Frankreich enttäuschte bei der Europameisterschaft 2012 und scheint wohl deswegen, sowie im Verbund mit einer schwachen Qualifikation eher als Geheimfavorit, denn als feste Größe....

Frankreich - FlaggeFrankreich enttäuschte bei der Europameisterschaft 2012 und scheint wohl deswegen, sowie im Verbund mit einer schwachen Qualifikation eher als Geheimfavorit, denn als feste Größe. Diese Rolle dürfte ihnen aber liegen, auch wenn sie weder kollektiv noch individuell auf dem Niveau von 1998 einzuschätzen sind, als sie Weltmeister im eigenen Land wurden.

WM-Historie

Als eines von vier europäischen Teams war Frankreich schon 1930 bei der allerersten WM dabei. Seitdem verpassten sie sechs Mal die WM, wobei sie 1950 freiwillig zurückzogen. Die Bilanz bei den Weltmeisterschaften war lange durchwachsen. Erst in den 80ern konnte man bis ins Halbfinale einziehen, hier war es die goldene Generation um Michel Platini, welche dies ermöglichte. Zuvor gab es nur einen Erfolg, als die 58er-Mannschaft um Just Fontaine und Raymond Kopa Dritter wurde.

Der nächste Erfolg kam 1998, als man vor heimischem Publikum Weltmeister wurde; 1938 wurde man bei der ersten Heim-WM nur Sechster. 2006 verlor man im Finale nur knapp gegen Italien, seitdem gab es durch den Rücktritt dieser letzten goldenen Generation mit Spielern wie Zinedine Zidane kaum noch Erfolge. 2010 schied man sang- und klanglos in der Gruppe mit nur einem Punkt aus.

Qualifikation

Obwohl man in die Playoffs gehen musste und dort mit der Ukraine große Probleme hatte (0:2-Niederlage im Hinspiel), war der Qualifikationszyklus keineswegs schlecht. In einer schwierigen Gruppe musste man sich nur knapp Welt- und Europameister Spanien fügen. Ein Unentschieden in Georgien und ein Unentschieden und eine Niederlage gegen die Spanier waren hierbei die einzigen Punktverluste, ganze acht Punkte Vorsprung hatte man auf den Drittplatzierten Finnland. Im Playoffrückspiel gegen die Ukraine zeigte man dann auch die ganze Klasse, als man durch eine Umstellung auf das 4-1-4-1 und dank guter Chancenverwertung mit 3:0 gewinnen konnte.

Gruppengegner

Wegen der schwachen Leistungen in den letzten Jahren ist Frankreich in Topf 3 gerutscht. Mit der Schweiz als Gruppenkopf, Ecuador und Honduras haben sie aber ein machbares Los. Frankreich dürfte zu Recht als Favorit in dieser Gruppe gelten. Individuell wie kollektiv sind sie deutlich überlegen, wobei Ecuador und die Schweiz durchaus für Probleme sorgen könnten.

Bisherige Duelle

Historisch gesehen sieht es ebenso aus; Ecuador bezwang man in der bisher einzigen Partie mit 2:0, gegen die Schweiz gab es 15 Siege in 36 Partien bei 12 Niederlagen. Einzig gegen Honduras hat man keine positive Bilanz – weil es bisher kein Aufeinandertreffen gab.

Wo verdienen die Spieler ihr Geld?

Alle Spieler betätigen sich in den Top-6-Ligen Europas; viele Spieler stammen aus der französischen Liga, u.a. Digne, Matuidi und Cabaye von Paris St. Germain. Mit Mangala gibt es einen Akteur aus der portugiesischen Liga, die anderen Spieler kommen aus England, Spanien und Italien. Ein Deutschland-Legionär ist nicht dabei, weil Franck Ribery die WM verletzungsbedingt auslassen muss. 15 der 23 Akteure im Kader sind Legionäre.

Extreme im aktuellen Kader

Meiste Einsätze: Karim Benzema (66 Länderspiele) vor Patrice Evra (58) und Hugo Lloris (57)

Wenigste Einsätze: Lucas Digne und Stephane Ruffier (2 Einsätze), Antoine Griezmann und Eliaquim Mangala (3 Einsätze)

Meiste Tore: Karim Benzema (21 Tore), Olivier Giroud (8 Tore)

Ältester Spieler: Mickael Landreau (35 Jahre)

Jüngster Spieler: Lucas Digne (20 Jahre), Raphael Varane und Paul Pogba (21 Jahre)

Rekorde

Höchster Sieg: 10:0 gegen Aserbaidschan 1995

Höchste Niederlage: 1:17 gegen Dänemark 1908

Meiste Länderspieleinsätze: Lilian Thuram (142)

Meiste Tore: Thierry Henry (51), wobei Just Fontaine mit 30 Toren in 21 Spielen die beste Quote hat

Rene Maric

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