In der Serie A 2025-2026 gewann der Parma am 33. Spieltag im Bluenergy Stadium mit 1:0 bei dem Udinese Calcio. Zur Pause fiel noch kein Tor, bevor Parma kurz nach Wiederbeginn durch Nesta Elphege nach einer Vorlage von Gabriel Tadeu Strefezza Rebelato traf. Danach blieb Udinese zwar häufiger am Ball, kam im Ergebnis aber nicht zum Ausgleich.
Spielverlauf und Wirkung der frühen zweiten Halbzeit
Die Partie kippte in ihrer Statik unmittelbar nach der Pause: Parma wechselte zur Halbzeit Mateo Pellegrino Casalánguida aus und brachte Nesta Elphege, der in der 51. Minute das einzige Tor des Spiels erzielte. Damit wurde die zweite Halbzeit früh auf ein klares Zielbild festgelegt: Udinese musste über einen längeren Zeitraum gegen einen Gegner anlaufen, der nach dem 0:1 weniger Notwendigkeit hatte, über längere Ballbesitzphasen selbst Risiko zu nehmen.
Udinese blieb dennoch in den Grundwerten die aktivere Mannschaft am Ball. Mit 56 Prozent Ballbesitz und 423 Pässen gegenüber 44 Prozent und 335 Pässen auf Parmer Seite war Udinese häufiger in den eigenen Aufbauphasen präsent, zudem war die Passquote mit 368 erfolgreichen Pässen höher als die 279 erfolgreichen Pässe des Parma. Diese Verteilung übersetzte sich allerdings nur begrenzt in klare Abschlusssituationen: Udinese brachte bei zwölf Schüssen lediglich 2 Schüsse aufs Tor, Parma bei zehn Schüssen 1 Schuss aufs Tor. Die geringe Zahl an Schüssen aufs Tor auf beiden Seiten beschreibt ein Spiel, das über weite Strecken im letzten Drittel in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug zu Ende gespielt wurde.
Chancenqualität, Strafraumpräsenz und Effizienz
Das Schussverhältnis von 12:10 zugunsten von Udinese wirkte zunächst nach leichtem Vorteil, die Chancenqualität sprach jedoch eher für Parma. Der Expected-Goals-Wert lag bei 0.94 für Udinese und bei 1.23 für Parma, also trotz weniger Ballbesitz und weniger Abschlüssen auf Parmer Seite. Entscheidend war, dass beide Teams gleich häufig im Strafraum abschlossen: acht Schüsse innerhalb des Sechzehners auf beiden Seiten. Parma erreichte damit bei vergleichbarer Strafraumpräsenz die besseren xG und zugleich die höhere Effizienz, weil der einzige Schuss aufs Tor in der zweiten Halbzeit zum Tor führte.
Udinese streute zusätzlich vier Schüsse von außerhalb des Sechzehners ein, Parma nur zwei. Diese Verteilung passte zum Spielstand nach der 51. Minute: Udinese erhöhte den Anteil an Distanzversuchen, während Parma im Verhältnis weniger Abschlüsse aus der zweiten Reihe benötigte. Dass Udinese trotz zwölf Schüssen nur zweimal das Tor traf, spiegelte sich auch in der Torhüterstatistik wider. Parmas Torhüter Zion Suzuki musste zwei Paraden liefern und hielt damit die knappe Führung fest, während Udineses Torhüter Maduka Okoye ohne Parade blieb und das einzige Gegentor kassierte.
Auch bei abgewehrten Schüssen zeigte sich, dass Parma die Abschlussphasen von Udinese häufiger vor dem Tor blockte. Parma kam auf vier abgewehrte Schüsse, Udinese auf zwei. In Summe waren Udineses Angriffe damit öfter bis zum Abschluss geführt, wurden dann aber im letzten Moment entschärft oder endeten neben dem Kasten, wodurch aus dem leichten Plus an Spielanteilen kein zählbarer Ertrag entstand.
Rhythmus durch Standards, Wechsel und Zweikämpfe
Udinese erzeugte über Standards mehr Volumen, ohne daraus den Ausgleich zu erzwingen. Neun Eckbälle gegenüber fünf Ecken für Parma deuten auf längere Druckphasen und viele Aktionen in Tornähe hin, die in Abwehraktionen oder geklärten Situationen endeten. Gleichzeitig blieb Parma in der Disziplin sauber: keine Gelbe Karte für die Gäste, während Udinese zwei Verwarnungen sah. Nicolò Zaniolo wurde in der 71. Minute wegen Trippings verwarnt, Jesper Karlström in der 84. Minute. Zusammen mit dem Foulverhältnis von 11:7 zeigte sich, dass Udinese in den Zweikämpfen und in den Umschaltsituationen häufiger zu Unterbrechungen griff.
Die Wechsel nach dem Rückstand veränderten bei Udinese die Rollen in der Schlussphase, aber nicht die Effizienz. In der 64. Minute kamen Idrissa Gueye und Juan David Arizala Micolta, später folgten Oier Zarraga und Adam Buksa in der 73. Minute, sowie Branimir Mlačić in der 81. Minute. Gueye brachte in kurzer Zeit zwei Schüsse ein und kam dabei auf einen Schuss aufs Tor, was die erhöhte Abschlussfrequenz in der Endphase unterstrich, ohne den Ergebnisstand zu drehen. Parma reagierte seinerseits mit mehreren Wechseln zwischen der 66. und 75. Minute und stabilisierte damit die zweite Halbzeit bis zum Abpfiff, ohne die eigene Offensivbilanz ausweiten zu müssen.
In den individuellen Beiträgen stachen auf Udinese-Seite vor allem zwei Spieler heraus, die das Spiel in ihren Bereichen am Laufen hielten, ohne den entscheidenden Moment im Strafraum zu erzwingen. Oumar Solet Bomawoko hatte mit einem Rating von 7.6 das höchste Udinese-Rating, spielte 72 Pässe mit hoher Genauigkeit und steuerte zwei Key Pässe bei. Arthur Atta lag mit 7.0 ebenfalls im oberen Bereich, setzte einen Schuss aufs Tor und brachte über sechs Dribblings zusätzliche Ballgewinne im Vorwärtsgang. Bei Parma prägte Strefezza Rebelato mit dem Assist zum 0:1 und dem Team-Bestwert von 8.0 die entscheidende Szene und war zudem im Duellverhalten sehr präsent. Elphege bestätigte seinen Einfluss mit dem Tor und einem Rating von 7.5, während Lamine Mandela Keita mit 7.2 viele Zweikämpfe im Zentrum gewann und damit Phasen ohne Ball abstützte.
Zusammenfassung
- Parma gewann bei dem Udinese Calcio in der Serie A 2025-2026 mit 1:0, das Tor fiel in der 51. Minute durch Elphege nach Assist von Strefezza Rebelato.
- Udinese hatte mehr Ballbesitz und mehr Pässe, blieb mit 2 Schüssen aufs Tor bei zwölf Abschlüssen jedoch ohne Treffer.
- Beide Teams kamen auf acht Strafraumabschlüsse, Parmas höherer xG-Wert von 1.23 gegenüber 0.94 und die bessere Effizienz entschieden die Partie.
- Udinese erzeugte über neun Ecken und späte Wechsel mehr Druck, Parma blockte häufiger Abschlüsse und hielt ohne Gelbe Karte die Führung bis zum Ende.