Nottingham Forest gewann am 11. Spieltag der Premier League 2025-2026 im City Ground mit 3:1 gegen Leeds United. Nach einem frühen Rückstand durch den Treffer von Lukas Nmecha glich Forest schnell aus, bevor die Partie lange offen blieb. In der zweiten Halbzeit entschied Forest das Spiel mit einem Tor in der 68. Minute und einem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit.
Frühe Tore und eine Phase mit ausgeglichener Kontrolle
Leeds ging in der 13. Minute in Führung, als Lukas Nmecha nach Vorarbeit von Brenden Aaronson traf. Der Treffer passte zu einer Anfangsphase, in der Leeds über mehr Ballbesitz kam und insgesamt auch das höhere Passvolumen hatte, mit 54 Prozent Ballbesitz und 416 Pässen gegenüber 344 bei Forest. Forest antwortete jedoch unmittelbar: In der 15. Minute glich Ibrahim Sangaré aus und nahm dem Spiel den Charakter eines einseitigen Ballbesitzaufbaus, weil Leeds danach zwar weiter zirkulieren konnte, aber den Rhythmus weniger in Abschlüsse übersetzte.
Schon bis zur Pause wurde sichtbar, dass die Kontrolle am Ball und die Gefährlichkeit im Strafraum auseinanderliefen. Leeds hielt die passlastigere Struktur, aber Forest kam häufiger in Abschlusssituationen, vor allem im Sechzehner. Insgesamt nahm Forest 10 der 14 Schüsse aus dem Strafraum, Leeds kam dort nur auf 5 von 10. Diese Relation prägte auch den Spielverlauf nach dem schnellen Ausgleich: Leeds spielte mehr Pässe und hielt den Ball länger, Forest setzte die klareren Nadelstiche und band die gefährlicheren Aktionen an Strafraumpräsenz.
In der Zweikampf- und Foulstatistik blieb die Partie kontrolliert, aber mit typischen Unterbrechungen. Forest beging 10 Fouls, Leeds 11, dazu kamen drei Gelbe Karten insgesamt, zwei davon bei Forest vor der Pause. Sangaré sah in der 33. Minute Gelb und Murillo in der 41. Minute, was die Phase bis zur Halbzeit beeinflusste, weil Forest im Zentrum und in der Restverteidigung sauber bleiben musste, ohne dabei die eigene Direktheit zu verlieren.
Forest mit klarerem Zugang zum Strafraum und höherer Effizienz
Die entscheidende Differenz entstand über die Art der Chancen. Forest hatte nicht nur mehr Schüsse insgesamt, 14 zu 10, sondern vor allem mehr Schüsse aufs Tor, 6 zu 3. Das passte zur Expected-Goals-Verteilung von 2,47 zu 0,64, die weniger ein Volumenproblem für Leeds beschreibt als ein Qualitätsproblem ihrer Abschlüsse. Leeds nahm die Hälfte der Versuche von außerhalb des Strafraums, 5 von 10, während Forest deutlich häufiger im Zentrum zum Abschluss kam und damit regelmäßig Situationen erzeugte, die eine höhere Abschlusswahrscheinlichkeit tragen.
Auch die Defensivarbeit im letzten Drittel wirkte sich auf die Chancenqualität aus. Forest blockte 6 Schüsse, Leeds nur 2, was darauf hindeutet, dass Forest häufiger in die Schussbahn kam und Leeds öfter aus weniger optimalen, besser verteidigbaren Positionen abschließen musste. Gleichzeitig musste Forests Torhüter Matz Sels nur zu 2 Paraden greifen, während Lucas Perri bei Leeds 3 Paraden verzeichnete, bei insgesamt 6 Schüssen auf sein Tor. Das Verhältnis zeigt, dass Forest bei gleicher oder geringerer Ballkontrolle mehr Situationen erzeugte, die Leeds tatsächlich vor Torwartaktionen stellten.
