In vier Gruppen treten die 16 Teilnehmer des Africa Cup of Nations zwischen 21. Jänner und 12. Februar 2012 an. Wie bereits berichtet, sind... Tunesien, Marokko, Gabun, Niger – das ist Gruppe C beim Africa Cup of Nations!

In vier Gruppen treten die 16 Teilnehmer des Africa Cup of Nations zwischen 21. Jänner und 12. Februar 2012 an. Wie bereits berichtet, sind einige Favoriten wie etwa Nigeria nicht dabei. Dafür schicken sich andere Teams an, den Cup zu holen. Hier ein Blick auf die Stars, die Kader und taktische Grundlagen der Teams der Gruppe C.

Gruppe C: Tunesien, Marokko, Gabun, Niger

Tunesien

Sieger 2004 des Afrika-Cups, drei WM-Teilnahmen 1998, 2002 und 2006 – 2010 war Tunesien nicht bei der WM dabei, scheiterte beim Afrika-Cup in der Vorrunde und konnte sich erst in letzter Minute für 2012 qualifizieren. Die „Adler von Karthago“ hatten schon bessere Fußballzeiten, befinden sich im Umbruch. Noch dau muss Trainer Sami Trabelsi auf Tunesiens Topstürmer Issam Jemaa verzichten, er hofft auf einen Einsatz in der KO-Phase. Das Erreichen dieser wird aber mehr als schwer. Die Abwehr um Hannover-Legionär Karim Haggui ist nicht immer sattelfest, ein Blick auf den Sturm zeigt, dass dort die Qualität schlummert.

Tor:
Rami Jeridi (Stade Tunisien)
Aymen Mathlouthi (ES Sahel)
Moez Ben Cherifia (ES Tunis)

Abwehr:
Khalil Chammam (ES Tunis)
Anis Boussaidi (Rostow, Russland)
Aymen Abdennour (Toulouse, Frankreich)
Bilel Iffa (Club Africain)
Karim Haggui (Hannover 96)
Ammar Jemal (1.FC Köln)

Mittelfeld:

Adel Chedli (ES Sahel)
Oussama Darragui (ES Tunis)
Mejdi Traoui (ES Tunis)
Khaled Korbi (ES Tunis)
Wissem Ben Yahia (Mersin, Türkei)
Yassine Chikhaoui (FC Zürich, Schweiz)
Hocine Ragued (Karabükspor, Türkei)
Jamel Saihi (Montpellier, Frankreich)

Angriff:

Issam Jemaa (Auxerre, Frankreich)
Zouhaier Dhaouadi (Club Africain)
Youssef Msakni (ES Tunis)
Saber Khelifa (TGFC Evian, Frankreich)
Amine Chermiti (FC Zürich, Schweiz)
Sami Allagui (FSV Mainz 05)

Das tunesische Spielsystem orientiert sich sehr stark an dem, was gerade en vogue ist. Gegen die Elfenbeinküste wurde zuletzt ein recht modernes 4-2-3-1 gespielt. Die zuletzt eher schwankend agierende Mannschaft wird es schwer haben, eine gute Taktik kann aber beim Afrikacup entscheidend sein.

Marokko

1976 konnten die Nordafrikaner den Cup gewinnen, 2004 setzte es im Finale eine bittere Niederlage gegen Gruppengegner Tunesien. Prunktstück des Teams von Eric Gerets ist die Offensivabteilung mit Youssef Hadji, Marouane Chamakh und Adel Taarabt. Nach ein paar Problemchen zu Beginn der Qualifikation konnten die Koffer in der Gewissheit, sich souverän für den Afrikacup qualifiziert zu haben, gepackt werden. Darüber hinaus verdienen bis auf vier Spieler ihr Geld im Ausland.

Tor:

Nadir Lamyaghri (WAC)
Mohamed Amsif (Augsburg)
Issam Badda (FUS)

Abwehr:

Jamal Alioui(Al Kharytiyath, Katar)
Michael Basser (Bursaspor, Türkei)
Mehdi Benatia el Moutaqui (Udinese, Italien)
Abdelfettah Boukhriss (FUS)
Badr El Kaddouri (Celtic, Schottland)
Abdelhamid El Kaoutari (Montpellier, Frankreich)
Ahmed Kantari(Stade Brest, Frankreich)
Mustapha Mrani (MAS)

Mittelfeld:

Nordin Amrabat (Kayserispor, Türkei)
Oussama As-Saidi (Heerenveen, Niederlande)
Younès Belhanda (Montpellier, Frankreich)
M’bark Boussoufa (Anzhi, Russland)
Mehdi Carcela (Anzhi, Russland)
Karim El Ahmadi (Feyenoord Rotterdam, Niederlande)
Adil Hermach (Al Hilal, Saudiarabien)
Houcine Kharja (Florenz, Italien)
Adel Taarabt (QPR, England)

Angriff:

Marouane Chamakh (Arsenal, England)
Youssef El Arabi (Al Hilal, Saudiarabien)
Youssef Hadji (Stade Rennes, Frankreich)

Beim 1:1 gegen Kamerun im letzten Test vor dem Cup spielte Marokko in einem 4-3-2-1 mit zwei defensiven Mittelfeldspielern, zwei Männern an den Flügeln und einem Achter. Die gut geordnete Defensive kassierte zuletzt im November 2009 mehr als ein Tor, ist vorne auch für einen Kantersieg gut.

