
Im Zuge unserer neuesten „Was wurde aus“-Serie sehen wir uns den Werdegang einzelner Fußballer an, die innerhalb der letzten fünf Jahre in der österreichischen Bundesliga spielten. Wer schaffte den Durchbruch, wer musste einen Rückschritt machen und wie geht es den Ex-Bundesliga-Legionären heute?
In seinen nicht ganz drei Jahren beim SK Rapid wandelte der griechische Angreifer Taxiarchis Fountas zwischen den Prädikaten Topscorer, Publikumsliebling, aber auch Reibebaum und Hassfigur. In 91 Spielen erzielte der flinke und dynamische Grieche 45 Tore für Rapid und bereitete 19 weitere vor. Gleichzeitig war aber auch stets offensichtlich, dass es sich bei Fountas um einen sehr launischen Spieler handelt, der auch für Disziplinlosigkeiten sorgen kann, wenn ihm etwas nicht in den Kram passte.
So gab es in seiner Zeit in Hütteldorf immer wieder kleinere Reibereien mit seinem Sturmpartner Ercan Kara und wundersame kleinere Verletzungen, wegen denen er sich krank meldete bzw. teilweise sogar Einsätze „verweigerte“.
Bereits nach seiner ersten, sehr erfolgreichen Saison für den SK Rapid kamen lukrative Angebote für den kleinen Griechen hinein. Sampdoria Genua, Atalanta Bergamo, der VfB Stuttgart und auch der New York City FC, der damals ein Angebot von etwa 5 Millionen Dollar an Rapid übermittelte, waren unter den Interessenten. Der Abgang aus Wien folgte allerdings erst im März 2022. Nicht mehr gegen eine Millionensumme, sondern um nur etwa 400.000 US-Dollar, die der Major League Soccer Club DC United für Fountas bezahlte. Der Stürmer aus Mesolonghi verließ Wien und hinterließ vor allem unter den Rapid-Fans ein Maß an Groll, das man bei einem einstigen Topscorer nur selten beobachten kann.
In Washington D.C. knüpfte Fountas allerdings dort an, wo er bei Rapid aufhörte und kam in 38 Spielen auf 18 Tore. Nach etwa eineinhalb Jahren war sein lukratives USA-Engagement allerdings wieder vorbei, nachdem es zu einem Zerwürfnis mit dem Zeugwart des Teams inklusive vermeintlich rassistischer Untertöne gekommen sein soll. Fountas wurde vom US-amerikanischen Klub freigestellt und konnte im August 2023 ablösefrei zum türkischen Klub Trabzonspor wechseln.
Dort ließ er phasenweise seine Klasse aufblitzen, traf sechs Mal in 35 Spielen und steuerte zudem zwei Torvorlagen bei, avancierte aber nie zum unumstrittenen Stammspieler. Auch zu einem Wiedersehen mit Rapid im Sommer 2024 im Rahmen der Qualifikation zur UEFA Europa League kam es nicht. Der Grieche wurde von Trabzonspor Trainer Abdullah Avci nicht für den Europacup-Kader nominiert.
Das wiederum führte dazu, dass Fountas umgehend wieder wechselwillig wurde, wobei ihm Trabzonspor allerdings keine Steine in den Weg legte. Kurz vor Ende der Sommertransferzeit 2024 durfte er ablösefrei in seine griechische Heimat zurückkehren, die er sieben Jahre zuvor verließ. Sein neuer und auch aktueller Klub ist OFI Kreta, der aktuell in der griechischen Super League auf dem sechsten Platz liegt und sich soeben für das Meisterplayoff qualifizierte.
Bisher kam Fountas für OFI Kreta in 27 Spielen auf neun Tore und einen Assist und auch in der griechischen Nationalmannschaft ist der Ex-Rapidler ein regelmäßiger Gast. Mittlerweile stand er in 18 Länderspielen auf dem Feld und erzielte dabei einen Treffer.
In der vergangenen Sommertransferzeit 2024 gab es zudem Gerüchte über eine mögliche Österreich-Rückkehr von Fountas. Der Wolfsberger AC mit seinem Ex-Trainer Didi Kühbauer soll reges Interesse am mittlerweile 29-jährigen Griechen gezeigt haben. Fountas zog eine Griechenland-Rückkehr allerdings dem Lavanttal vor.
Daniel Mandl Chefredakteur
Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen
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