Der Burnley FC gewann am 26. Spieltag der Premier League 2025-2026 bei Crystal Palace im Selhurst Park mit 3:2. Crystal Palace ging durch zwei Treffer von Jørgen Strand Larsen in Führung, bevor Burnley noch vor der Pause durch zwei Tore und ein Eigentor drehte. In der zweiten Halbzeit blieb es trotz klarer Spielkontrolle der Gastgeber beim Ergebnis.
Frühe Palace-Führung und der Bruch kurz vor der Pause
Crystal Palace setzte den Ton früh über Ballzirkulation und Präsenz im letzten Drittel und ging folgerichtig in Führung. In der siebzehnten Minute brachte Jørgen Strand Larsen die Gastgeber nach Vorlage von Adam Wharton zum 1:0, und auch das 2:0 in der 33. Minute passte in dieses Muster, als Strand Larsen erneut traf, diesmal nach Assist von Jefferson Lerma. Dass Palace zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem klaren Übergewicht spielte, spiegeln die 64 Prozent Ballbesitz und am Ende 565 Pässe wider.
Der Spielverlauf kippte jedoch in einer Phase, in der Crystal Palace trotz eigener Kontrolle zwei Verwarnungen in kurzer Folge kassierte. Christopher Richards sah in der 35. Minute Gelb, Lerma in der 36. Minute, jeweils wegen Haltens. Direkt danach nutzte Burnley seine wenigen Offensivmomente maximal: Hannibal Mejbri verkürzte in der 40. Minute nach Vorarbeit von Marcus Edwards, und Jaidon Anthony stellte in der 44. Minute nach Assist von Lesley Ugochukwu auf 2:2. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann die entscheidende Szene des Spiels, als Lerma den Ball zum 2:3 ins eigene Tor lenkte. Aus Palace-Sicht war das eine extreme Umkehr der Ereignisse innerhalb weniger Minuten, denn aus einer 2:0-Führung wurde noch vor dem Pausenpfiff ein Rückstand.
Dominanz ohne Durchschlagskraft: Chancen, xG und Schussprofile
Über neunzig Minuten war Crystal Palace das aktivere Team. Das Schussverhältnis von 20:8 und die Expected Goals von 1,83 zu 0,52 zeigen, dass Palace deutlich häufiger und aus besseren Zonen zum Abschluss kam. Besonders auffällig war die Verlagerung der Abschlüsse in den Strafraum: Palace kam auf 14 Schüsse innerhalb des Sechzehners, Burnley nur auf vier. Auch bei den Ecken lag Palace mit 8:2 klar vorn, ein weiterer Hinweis darauf, dass sich das Spiel lange in Richtung Burnley-Tor verschob.
Gleichzeitig blieb die Ausbeute der Gastgeber gemessen an diesem Volumen gering, weil aus zwanzig Schüssen nur drei aufs Tor gingen. Burnley benötigte ebenfalls nur drei Schüsse aufs Tor, erzielte damit aber drei Treffer. Diese Effizienz war die zentrale statistische Differenz zwischen Spielkontrolle und Ergebnis. Zudem wurden zehn Palace-Abschlüsse geblockt, während Burnley nur einen geblockten Schuss verzeichnete. Das deutet darauf hin, dass Burnley im eigenen Strafraum häufig in die Schussbahnen kam und Palace im Abschlussmoment oft keinen freien Weg zum Tor fand.
Die Torhüterwerte unterstreichen, dass es trotz der Palace-Dominanz nicht zu einer Serie klarer Paraden kam. Beide Keeper verbuchten jeweils nur eine Parade. Bei Palace erklärt sich das durch die hohe Burnley-Trefferquote auf die wenigen präzisen Abschlüsse. Auf der anderen Seite bekam Burnleys Keeper ebenfalls nur wenig zu halten, weil Palace zwar häufig abschloss, aber selten so platzierte, dass zwingende Torhüteraktionen erforderlich wurden.
Individuelle Beiträge und Wechselwirkungen im Spielverlauf
Jørgen Strand Larsen prägte die Palace-Offensive mit zwei Toren aus zwei Schüssen aufs Tor und erhielt mit 8,7 das höchste Rating im Team. Seine Effizienz hielt Palace lange auf Kurs, auch wenn der Spielverlauf das nach der Pause nicht mehr in Zählbares ummünzen konnte. Hinter ihm fiel Daniel Muñoz als Impulsgeber auf, weil er bis zu seiner Auswechslung in der 72. Minute fünf Key-Pässe spielte und mit 8,2 ebenfalls ein herausragendes Rating hatte. Das passt dazu, dass Palace konstant zu Abschlüssen kam, aber die finale Präzision im Abschluss fehlte.
Auf Burnley-Seite stachen Hannibal Mejbri und Jaidon Anthony als direkte Torschützen hervor. Mejbri traf zum 1:2-Anschluss und brachte neben dem Tor auch auffällige Zweikampfwerte ein, er gewann zehn seiner zwölf Duelle und kam auf ein Rating von 8,3. Anthony erzielte das 2:2, war mit zwei Schüssen und zwei Key-Pässen ebenfalls wiederholt an Burnleys wenigen, aber produktiven Offensivszenen beteiligt und wurde mit 8,0 bewertet. Dass Burnley trotz 36 Prozent Ballbesitz und nur 312 Pässen drei Tore erzielte, hängt in dieser Partie unmittelbar an der hohen Wirkung einzelner Aktionen in der Phase vor der Pause.
Die Wechsel ordneten sich in den Spielstand ein. Crystal Palace reagierte direkt zur Halbzeit und nahm Lerma nach seinem Eigentor vom Platz, Chadi Riad übernahm ab der 46. Minute. Später brachte Palace mit Brennan Johnson, Yeremy Pino und Will Hughes zusätzliche Optionen, ohne dass sich das Ergebnis änderte. Johnson hatte mit 7,2 ein gutes Rating und gewann beide seiner Duelle, was seine positive Wirkung in den direkten Aktionen unterstreicht, doch die späte Feldüberlegenheit führte nicht mehr zu einem Treffer. Burnley wechselte ab der 73. Minute mit Bruun Larsen und Foster frische Kräfte ein und brachte in der Schlussphase Ward-Prowse sowie Florentino, wobei das Spiel in dieser Phase vor allem durch Palace-Ballbesitz und Burnley-Absicherung geprägt blieb.
Zusammenfassung
- Der Burnley FC drehte ein 0:2 bei Crystal Palace noch vor der Pause zum 3:2 durch zwei Tore und ein Eigentor.
- Crystal Palace kontrollierte die Partie statistisch deutlich mit 64 Prozent Ballbesitz, 20:8 Schüssen und 1,83 zu 0,52 xG.
- Die geringe Präzision im Abschluss war entscheidend, da Palace nur 3 Schüsse aufs Tor brachte und Burnley aus ebenfalls 3 Schüssen aufs Tor drei Treffer erzielte.
- Palace kam häufig in den Strafraum und zu 14 Abschlüssen dort, Burnley hatte nur vier, blieb aber in den wenigen Offensivaktionen vor der Pause maximal effektiv.
- Jørgen Strand Larsen mit zwei Toren und Rating 8,7 sowie Hannibal Mejbri mit Tor, starken Duellen und Rating 8,3 prägten die wichtigsten Spielmomente.