Sankt Pölten. Nach der Entlassung von Sportdirektor Frenkie Schinkels wurde bald der neue Nachfolger präsentiert. Martin Schupp sein Name, seine Vita liest sich für... Kommentar: Alles neu beim SKN St. Pölten

_Wappen SKN St.Pölten

Sankt Pölten. Nach der Entlassung von Sportdirektor Frenkie Schinkels wurde bald der neue Nachfolger präsentiert. Martin Schupp sein Name, seine Vita liest sich für österreichische Verhältnisse sehr gut.

Deutsche Gründlichkeit auf der Position des Sportdirektors

Schon beim Amtsantritt war man sich in den Kreisen der SKN-Fans sicher, dass ein anderer Wind in der Landeshauptstadt wehen wird. Die Weichen werden von Altstars auf aufstrebende, junge Spieler gestellt. An die Öffentlichkeit dringt von Schupps Arbeit sehr wenig, einige Monate zuvor hatte man unter Schinkels noch das Gefühl, dass die Krone besser informiert war als Schinkels selbst. Nichts desto trotz wird gearbeitet beim SKN, auch wenn es jetzt in anderer Art und Weise passiert.

Nach einer regelrechten Lawine von Spielern, die den Verein im Sommer verließen, war und ist „Einkaufen“ angesagt. Noch immer fehlt zumindest ein Mann im zentralen Mittelfeld und einer für die Flügel. Das ist zumindest die Meinung der St.Pöltner Fans, welche noch immer unzufrieden wirken. Doch auch wenn es zu früh ist die Neuzugänge zu bewerten kann, man sie schon mal mit Vorschusslorbeeren oder aber auch mit Skepsis überschütten.

Damir Mehmedovic – ein Junger aus der Stahlstadt

Vergangene Saison stand Mehmedovic bei Blau-Weiß Linz unter Vertrag. Trotz einer am Anfang schwierigen Saison konnte Mehmedovic die Blicke mehrerer größerer Clubs auf sich ziehen. Mit 19 Jahren und 24 Einsätzen für ein Team, das letzten Endes den Abstieg doch recht souverän abwenden konnte, kann man ihn getrost als Perspektivspieler bezeichnen. Im Großen und Ganzen sicher kein Top-Transfer aber dennoch ein nachvollziehbarer und zum neuen Gesicht passende Verpflichtung.

Lorenz Grabovac – ein Offensiver aus der Talenteschmiede

Grabovac, einer der zumindest teilweise in der sky go Erste Liga bei Liefering als auch im Vorjahr in der Youth League überzeugen konnte, kann nun auch in der Bundesliga aufzeigen. Für das Red Bull Imperium hat es zwar offenkundig nicht gereicht, trotzdem zeigt die damalige Verpflichtung durch den FC Liefering sein Potential. Vor seinem Wechsel nach Salzburg waren auch andere Bundesligaklubs an einer Verpflichtung des Offensivspielers interessiert.

Daniel Luxbacher – einer der sich in Altach nicht durchsetzen konnte

Hinter Luxbacher steht wohl das größte Fragezeichen. Er kann zwar auf 54 bestrittene Bundesligapartien bei den Vorarlbergern zurückblicken, richtig durchzusetzen vermochte er sich aber doch nicht. Über kurz oder lang wird man in St. Pölten von ihm erwarten, dass er Führungsspieler wird. Bis dato war der Wiener aber eher ein Mitläufer bei seinen Klubs und der nächste Schritt ist für das einst große Talent genau jetzt notwendig.

Sandro Ingolitsch – ein sehr vielversprechender

23 Spiele in der sky go Erste Liga beim Vize-Meister, sechs Partien in der UEFA Youth League inklusive Titelgewinn und dennoch das Aus bei Liefering. In St.Pölten ist der 20-Jährige hingegen ein gerne gesehener neuer Mann: Top ausgebildet, mit hohem Entwicklungspotential und zudem ein Spieler, der durchaus auch zu anderen Klubs hätte wechseln können. Rechts hinten sollte der SKN nun mit Ingolitsch und Stec gut besetzt sein. Hinzu kommt, dass beide Spieler auch auf einer offensiveren Position auf der rechten Seite eingesetzt werden können, was die Niederösterreicher noch etwas flexibler macht.

Roope Riski – einer der weiß wo das Tor steht

Torschützenkönig in Finnland, kein Glück bei Paderborn in Deutschlands 3. Liga. Riski ist ein pfeilschneller Stürmer, der in die Tiefe geht und sich dennoch mit seinen 181cm Körpergröße bei Kopfbällen nicht verstecken muss. Die Referenzen des Angreifers liegen aber nicht nur in Finnland, wo er 2016 stolze 17 Saisontreffer für Seinäjoen JK erzielte. Auch in Norwegen kickte er bereits erfolgreich, erzielte in der Saison 2014 zwölf Saisontore bei Hönnefoss. Für das finnische Nationalteam spielte er sechsmal, traf bei seinem Debüt zum sensationellen 1:0-Sieg gegen Schweden.

Was noch kommt

Gespannt wie eine Bogensehne dürfen St. Pölten Fans sein, wenn es um weitere Zugänge geht. Wie erwähnt dringen allerdings sehr wenige Informationen an die Öffentlichkeit. Heißeste Aktien dürften derzeit Martin Rasner (1. FC Heidenheim 1846) und Mohamed Gouaida (Hamburger SV) sein.

Valentin Schrayvogel, abseits.at

Valentin Schrayvogel

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