Schweden gilt als Fußballgroßmacht, dies trifft seit vielen Jahren jedoch praktisch nur mehr auf die Nationalmannschaft zu, denn die heimische Meisterschaft kann schon lange...

Schweden gilt als Fußballgroßmacht, dies trifft seit vielen Jahren jedoch praktisch nur mehr auf die Nationalmannschaft zu, denn die heimische Meisterschaft kann schon lange nicht mehr für internationale Glanzlichter sorgen. Ein Grund dafür, ist die rege Exporttätigkeit der Vereine, die ihre besten Spieler meist umgehend ins Ausland verkaufen. Dies spiegelt sich auch im Umstand wider, dass es in den letzten sieben Jahren ebenso viele unterschiedliche Meister gab, Konstanz ist in der Allsvenskan ein Fremdwort. Abseits.at stellt die Topelf der vergangenen Saison vor.

Torwart: Pär Hansson (Helsingborg)

Der 25-jährige Schwede blieb in einem Drittel der Ligaspiele ohne Gegentreffer, was auch mitentscheidend für den Meisterschaftsgewinn von Helsingborg war. Zudem konnte er mit seiner Mannschaft auch das Double feiern, da Anfang November im Cupfinale Kalmar geschlagen worden war. Am zehnten Spieltag wurde Hansson Opfer einer Fanattacke, was zu einem von drei Spielabbrüchen in der abgelaufenen Saison führte.

Linke Verteidigung: Peter Larsson (Helsingborg)

Wie nahezu weltweit sind auch in Schweden die Außenverteidigerpositionen nicht unbedingt jene, die am besten besetzt sind. Larsson konnte für Helsingborg in zwanzig Meisterschaftsspielen vier Tore erzielen, wechselte nach der Saison zum dänischen Paradeclub FC Kopenhagen und hat bisher zweimal für Schweden international gespielt.

Innenverteidigung: Pontus Jansson (Malmö)

Der 20-jährige vom Vorjahresmeister ist einer der Aufsteiger der Saison. In der ersten Meisterschaftshälfte noch spärlich im Einsatz, war Jansson in der zweiten praktisch Stammspieler und absolvierte dazu zahlreiche Partien in Europa League und Champions League Qualifikation.

Innenverteidigung: Alexander Milosevic (AIK Solna)

Auch der zweite Innenverteidiger ist gerade erst den Teenagerjahren entwachsen, aber dennoch bereits eine enorm wichtige Stütze für sein Team, denn so absolvierte der serbisch-schwedische Doppelstaatsbürger nicht weniger als 28 Meisterschaftsspiele für AIK, das die Saison dank eines starken letzten Drittels als Vizemeister und damit im Gegensatz zum Vorjahr in den Europacuprängen abschloss.

Rechte Verteidigung: Mattias Johansson (Kalmar)

Komplettiert wird die Verteidigung durch den ebenfalls sehr jungen Mattias Johansson, der gerade einmal 19 Jahre alt ist. Dennoch kam er auf nicht weniger als 24 Spiele für Kalmar, die er zumeist über die volle Distanz bestritt und dabei auch ein Tor erzielte. Es würde wenig überraschen, sollte der vielfache Jugendnationalspieler bald den Sprung zu einem ausländischen Verein schaffen.

Defensives Mittelfeld: Anders Svensson (Elfsborg)

Im Gegensatz zu seinen defensiven Kollegen weist Svensson sehr viel Routine auf und dies nicht nur aufgrund seines Alters von 35 Jahren, denn er lief rund 121 mal für die schwedische Nationalmannschaft auf. Dass der ehemalige Southampton-Spieler noch lange nicht zum alten Eisen gehört, stellt er bei 27 Saisoneinsätzen unter Beweis.

Linkes Mittelfeld: May Mahlangu (Helsingborg)

Mit 27 Einsätzen war der junge Südafrikaner eine Stütze der Meistermannschaft von Helsingborg. Seine guten Leistungen dürften sich auch bereits im Ausland herumgesprochen haben, denn jüngst soll Schalke Interesse an dem 2008 nach Europa gewechselten Spieler angemeldet haben.

Rechtes Mittelfeld: Jiloan Hamad (Malmö)

Der in Baku geborene Hamad, der auch über einen irakischen Pass verfügt und vielfacher schwedischer Nachwuchsnationalspieler ist, stellte eine Fixgröße in Malmös Mannschaft dar und erzielte auch im Europacup zwei Tore.

Offensives Mittelfeld: Wanderson (GAIS)

Der vor der Saison aus Saudi Arabien verpflichtete Brasilianer stellte eine wahre Verstärkung für seinen neuen Verein dar, denn neben zehn selbst erzielten Treffern lieferte auch noch die Vorlage zu vierzehn weiteren Toren. Somit war Wanderson an rund der Hälfte der Tore der Göteborger beteiligt und damit Topscorer der Allsvenskan.

Sturm: Tobias Hysén (IFK Göteborg)

Rund sechzehnmal versenkte der 29-jährige Schwede in der abgelaufenen Saison den Ball im Tor und leistete dazu auch noch fünf Assists. Seine vor allem in der ersten Saisonhälfte sehr gute Form bescherte Hysén auch eine zwischenzeitliche Rückkehr in die schwedische Nationalmannschaft, für die der ehemalige Spieler von Sunderland zuletzt im Herbst aber nicht mehr einberufen worden war.

Sturm: Mattias Ranégie (Malmö/Häcken)

Mit 21 Treffern konnte der 1,96m-Mann die Torjägerwertung für sich entscheiden. Er wechselte im Sommer von Häcken zu Malmö und sorgte dafür, dass der Vorjahresmeister nach schwachem Start die Saison doch noch auf dem vierten Rang abschließen konnte. Im Europacup brachte es Ranégie auf vier Tore, davon eines gegen Austria Wien.

 

OoK_PS, abseits.at

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.