abseits.at wirft einen Blick auf die Mediendaten der vergangenen Herbstsaison. Im Zentrum der vierteiligen Serie stehen die Zuseherzahlen von Fußballübertragungen auf heimischen TV-Sendern. Es... TV-Check der Herbstsaison 2015/16 | Europacup

Statistiken, Bilanzen_abseits.atabseits.at wirft einen Blick auf die Mediendaten der vergangenen Herbstsaison. Im Zentrum der vierteiligen Serie stehen die Zuseherzahlen von Fußballübertragungen auf heimischen TV-Sendern. Es wird dokumentiert, an welchen Spielen und Bewerben die österreichischen Fernsehzuschauer besonders großes Interesse hatten. Alle Grafiken lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Die im Folgenden präsentierten Daten beruhen auf Erhebungen der Arbeitsgemeinschaft Teletest (www.agtt.at). Am Teletest nehmen 1.605 österreichische Haushalte teil, die die Bevölkerung mit all ihren Facetten repräsentieren sollen. Die erhobenen Daten dieser ausgewählten (und regelmäßig wechselnden) Haushalte werden auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet, um das Sehverhalten aller Österreicherinnen und Österreicher abzubilden.

Mit der Reichweite (RW) wird in absoluten Zahlen beschrieben, wie viele Zuseher eine bestimmte Sendung im Durchschnitt verfolgt haben. Der Marktanteil (MA) gibt an, wie viel Prozent der zu diesem Zeitpunkt fernsehenden Bevölkerung dies waren. Ist kein Marktanteil angegeben, waren die Daten entweder nicht erhältlich oder sie entsprachen anderen Zielgruppen als jener des ORF, was keinen seriösen Vergleich erlauben würde.

Europacup – Qualifikation

Im Sommer 2015 wurden insgesamt 17 Qualifikationsspiele zur Champions League beziehungsweise Europa League auf ORF1 und Puls 4 übertragen.

Europacup 1

Die meistgesehene Paarung war das Rückspiel im Playoff zur Champions League zwischen Shakhtar Donezk und Rapid Wien. Im Schnitt sahen 624.000 Zuschauer die Partie auf ORF1.

Der zweite Platz ging mit 587.000 Zuschauern an das Hinspiel der Hütteldorfer gegen die Ukrainer, und auch die Partien gegen Ajax Amsterdam fuhren Werte rund um die Halbe-Million-Zuseher-Marke ein.

In der Europa-League-Qualifikation kam das Drittrunden-Hinspiel zwischen Wolfsberg und Borussia Dortmund mit 453.500 Zusehern auf die besten Werte. Übertroffen wurde dies allerdings noch vom erfolglosen Elfmeterschießen der Salzburger gegen Dinamo Minsk, für das sich 557.000 interessierten.

Am wenigsten Resonanz rief das Rückspiel von Sturm Graz bei Rubin Kazan auf Puls 4 hervor. Am frühen Abend schalteten nur 115.000 Zuseher ein.

Champions League – Gruppenphase

Nach drei Jahren bei Puls 4 wechselte die Königsklasse zurück zum ORF, welcher mangels österreichischer Beteiligung ausschließlich am Mittwoch und damit parallel zum ZDF übertrug. Da Puls 4 in der Regel eine Dienstagspartie ausstrahlte, ein deutlicher Rückschritt für die heimischen Free-TV-Zuseher.

Europacup 2

Das meistgesehene Gruppenspiel im ORF war das Aufeinandertreffen von Bayern München und Arsenal am vierten Spieltag mit durchschnittlich 477.500 Zuschauern, gefolgt von Paris Saint-Germain gegen Real Madrid mit 441.500. Die bereits früh entschiedene Partie zwischen Chelsea und Porto zog am letzten Spieltag hingegen nur 268.500 Zuseher in ihren Bann.

Über die sechs Gruppenspiele verbuchte der ORF eine mittlere Reichweite von 379.417 Zusehern. Puls 4 war in der vergangenen Saison auf 323.583 gekommen.

Das ZDF erreichte in Österreich einen Bestwert von 165.500 Zusehern, für den am ersten Spieltag Bayern München und Olympiakos Piräus verantwortlich zeichneten.

Europa League – Gruppenphase

Als Ersatz für die verlorengegangene Champions League sicherte sich Puls 4 die Europa League. War in der Vorsaison Salzburg Österreichs einziger Teilnehmer an der Gruppenphase, schaffte diesmal nur Rapid den Sprung in den Hauptbewerb.

Europacup 3

Am meisten Zuschauer zog Rapids Sieg bei Dinamo Minsk in seinen Bann, 383.000 ließen sich den Erfolg in Weißrussland nicht entgehen. Dahinter folgt Rapids Heimsieg über Viktoria Plzen (364.500), vor dem Auswärtsniederlage der Hütteldorfer bei Villarreal (351.000).

Ins Auge sticht, dass die drei um 21:05 Uhr angepfiffenen Partien allesamt besser als jene Spiele abschnitten, die bereits um 19:00 Uhr begannen. Erklären lässt sich dies vor allem mit den Nachrichtensendungen „Bundesland Heute“ und „Zeit im Bild“, die im Falle des früheren Ankicks eine beträchtliche Anzahl Zuschauer abzogen.

Die sechs Spiele der Gruppenphase bescherten Puls 4 durchschnittlich 328.167 Zuseher. Zum Vergleich: Die sechs Spiele der Salzburger in der vorangegangenen Saison erzielten im ORF eine mittlere Reichweite von 481.083 Zusehern.

OoK_PS, abseits.at