Bei der dritten WM-Teilnahme soll der Elfenbeinküste endlich das gelingen, was bisher verwehrt geblieben war: der Aufstieg in die K.O.-Phase. Das Turnier in Brasilien...

Elfenbeinküste - FlaggeBei der dritten WM-Teilnahme soll der Elfenbeinküste endlich das gelingen, was bisher verwehrt geblieben war: der Aufstieg in die K.O.-Phase. Das Turnier in Brasilien bietet dabei einigen Spielern der alternden „Elefanten“ die letzte Chance dazu. Vor allem der nach der WM aus der Nationalmannschaft zurücktretende Kapitän Didier Drogba will sich noch einmal auf der großen Bühne des Fußballs präsentieren – ein erneutes Ausscheiden in der Vorrunde würde in der öffentlichen Meinung sicher auch auf ihn Zurückfallen.

WM-Historie

Nur zweimal konnten die „Elefanten“ sich in ihrer Verbandsgeschichte bisher für die Fußballweltmeisterschaft qualifizieren. 2006 in Deutschland und 2010 in Südafrika schied man jedoch jeweils als Gruppendritter in der Vorrunde aus. Der einzige Sieg in der WM-Geschichte des Landes ist dabei das 3:0 gegen Nordkorea 2010. Diese schwache Statistik ist doch ungewöhnlich, zumal die Elfenbeinküste einige der brillantesten Spieler der letzten Jahre hervorbrachte.

Qualifikation

In der Gruppenphase der WM-Qualifikation gelang der Mannschaft von Trainer Sabri Lamouchi das Kunststück, ohne Niederlage zu bleiben. Lediglich in den beiden Spielen gegen den Gruppenzweiten Marokko gab man mit zwei Unentschieden Punkte ab.

Weniger souverän war die Vorstellung dann in den Playoffs gegen Senegal. Einem spielerisch mauen 3:1 im Hinspiel folgte ein 1:1 im Rückspiel, wobei der Ausgleich für die Elfenbeinküste erst in der Nachspielzeit fiel. Mit einem weiteren Tor Senegals wäre man wegen der Auswärtstorregel ausgeschieden. Recht positiv sind jedoch 19 Tore aus acht Spielen in der traditionell relativ torarmen (aufgrund der großen qualitativen Kluft zwischen den Qualifikanten) Afrika-Qualifikation.

Gruppengegner

In der Gruppe C ist die Elfenbeinküste sicher einer der Favoriten auf ein Weiterkommen. Mit vielen europäischen Legionären, die vor allem in der deutschen Bundesliga, aber auch in Italien oder England zuhause sind, überzeugt die japanische Mannschaft um Kagawa und Honda mit starkem Ballbesitzfußball und einer hohen Qualität der einzelnen Spieler. Kolumbien wird ohnehin schon seit längerer Zeit als heißer Geheimtipp bei der WM 2014 gehandelt und mit Griechenland erwartet man einen Gegner, der ebenso wie die Elfenbeinküste kurz vor einem Generationenwechsel stehen dürfte.

Bisherige Duelle

Nur gegen Japans Nationalmannschaft kam es bisher zum direkten Aufeinandertreffen. Dabei konnte die Elfenbeinküste zwei Mal gewinnen, das dritte Spiel verlor man. Zwei 0:1-Niederlagen steht ein 2:0-Sieg aus dem Jahre 2010 gegenüber.

Wo verdienen die Spieler ihr Geld?

Neben Djakpa, Boka, Bolly und Ya Konan, die in Deutschland ihr Geld verdienen, spielt der Großteil der Mannschaft in den anderen europäischen Spitzenligen. Vor allem in der französischen und der englischen Liga finden sich viele Spieler der Nationalmannschaft wieder. So wurde z.B. Kolo Toure mit dem FC Liverpool diese Saison in England Zweiter, hinter seinem Bruder Yaya, der mit Manchester City den Titel feiern konnte. Dazu kommen noch einige Spieler, wie z.B. Didier Drogba, die in der Türkei zuhause sind.

Extreme im aktuellen Kader

Längstdienender Spieler: Didier Zokora (119 Länderspiele / 1 Tor)

Jüngster Spieler: Mandé Sayouba (21, Torhüter)

Altester Spieler: Didier Drogba (36)

Rekorde

Höchster Sieg: 11:0 gegen die Zentralafrikanische Republik (1961)

Höchste Niederlage: 4:0 gegen Mali, Nigeria, Argentinien

Rekordspieler: Didier Zokora (119 Länderspiele / 1 Tor)

Rekordtorschütze: Didier Drogba (63 Tore)

Tobias Robl

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