Der zweite Teil der Serie beschäftigt sich mit dem Strandfußball und dessen Eigenheiten. Die Dominanz der Brasilianer kommt nicht von ungefähr und erklärt sich... Disziplinen des Fußballs (2): Beach Soccer

Der zweite Teil der Serie beschäftigt sich mit dem Strandfußball und dessen Eigenheiten. Die Dominanz der Brasilianer kommt nicht von ungefähr und erklärt sich mit einem Blick auf die Historie.

ZAHLEN UND FAKTEN

Spielfeld: 35m-37m lang, 26m-28m breit, der Sand muss mindestens 40 cm tief und gesiebt sein
Strafraum: 9m, durch 2 gelbe Fahnen am Spielfeldrand markiert
Strafstoßpunkt: 9m vom Tor entfernt
Tore: 2,2 m hoch, 5,5m breit
Spieler: 4 Feldspieler+ Tormann (fliegende, unbegrenzte Wechsel)
Ball: Größe 5, 04-0,6 bar Druck
Dauer: 3 mal 12 Minuten

BESONDERHEITEN IM REGELWERK

Rückpassregel: Der Tormann darf einen Rückpass einmal pro Ballbesitz seines Teams den Ball in die Hand nehmen. Bei Freistößen wird keine Mauer gebildet. Wird der Freistoß aus der eigenen Hälfte ausgeführt dürfen die Spieler zwar zwischen Ball und Torlinie stehen, jedoch nicht zwischen Ball und Tor (d.h. der Kegel zwischen Ball und Tor muss frei bleiben [Zentralachse]). Der Freistoß ist vom gefoulten durchzuführen, sofern dieser nicht verletzt ist. Torabwürfe und Standardsituationen sind innerhalb von fünf Sekunden durchzuführen, um das Spiel zu beschleunigen.

GESCHICHTE

Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts wurde an brasilianischen Stränden gekickt. Waren es damals vor allem europäische Seeleute avancierte der Sport bald zu einem brasilianischen Volkssport.
1957 wurden die ersten offiziellen Turniere durchgeführt. Erste verbindliche Regeln gab es 1992. 1995 wurde die erste Weltmeisterschaft (Sieger: Brasilien) durchgeführt.
1998 wurde die European Pro BeachSoccer League gegründet. Mittlerweile erfreut sich Beachsoccer immer größerer Beliebtheit, und auch Fernsehübertragungen (hauptsächlich Eurosport bzw. Eurosport2) werden angeboten.

CHARAKTERISTIK

Im Gegensatz zu den andern Varianten des Fußballspiels ist es beim Beachsoccer nicht möglich den Ball flach am Boden zu halten, um das Spiel zu beschleunigen. Bei Schussvorlagen muss der Ball in die Luft gebracht werden. Somit zählen Volleyschüsse zu den meistgebrauchten Versuchen. Vor allem Fallrückzieher werden überdurchschnittlich oft versucht, ein Aspekt, der auch den Zuschauern gefällt. Durch die Beschaffenheit des Sandes stellen Aufsitzer die Torhüter vor gröbere Probleme, weil diese relativ einfach zu produzieren, aber umso schwerer zu berechnen sind. Ebenso einzigartig ist die Vorbereitung auf einen Freistoß, wo ein Kegel aufgehäuft wird, um den Ball darauf zu platzieren, um eine bessere Position zu erhalten.

BEWERBE

Seit 1995 wird alljährlich eine Weltmeisterschaft veranstaltet (ab 2009 im Zweijahres-Rhythmus). Bei 13 von 15 Turnieren krönte sich Brasilien zum Weltmeister. Je einmal konnten Portugal (2001) bzw. Frankreich (2005) einen Titelgewinn der Selecao verhindern. Bis 2007 fand jede WM in Brasilien statt. 2011 findet die WM Anfang September in Italien statt. 16 Mannschaften konnten sich qualifizieren und treten in 4 Vierergruppen gegeneinander an. (Link folgt)
Neben den Weltmeisterschaften gibt es auch alljährlich eine Europameisterschaft sowie eine europäische Liga, die zwischen Juli und August durch Europas Städte tourt.

LINKS

WM in Italien
Informationen zu den Bewerben findet man hier
Beachsoccer in Österreich
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Patrick Redl, abseits.at

Patrick Redl

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