischen Nationalteam durfte Ryazantsev schon viermal ran. Der Vertrag des gebürtigen Moskauers entstand in einer Zeit, in der in Russland noch Kalendermeisterschaften ausgetragen wurden. Daher war er mit Ende des Jahres 2013 ablösefrei und wechselt nun kostenlos bis 2018 zu Zenit St.Petersburg.

Martin Pusic – > Esbjerg fB

Er ist einer der vergessenen ÖFB-Legionäre: Martin Pusic spielte für Schwadorf, die Admira und Altach, wurde in Wien geboren, hält aber die kroatische Staatsbürgerschaft. Völlig überraschend wechselte er nach seinem Altach-Engagement im Sommer 2011 zu den Hull City Tigers, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. Danach ging’s für den mittlerweile 26-Jährigen nach Norwegen, wo er zunächst bei Valerenga Oslo und Fredrikstad spielte und im Jahr 2013 zur Stütze von Brann Bergen wurde. In 29 Pflichtspielen erzielte Pusic 13 Tore. Nun geht’s weiter nach Dänemark, wo der Austro-Kroate bis Winter 2016 bei Esbjerg fB unterkam.

Stefan Schwendinger – > Wolfsberger AC

In Liefering hat der junge Stefan Schwendinger kaum eine Chance sich dauerhaft in der Stammelf zu etablieren – bei Red Bull Salzburg schon gar nicht. Also wechselt der 19-jährige Judenburger für 1 ½ Jahre ins Lavanttal. Der einstige Juniorennationalspieler kann als defensiver Mittelfeldspieler und Innenverteidiger eingesetzt werden.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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