Im Zuge unserer neuesten „Was wurde aus“-Serie sehen wir uns den Werdegang einzelner Fußballer an, die innerhalb der letzten fünf Jahre in der österreichischen... Wie geht’s eigentlich Mateo Barac?

Im Zuge unserer neuesten „Was wurde aus“-Serie sehen wir uns den Werdegang einzelner Fußballer an, die innerhalb der letzten fünf Jahre in der österreichischen Bundesliga spielten. Wer schaffte den Durchbruch, wer musste einen Rückschritt machen und wie geht es den Ex-Bundesliga-Legionären heute?

Nachdem der damalige Rapid-Sportchef Fredy Bickel im Sommer 2018 1,3 Millionen Euro an den NK Osijek bezahlte, um den Innenverteidiger Mateo Barac, damals 23 Jahre alt, aus seinem Vertrag loszueisen, konstatierte der Schweizer, dass man in Hütteldorf noch sehr viel Freude mit dem Linksfuß haben werde.

Das Engagement des kroatischen Innenverteidigers in Wien-Hütteldorf war allerdings weitgehend von Pech und Pannen dominiert. Ein halbes seiner insgesamt drei Jahre in Wien fehlte Barac verletzungsbedingt und zum sicheren Abwehrchef, den man bei der Verpflichtung in ihm sah, mauserte er sich leider nie. Vielmehr war Barac für teils haarsträubende Schnitzer gut und konnte auch im Aufbauspiel nicht die Verbesserung bringen, die sich Rapid erhoffte.

Nach seinem Vertragsende im Sommer 2021 schloss sich Barac ablösefrei dem russischen Klub Sochi an, wo er auf zehn Einsätze kam und nach einem halben Jahr postwendend ligaintern zu Krylia Sovetov Samara verliehen wurde. Auch in Samara entsprach Barac allerdings nicht den Erwartungen und kam insgesamt nur auf 30 Pflichtspieleinsätze innerhalb von zwei Jahren, wobei er hiervon ein halbes Jahr ins belgische Oostende verliehen wurde, wo er allerdings auch nur sechsmal auf dem Platz stand.

Das Ende seines Russland-Engagements folgte im Februar 2024, als er ablösefrei ins kasachische Aktobe wechseln durfte. Für den FC Aktobe stand er insgesamt 24-mal auf dem Platz, erzielte einen Treffer und zwei Assists und war somit weitgehend Stammspieler. Dennoch folgte auch hier nach nur einer Saison der Exit und mittlerweile kickt Barac, heute 30 Jahre alt, wieder in seiner kroatischen Heimat.

Erst Mitte Februar schloss er sich dem NK Varazdin an, wo er im bisherigen Frühjahr erst zu einem Kurzeinsatz kam. Allerdings unterzeichnete der Innenverteidiger einen Dreijahresvertrag bis Ende Mai 2027, womit man sein Engagement in der höchsten kroatischen Spielklasse auch als Langzeitprojekt bezeichnen könnte. Bei Varazdin, aktuell guter Vierter in der höchsten kroatischen Leistungsstufe, hat man nun die Hoffnung, dass sich Barac auf lange Sicht als Abwehrchef des Teams etablieren kann.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen