Das vergangene Jahr war für den portugiesischen Fußball ein durchaus erfolgreiches. Die Nationalmannschaft erreichte trotz Schwächephasen schlussendlich über das Playoff gegen Bosnien-Herzegowina die Endrunde... Die Top-11 der portugiesischen Super Liga des Jahres 2011

Das vergangene Jahr war für den portugiesischen Fußball ein durchaus erfolgreiches. Die Nationalmannschaft erreichte trotz Schwächephasen schlussendlich über das Playoff gegen Bosnien-Herzegowina die Endrunde der Europameisterschaft und die Europa League wurde von den Iberern fast nach Belieben dominiert, denn es standen nicht weniger als drei portugiesische Mannschaften im Semifinale und auch das Endspiel zwischen Porto und Braga war ein nationales Duell. Abseits.at stellt die Topelf der portugiesischen Super Liga des Jahres 2011 vor.

Torhüter: Artur Moraes (Benfica, Braga)

Der dreißigjährige Brasilianer wechselte in der Sommerpause von Braga zu Benfica und ist dort die unumstrittene Nummer 1 auf der Torhüterpositon. Auf Bragas Weg in das Europa-League-Finale stellte Artur einen wichtigen Rückhalt dar und ließ bezeichnenderweise auch seinen aktuellen Arbeitgeber verzweifeln, denn Braga konnte Benfica im Semifinale überraschend ausschalten und somit das „Traumfinale“ zwischen Porto und den Hauptstädtern verhindern. Aktuell steht Benfica in der Liga auf Platz zwei und im Achtelfinale der Champions League.

Rechter Verteidiger: João Pereira (Sporting)

Pereira stellt eine der wenigen Konstanten im Jahr von Sporting dar, da er sowohl im schwachen Frühling als auch im starken Herbst zu den absoluten Leistungsträgern zählte. Auch in der Nationalmannschaft konnte der siebenundzwanzigjährige zuletzt überzeugen und könnte die Lücke schließen, die der von Trainer Paulo Bento verbannte José Bosingwa hinterlassen hat.

Innenverteidiger: Luisão (Benfica)

Im vergangenen Jahr konnte der Brasilianer die Marke von 300 Spielen für Benfica durchbrechen und ist zudem nun der ausländische Spieler, mit den meisten internationalen Partien für einen portugiesischen Verein. Der seit dem Jahr 2003 im Verein befindliche Verteidiger verlängerte im Sommer zudem seinen Vertrag bis 2016 und stellt eine wichtige Identifikationsfigur bei Benfica dar.

Innenverteidiger: Rolando (Porto)

Trotz seines etwas unkonservativen Stils war Rolando ein sehr wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Porto-Mannschaft der Vorsaison, da er den Defensivverbund der so offensiv spielenden Elf von André Villas-Boas zusammenhielt und dirigierte. Auch wenn es in der Champions League für Porto nicht nach Wunsch lief, hält der Europa-League-Sieger in der nationalen Meisterschaft derzeit bei nur acht Gegentoren und damit den wenigsten.

Linker Verteidiger: Álvaro Pereira (Porto)

Neben dem Europa League-Titel konnte sich der 26-Jährige im Vorjahr auch über den Gewinn der Copa America mit Uruguay freuen. Der im Jahr 2009 zu Porto gestoßene Defensivmann kam von CFR Cluj, die ihn wiederum aus Argentinien verpflichtet hatten. Er verfügt über eine Ausstiegsklausel von 30 Millionen Euro, wobei die Rumänen bei einem allfälligen Wechsel ein Viertel der Transfersumme kassieren würden.

Zentrales Mittelfeld: Hugo Viana (Braga)

Der oft unscheinbar agierende Mittelfeldmann kam vor der letzten Saison von Valencia zurück, wohin er von Braga verliehen war. Die Spanier hatten ihn ihrerseits im Jahr 2005 von Sporting erworben. Zuletzt befand sich Viana nicht im portugiesischen Teamkader, hat aber bereits 26 Länderspiele absolviert.

Zentrales Mittelfeld: João Moutinho (Porto)

2010 wechselte Moutinho von Sporting zu Porto und fügte sich rasch in sein neues Team ein. Mittlerweile zählt er zu den absoluten Führungsspielern, hatte entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Europacupsaison und spielt auch in der Nationalmannschaft eine bedeutende Rolle. Für eine festgeschriebene Summe von 40 Millionen Euro darf er den Verein verlassen.

Offensives Mittelfeld: Pablo Aimar (Benfica)

Nach einer etwas schwächeren ersten Jahreshälfte ist der 32-jährige Argentinier in dieser Saison bei Benfica wieder gesetzt, absolvierte bisher alle Meisterschaftsspiele und verpasste nur eine Champions-League-Partie. Dennoch geht auch das Alter an ihm nicht spurlos vorbei, denn so erlebt Aimar den Schlusspfiff einer Partie nur mehr selten am Platz, da er zumeist in der Endphase ausgewechselt wird.

Linker Flügelspieler: Nicolás Gaitán (Benfica)

Gemeinsam mit dem im Sommer zu Atlético Madrid gewechselten Eduardo Salvio bildete Gaitán in der ersten Hälfte des Jahres eine gefürchtete argentinische Flügelzange. Wie bedeutsam er für Benfica ist zeigt, dass er in den bisherigen sechs Champions-League-Spielen ebenso viele Torvorlagen leisten konnte und somit entscheidenden Anteil am Aufstieg in das Achtelfinale hatte. Daher mutet es wenig verwunderlich an, dass der etwas an Angel di Maria erinnernde Akteur bereits das Interesse von Großclubs wie Manchester United erweckt hat.

Rechter Flügelspieler: Hulk (Porto)

Über die Qualitäten des einst aus der zweiten japanischen Liga zu Porto gewechselten Brasilianers müssen kaum Worte verloren werden, sowohl seine Schnelligkeit als auch die gute Schusstechnik sind bekannt. In der Vorsaison kam Hulk auf 23 Meisterschaftstore, aktuell hält er bei sieben und dazu vier in der Champions League. Dennoch ist es fraglich, ob je ein Verein die mit 100 Millionen Euro festgeschriebene Ablösesumme bezahlen wird.

Stürmer: Radamel Falcao (Porto)

Auch wenn der Kolumbianer seit dem Sommer nicht mehr in Portugal, sondern bei Atlético Madrid spielt, darf er in dieser Elf nicht fehlen, dafür legitimieren schon alleine die unglaublichen 17 Tore in der vergangenen Europa League. Hinzu kamen 16 Treffer in der Super Liga und auch für seinen neuen Arbeitgeber konnte Falcao bereits neunmal treffen.

OoK_PS, abseits.at

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