In den individuellen Beiträgen spiegelte sich das in ausgewählten Ausreißern. Dan Ndoye hatte bei Forest mit einem Spielerrating von 7,9 den höchsten Wert im Team und verband dabei zwei Abschlüsse, sechs gewonnene Duelle und drei Tacklings zu einem Profil, das sowohl die Offensivpräsenz als auch die Arbeit gegen den Ball abdeckte. Auf Leeds-Seite stach Nmecha mit einem Spielerrating von 7,6 heraus, auch weil er den frühen Treffer erzielte und bei seinen wenigen Aktionen effizient blieb. Dennoch blieb Leeds nach dem 1:1 insgesamt zu selten in Zonen, in denen aus Ballbesitz direkte Torgefahr entsteht.
Wechselphase als Wendepunkt: Forest erhöht Tempo, Leeds bleibt im letzten Drittel zu harmlos
Der zentrale Moment der zweiten Halbzeit fiel in die Wechselphase um die 59. Minute. Forest tauschte dreifach und brachte Ryan Yates für den verwarnten Torschützen Sangaré, Omari Giraud-Hutchinson für Nicolás Domínguez und Taiwo Awoniyi für Igor Jesus. Diese Umstellungen änderten weniger den Ballbesitz, aber die Art der Aktionen nach Ballgewinnen und im Übergangsspiel. Giraud-Hutchinson lieferte in der 68. Minute direkt den Assist zum 2:1 durch Morgan Gibbs-White und hatte am Ende mit einem Spielerrating von 7,6 eines der höchsten im Team. Seine vier Dribblingversuche und die Fähigkeit, Duelle zu ziehen und Fouls zu provozieren, passten zu einer Phase, in der Forest häufiger mit wenigen Kontakten in den Strafraum kam.
Gibbs-White selbst war in dieser Phase der präziseste Abschlusspunkt. Er erzielte das 2:1 und brachte alle drei eigenen Schüsse aufs Tor, was die Effizienz der Forest-Offensive in den entscheidenden Momenten unterstrich. Sein Spielerrating von 7,3 ordnet sich in ein Bild ein, in dem Forest nicht konstant dominierte, aber die klarsten Abschlüsse in den richtigen Spielminuten hatte. Dass Leeds trotz 54 Prozent Ballbesitz am Ende nur drei Abschlüsse aufs Tor brachte, erklärt, warum der Ausgleich aus der Anfangsphase nicht in eine längere Druckphase mündete.
Leeds reagierte in der 74. Minute mit drei Wechseln, unter anderem mit Dominic Calvert-Lewin für den Torschützen Nmecha und Daniel James für Aaronson. Später kamen Struijk und Harrison. Die Umstellungen brachten zwar einzelne Abschlüsse, James kam noch zu zwei Versuchen, aber das Grundproblem blieb: zu wenig Strafraumaktionen mit klarer Abschlussqualität. Forest verteidigte die Führung, ohne dauerhaft tief gedrückt zu werden, und setzte in der Schlussphase den letzten Akzent durch den Elfmeter in der 90. Minute plus 1, den Elliot Anderson verwandelte. Andersons Spielerrating von 7,5 ordnet sich in seine breite Beteiligung ein, mit Tor, vier Tacklings und stabiler Passarbeit, was das kontrollierte Management der Schlussphase stützte.
Zusammenfassung
- Nottingham Forest gewinnt in der Premier League 2025-2026 gegen Leeds United mit 3:1, nach 1:1 zur Halbzeit
- Früher Leeds-Treffer durch Nmecha in Minute 13, schnelle Antwort durch Sangaré in Minute 15
- Leeds mit mehr Ballbesitz und mehr Pässen, Forest mit mehr und besseren Strafraumabschlüssen
- Forest klar vorn bei Schüssen aufs Tor und Expected Goals, passend zur höheren Chancenqualität im Sechzehner
- Wechsel von Forest in Minute 59 prägt die zweite Halbzeit, Assist von Giraud-Hutchinson zum 2:1 durch Gibbs-White
- Entscheidung durch Elfmeter von Anderson in der Nachspielzeit, Leeds trotz Umstellungen ab Minute 74 mit zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel