Der FC Volendam gewann am 23. Spieltag der Eredivisie 2025-2026 im Kras Stadion mit 2:1 gegen den PSV Eindhoven. Zur Pause stand es 0:0, die drei Tore fielen nach der Pause zwischen der 67. und 87. Minute. Den Siegtreffer erzielte Aurelio Oehlers nach Vorarbeit von Dave Kwakman.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Der Spielverlauf wurde über weite Strecken von der Spielanlage des PSV geprägt: Mit 67 Prozent Ballbesitz und 588 Pässen gegenüber 33 Prozent und 282 Pässen beim FC Volendam war die Ausrichtung klar auf längere Ballzirkulation und kontinuierliches Aufrücken angelegt. Auch die Passsicherheit sprach deutlich für den Gast, der 513 Zuspiele anbrachte, während Volendam auf 213 erfolgreiche Pässe kam und damit insgesamt deutlich weniger Sequenzen in kontrolliertem Aufbau hatte.
Diese Überlegenheit im Ballbesitz übersetzte der PSV jedoch nur bedingt in klare Abschlüsse aus optimalen Zonen. Zwar kam Eindhoven insgesamt auf 19 Schüsse und damit auf ein deutliches Plus gegenüber Volendams zwölf, aber im entscheidenden Moment blieb die Verwertung hinter der Spielkontrolle zurück. Das zeigte sich auch daran, dass Volendam trotz geringerem Ballbesitz auf vier Schüsse aufs Tor kam und damit nur einen weniger als der PSV mit fünf. In einem Spiel, in dem der PSV mehr Ballaktionen im letzten Drittel erwarten ließ, blieb der Abstand bei den wirklich prüfenden Abschlüssen damit klein.
Volendam hatte erkennbar längere Phasen ohne eigenen Ballbesitz, blieb aber über einzelne, zielgerichtete Aktionen im Spiel. Die Torhüterstatistik unterstrich das Kräfteverhältnis in Ansätzen: Kayne van Oevelen musste vier Paraden liefern, Niek Schiks auf der Gegenseite nur zwei. Gleichzeitig war das Verhältnis nicht so extrem, dass es auf eine dauerhafte Abwehrschlacht hinauslief, sondern eher auf ein Spiel, in dem Eindhoven mehr initiierte, Volendam aber seine Momente bekam und diese später konsequenter nutzte.
Chancenprofil und Effizienz
Beim Chancenprofil hatte der PSV den größeren Umfang und auch die tendenziell gefährlicheren Abschlüsse. Dreizehn Schüsse innerhalb des Sechzehners gegenüber sieben bei Volendam zeigen, dass Eindhoven häufiger in den Strafraum kam und dort zum Abschluss ansetzte. Dazu passte der höhere Expected-Goals-Wert von 1.73 gegenüber 1.19, der den Spielanteil des PSV in guten Abschlusspositionen widerspiegelt.
Entscheidend war jedoch die Effizienz in der Schlussphase. Volendam erzielte zwei Tore aus insgesamt vier Schüssen aufs Tor, während der PSV bei fünf Schüssen aufs Tor nur einmal traf. Das 1:0 in der 67. Minute fiel durch den zur Pause eingewechselten Spieler mit der ID 11755047, was die Wirkung der frühen Anpassung nach dem Seitenwechsel direkt im Ergebnis sichtbar machte. Eindhoven reagierte später über den ebenfalls eingewechselten Dennis Man, der in der 82. Minute zum 1:1 traf und damit eine Druckphase in den letzten Minuten mit einem konkreten Ertrag verknüpfte.
Dass das Spiel trotzdem zu Volendams Gunsten kippte, lag an einem weiteren klaren Moment: In der 87. Minute traf Aurelio Oehlers nach Assist von Dave Kwakman zum 2:1. In Zahlen übersetzt war es weniger ein Spiel, in dem Volendam den PSV über neunzig Minuten im Chancenaufkommen übertraf, sondern eines, in dem die Heimelf ihre wenigen klaren Situationen im richtigen Timing nutzte. Die acht Ecken des PSV gegenüber vier von Volendam und die insgesamt höhere Schusszahl stützten den Eindruck einer andauernden PSV-Offensive, ohne dass daraus eine entscheidende Torserie entstand.
Schlüsselphasen und personelle Eingriffe
Der Null-zu-Null-Halbzeitstand passte zu einem Spiel, das zwar über Ballbesitz und Abschlüsse bereits Richtung PSV tendierte, aber zunächst ohne Durchbruch blieb. Volendam änderte direkt zur Pause personell etwas und brachte den späteren Torschützen mit der ID 11755047 für Juninho Bacuna. Der Effekt zeigte sich nicht nur im Tor in der 67. Minute, sondern auch darin, dass Volendam nach dem Seitenwechsel schneller zu einem Ergebnis aus seinen begrenzten Offensivphasen kam.
Auf PSV-Seite folgte in der 64. Minute ein dreifacher Wechsel: Dennis Man für Esmir Bajraktarević, Couhaib Driouech für Ivan Perišić und Myron Boadu für Jerdy Schouten. Drei Minuten später geriet Eindhoven dennoch in Rückstand. Der Ausgleich durch Man in der 82. Minute bestätigte dann den unmittelbaren Einfluss des Wechsels, weil ein eingewechselter Spieler den Spielstand wieder öffnete und die Schlussphase neu strukturierte.
Die letzten Minuten gehörten jedoch erneut Volendam. Mit der Einwechslung von Aurelio Oehlers in der 64. Minute wurde ein zweiter späterer Matchwinner eingewechselt, der seine einzige Chance aufs Tor nutzte und mit einem Spielerrating von 7.6 zu den auffälligsten Akteuren der Heimelf zählte. Auf der Vorlagen-Seite stach Dave Kwakman heraus: Ein Assist, zwei Key-Pässe, insgesamt 29 Pässe bei 26 erfolgreichen sowie ein Rating von 7.3 bildeten eine Datenbasis dafür, dass Volendam in den entscheidenden Angriffen präzise blieb. Beim PSV gehörten Joey Veerman und ebenfalls Dennis Man mit jeweils 7.3 zu den bestbewerteten Spielern, Veerman mit vier Key-Pässen als wichtiger Lieferant im letzten Drittel, Man als Vollstrecker der Aufholaktion, die am Ende jedoch nicht zum Punktgewinn reichte.
Zusammenfassung
- Der FC Volendam gewann in der Eredivisie 2025-2026 gegen den PSV Eindhoven mit 2:1, nachdem es zur Halbzeit 0:0 stand.
- Der PSV hatte klare Vorteile in Ballbesitz und Passvolumen, blieb beim Abstand der Schüsse aufs Tor jedoch nur knapp vor Volendam.
- Eindhoven erspielte mehr Abschlüsse und mehr Strafraumschüsse sowie den höheren xG-Wert, Volendam verwertete seine wenigen klaren Momente effizienter.
- Die Tore fielen in einer späten Spielphase, in der Einwechslungen prägten: Volendams Wechsel zur Pause brachte das 1:0, der PSV-Ausgleich fiel durch den eingewechselten Dennis Man, der Siegtreffer durch den eingewechselten Aurelio Oehlers nach Assist von Dave Kwakman.