Durch ein Eigentor des marokkanischen Mittelstürmers Aziz Bouhaddouz gewann der Iran sein zweites WM-Spiel überhaupt und geht als Tabellenführer in den zweiten Spieltag, da... Überraschung des Spieltags (2): Der Iran ist Tabellenführer

Durch ein Eigentor des marokkanischen Mittelstürmers Aziz Bouhaddouz gewann der Iran sein zweites WM-Spiel überhaupt und geht als Tabellenführer in den zweiten Spieltag, da sich Spanien und Portugal mit einem Unentschieden trennten.

Marokko erwischte die bessere Anfangsphase und präsentierte sich in den ersten 20 Minuten der Partie als die klar bessere Mannschaft. Die Nordafrikaner ließen mehrmals ihre technische Klasse aufblitzen und kamen zu einigen aussichtsreichen Möglichkeiten, die jedoch nicht in Tore umgemünzt werden konnten.

Der Iran überstand die Druckphase des Gegners und kam immer besser in die Partie. Die spielbestimmenden Mittelfeldspieler der Marokkaner wurden enger gedeckt und zum Teil auch mit einer harten Zweikampfführung aus dem Spiel genommen. Der Frust beim Gegner wurde immer größer und das Spielniveau sank von Minute zu Minute.

Auch in der zweiten Hälfte kamen die Fans lange Zeit nicht auf ihre Kosten und es sah gegen Ende der Partie danach aus, dass beide Mannschaften nichts dagegen hätten, wenn der Schiedsrichter die Partie überpünktlich abpfeifen würde. Die meisten Fans auf den Rängen hatten sich ebenfalls bereits mit einem torlosen Unentschieden abgefunden, doch am Schluss sollte es noch einmal richtig dramatisch werden.

Ausgerechnet der eingewechselte St. Pauli-Legionär Aziz Bouhaddouz beförderte bei einer missglückten Rettungsaktion das Spielgerät per Kopf ins eigene Netz und wurde so zur tragischen Figur. Der 31-Jährige musste noch lange nach Schlusspfiff von den eigenen Mannschaftskollegen getröstet werden und bat seine Landsleute nach dem Spiel um Vergebung.

Auch weil die Marokkaner vor dieser Endrunde 18 Partien in Folge nicht verloren haben, ging der Iran als Außenseiter ins Spiel. Für einen Tipp auf die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz bekam man bei tipp3 eine Quote von 3.40. Einfach wird es für den Iran dennoch nicht werden, denn mit den Spaniern und Portugal warten noch die zwei Favoriten auf das Team Melli.

Doch Coach Queiroz fand nach dem Spiel die interessante Worte: „Supeman gibt es nur in den Cartoons, niemand ist Superman. Es kann aber hie und da passieren, dass eine Gruppe von Menschen super Geschichten schreibt, wenn sie geschlossen zusammenarbeiten. Wir arbeiten alle zusammen und erzeugen super Resultate. Unsere Einstellung ist, dass wir das Unmögliche möglich machen.“

Traut ihr dem Trainerfuchs auch gegen Spanien eine Überraschung zu? Für die Buchmacher ist der Iran natürlich der ganz große Außenseiter und ein Sieg würde das 15-fache des Einsatzes bringen!

Stefan Karger