Gabun

Gabun, gecoacht von Gernot Rohr, nimmt in etwa die Rolle der Schweiz bei der Euro 2008 ein. Ein guter Nachwuchs soll auch das erste Team nach vorne pushen. Angetrieben vom Publikum kann der Afrikacupdebütant sicherlich weiterkommen. Eine wichtige Rolle nehmen die Europa-erfahrenen Routiniers Pierre-Emerick Aubameyang und Daniel Cousin ein. Bruno Ecuele Manga von Lorient gilt darüber hinaus als einer der Spieler, die sich für einen Weltklub empfehlen können.

Tor:

Yann Bidonga (Mangasport)
Stephane Bitseki Moto (US Bitam)
Didier Ovono (Le Mans, Frankreich)

Abwehr:

Georges Ambourouet (Missile FC)
Moise Brou Apanga (Brest, Frankreich)
Bruno Ecuele Manga (Lorient, Frankreich)
Remy Ebanega (US Bitam)
Edmond Mouele (Mangasport)
Rodrigue Moundounga (Olympique Beja, Tunesien)
Charly Moussonou (Missile FC)
Henri Ndong (US Bitam)

Mittelfeld:

Andre Biyogo Poko (Bordeaux, Frankreich)
Cedric Boussougou (Mangasport)
Levy Madinda (Celta Vigo, Spanien)
Bruno Mbanangoye Zita (Dinamo Minsk, Weißrussland)
Cedric Moubamba (US Bitam)
Lloyd Palun (Nice, Frankreich)

Angriff:

Pierre-Emerick Aubameyang (St Etienne, Frankreich)
Daniel Cousin (FC Sapins)
Fabrice Do Marcolino (Laval)
Roguy Meye (Zalaegerszeg, Ungarn)
Eric Mouloungui (Nice, Frankreich)
Stephane Nguema (US Bitam)

Der ehemalige Bayern-Spieler Rohr setzt auf Offensive und ein 4-3-3. Im letzten Test gegen den Sudan wurden trotz eines 0:0 unglaublich viele Torchancen heraus gespielt. Wenn die Stürmer treffen ist für die Panther auf jeden Fall sehr viel drinnen.

Niger

Drei Heimsiege und das kuriose Regelwerk ließen Niger zum Cup zu, Ägypten und Südafrika schauten durch die Finger. Wenn nun jemand einen Namen der folgenden Spieler kennt, ist er ein echter Experte. Zwar hat Niger einige Legionäre, die meisten aber in Afrika. In Europa „bekannt“ ist Stürmer Moussa Maazou, er absolvierte aber erst vier Ligapspieler in dieser Saison. Gleich vorweg: So manchen Spieler findet nicht einmal Google…

Tor:

Daouda Kassaly (Coton Sport, Kamerun)
Rabo Saminou (Sahel SC)
Lossény Doumbia (DC Motema Pembe, DR Kongo)

Abwehr:

Koffi Dan Kowa (ES Zarzis, Tunesien)
Kader Amadou Dodo (Olympic FC)
Mohamed Chikoto (Platinium Stars, Südafrika)
Mohamed Soumaïla (Olympic FC)
Djibrilla Moussa (AS Garde Nationale)
Souleymane Mazadou (Union Sportive Marignanaise, Frankreich)
Jimmy Bulus (Hussein Dey, Algerien)
Issiaka Koudize (AS Garde Nationale)

Mittelfeld:

Idrissa Laouali (AS FAN)
Abdoul-Karim Lancina (Coton Sport, Kamerun)
William Tonji Ngounou (IF Limhamn, Schweden)
Olivier Harouna Bonnes (Lille, Frankreich)
Yacouba Ali (Africa Sports, Elfenbeinküste)
Idrissa Saïdou (Coton Sport, Kamerun)
Boubacar Talatou (Orlando Pirates, Südafrika)
Moutari Amadou (Akokana FC)
Issoufou Boubacar (FC Phuket, Thailand)

Angriff:

Moussa Maazou (Zulte Waregem, Belgien)
Issoufou Alhassane Dante (Raja Casablanca, Marokko)
Kamilou Daouda (CS Sfaxien, Tunesien)

Seit 7. September gewann Niger genau vier Spiele: Die drei Heimspiele in der Qualifikation und zuletzt auswärts gegen Kamerun. Trainer Harouna Doula setzt auf eine dichte Defensive, zumeist auf nur einen Stürmer. Eine Fünferkette und dazu noch eine Viererkette davor ist sehr wahrscheinlich.

Marokko gegen Tunesien ist das bestimmende Duell. Gabun kann mit dem Publikum im Rücken zwar auch einiges erreichen, dafür ist es aber wichtig, die Nordafrikaner mit einem Sieg gegen Niger unter Druck zu setzen. Fährt Gabun den Auftaktsieg ein, können sie sich mit Glück qualifizieren.

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

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