Burnley FC gewann am 9. Spieltag der Premier League 2025-2026 im Molineux Stadium mit 3:2 bei Wolverhampton Wanderers. Burnley ging in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung, Wolves glichen noch vor der Pause durch einen Elfmeter und ein Tor in der Nachspielzeit aus. In einer zweiten Halbzeit ohne weitere Treffer entschied Burnley das Spiel mit dem Tor in der 90. Minute plus 5.
Frühe Burnley-Führung und der Ausgleich vor der Pause
Die Partie kippte früh in Richtung Burnley, weil die Gäste ihre ersten klaren Momente sofort in Tore ummünzten. In der 14. Minute traf Zian Flemming nach Vorarbeit von Quilindschy Hartman zum 0:1, in der 30. Minute wiederholte sich das Muster mit derselben Kombination zum 0:2. Dass Flemming am Ende bei drei Abschlüssen auch drei Schüsse auf das Tor brachte und zwei davon verwertete, passt zu dieser Phase, in der Burnley mit vergleichsweise wenig Ballbesitz maximale Wirkung erzielte.
Wolverhampton brauchte bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit, um das Spiel am Ergebnis zu öffnen. Der Anschluss fiel in der 42. Minute durch den verwandelten Elfmeter von Jørgen Strand Larsen, womit Wolves aus einer Standardsituation die Effizienz von Burnley konterte. Der Ausgleich in der 45. Minute plus 4 durch Marshall Munetsi nach Assist von Ladislav Krejčí war dann die logische Folge eines zunehmenden Drucks kurz vor der Pause, ohne dass dafür ein offener Schlagabtausch nötig war.
In der Bewertung einzelner Akteure sticht Flemming mit einem Spielerrating von 9,3 als klarer Ausreißer heraus, was sich unmittelbar mit seinen zwei Toren, der hohen Zweikampfquote von 14 gewonnenen Duellen sowie den sechs herausgeholten Fouls deckt. Bei Wolves lagen mehrere Spieler mit 7,3 im oberen Bereich, unter anderem Jean-Ricner Bellegarde und Krejčí, was den Charakter des Comebacks vor der Halbzeit stützt, ohne die frühen Gegentore zu kaschieren.
Ballbesitzvorteil von Wolves, aber Burnley effizienter in den entscheidenden Momenten
Über die gesamte Spielzeit hatte Wolverhampton mehr Spielkontrolle. 56 Prozent Ballbesitz sowie 474 gespielte Pässe gegenüber 392 von Burnley zeigen, dass Wolves mehr Sequenzen im geordneten Aufbau hatte und den Rhythmus häufiger vorgab. Das Verhältnis der Abschlüsse unterstreicht das: 14 Schüsse für Wolverhampton gegenüber 11 für Burnley, dazu 9 Wolverhampton-Abschlüsse aus dem Strafraum gegen 6 bei Burnley.
Trotzdem erklärt sich das 2:3 nicht über mangelnde Offensivpräsenz, sondern über die Verteilung der Wirksamkeit. Wolverhampton kam auf 2,47 Expected Goals, Burnley auf 1,43, also auf deutlich weniger erwartbare Torgefahr bei gleichzeitig drei erzielten Treffern. Burnley brachte zudem sieben Schüsse aufs Tor, Wolves sechs, was zu einer Partie passt, in der Burnley seltener, aber direkter zu klaren Abschlüssen kam. Dass beide Torhüter je vier Paraden verzeichneten, betont, dass Chancen auf beiden Seiten vorhanden waren, Wolves aber mehr Anläufe benötigte, um zu Abschlüssen zu gelangen, während Burnley in seinen besten Phasen schneller in Abschlusspositionen kam.
Auf Wolverhampton-Seite war der Ausgleich vor der Pause auch personell gut nachvollziehbar. Krejčí war mit 88 Pässen der zentrale Ballverteiler und legte den Ausgleichstreffer auf, was sein Spielerrating von 7,3 als eines der höchsten im Team einordnet. Bellegarde verband mit 50 Pässen, vier erfolgreichen Dribblings aus vier Versuchen und zehn gewonnenen Duellen Ballfortschritt und Zweikampfstärke, bekam aber auch eine Gelbe Karte in der 35. Minute, was den körperlichen Zugriff in der Phase der Burnley-Führung markiert.
Entscheidung spät: Wechsel, Spielverwaltung und der Treffer in der Nachspielzeit
Nach dem 2:2 zur Pause blieb die zweite Halbzeit lange torlos, obwohl die Grundzahlen weiter auf ein aktives Spiel hindeuten. Wolverhampton hielt den Ballbesitzvorteil und suchte weiter Abschlüsse, Burnley blieb bei seiner niedrigeren Passzahl und geringeren Spielanteilen, hielt das Spiel aber offen genug, um in der Schlussphase noch einmal zuzuschlagen. Dass es bis in die Nachspielzeit keinen Treffer gab, spricht für eine Phase, in der beide Teams zwar zu Abschlüssen kamen, die Situationen aber seltener in unmittelbare Torwahrscheinlichkeit mündeten als in den Minuten vor der Pause.
Die Wechsel ab Minute 68 strukturierten die Schlussphase: Wolves brachte mit João Gomes und Hee-Chan Hwang zwei Spieler gleichzeitig, später folgten Jackson Tchatchoua sowie in der Endphase Arokodare und Møller Wolfe. Burnley reagierte mit Hunt-Laurent, dann Foster und schließlich in der Nachspielzeit mit Hannibal Mejbri. Diese Abfolge ist für das späte Tor relevant, weil Burnley den entscheidenden Moment über eine frische Kombination setzte: In der 90. Minute plus 5 traf Foster nach Vorlage von Mejbri zum 2:3. Damit entschied ein Einwechselspieler als Torschütze und ein weiterer Einwechselspieler als Assistgeber die Partie in einem einzelnen, späten Angriff.
Für Wolverhampton ist auffällig, dass der eigene Torhüter trotz drei Gegentoren mit vier Paraden und einem Spielerrating von 7,3 zu den Bestwerten gehörte. Das passt zu einem Spiel, in dem Burnley nicht viele Abschlüsse brauchte, um Wirkung zu erzielen, und in dem Wolverhampton defensiv zwar nicht dauerhaft unter Druck stand, aber in entscheidenden Momenten nicht verhindern konnte, dass Burnley aus wenigen, klaren Aktionen Tore machte. Auf Burnley-Seite blieb Flemming der zentrale Faktor, während Hartman mit zwei Assists und einem Spielerrating von 7,2 als klarer Unterstützer der frühen Führung hervortrat.
Zusammenfassung
- Burnley FC gewann bei Wolverhampton Wanderers in der Premier League 2025-2026 mit 3:2, die Entscheidung fiel in der 90. Minute plus 5.
- Burnley führte durch zwei Tore von Zian Flemming nach Vorlagen von Quilindschy Hartman in der 14. und 30. Minute mit 2:0.
- Wolves glichen noch vor der Pause durch den Elfmeter von Jørgen Strand Larsen in der 42. Minute und das Tor von Marshall Munetsi in der 45. Minute plus 4 aus.
- Wolverhampton hatte mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse sowie höhere Expected Goals, Burnley nutzte seine Chancen insgesamt effizienter.
- Flemming war mit zwei Toren und einem Spielerrating von 9,3 der klare Ausreißer; das späte Siegtor erzielte Einwechselspieler Lyle Foster nach Assist von Einwechselspieler Hannibal Mejbri.