Am 25. Spieltag der Scottish Premiership 2025-2026 gewann Celtic im Pittodrie Stadium mit 2:1 beim Aberdeen FC. Celtic ging früh in Führung, Aberdeen glich per Elfmeter noch in der ersten Halbzeit aus. In der zweiten Hälfte entschied Celtic die Partie mit einem Treffer nach Einwechslungen.
Frühe Führung, schneller Ausgleich
Celtic setzte den ersten Akzent im Spielverlauf direkt mit dem Tor zum 1:0 in der fünften Minute. Kieran Tierney traf nach Vorarbeit von Liam Scales, und die frühe Führung passte zu einem Spiel, in dem Celtic über weite Strecken mehr Ballkontrolle hatte. Das spiegelte sich über die gesamte Partie im Ballbesitz von 62 Prozent sowie in der klar höheren Passzahl wider, mit 632 Pässen gegenüber 369 beim Aberdeen FC.
Aberdeen kam dennoch zeitnah zurück, weil das 1:1 in der neunzehnten Minute durch einen Elfmeter fiel, verwandelt von Kevin Nisbet. Dieser Ausgleich veränderte nicht die grundsätzliche Spielrichtung, aber er hielt das Ergebnis offen, obwohl Celtic bis zur Pause mehr Aktionen im letzten Drittel hatte. Beide Teams gingen mit jeweils zwei Gelben Karten in die Kabine, Aberdeen sammelte seine Verwarnungen bis zur einundvierzigsten Minute, was die Intensität in den direkten Duellen und Zweikämpfen unterstrich, ohne dass daraus ein Platzverweis entstand.
Chancenverteilung und Strafraumpräsenz
Der Spielverlauf wurde vor allem durch die Verteilung der Abschlüsse geprägt. Celtic kam auf 19 Schüsse, Aberdeen nur auf sieben. Auch bei den Schüssen aufs Tor zeigte sich der Unterschied, mit 4:2 zugunsten von Celtic. Auffällig war dabei, dass Aberdeen seine Abschlüsse komplett innerhalb des Sechzehners hatte, sieben von sieben, während Celtic mit 13 Strafraumabschlüssen und sechs Versuchen von außerhalb variabler war.
Trotz des klaren Schussverhältnisses blieb der Abstand in den Expected Goals moderater: 1.83 für Celtic, 1.39 für Aberdeen. Das passte dazu, dass Aberdeen zwar deutlich seltener abschloss, seine wenigen Chancen aber aus nahen Zonen suchte. Celtic erspielte sich mehr Situationen, musste jedoch auch damit umgehen, dass zehn eigene Schüsse geblockt wurden, ein Hinweis darauf, dass Aberdeen häufig in Abschlussbahnen kam, statt Schüsse aufs Tor zuzulassen. Umgekehrt blockte Celtic nur drei Abschlüsse, was sich mit der geringeren Anzahl an Aberdeen-Schüssen deckte.
Auch bei den Standards blieb es eng: Celtic hatte sechs Ecken, Aberdeen fünf. In Kombination mit dem Ballbesitz und der Passverteilung bedeutete das, dass Celtic häufiger in längeren Angriffen in Tornähe auftauchte, während Aberdeen eher in kürzeren Sequenzen und punktuell gefährlich wurde. Die Torhüterwerte fügten sich ein: Dimitar Mitov kam auf zwei Paraden bei zwei Gegentoren, Viljami Sinisalo hielt einmal und kassierte einmal, weil Aberdeen nur zwei Schüsse aufs Tor anbrachte.
Entscheidung nach Wechselphase
Der entscheidende Moment fiel in eine Phase, in der Celtic personell nachlegte und unmittelbar Wirkung erzielte. In der einundsechzigsten Minute kamen Erik Nygren und Daizen Maeda, kurz darauf folgten James Forrest und Marcelo Saracchi. Nur zwei Minuten nach Forrests Einwechslung bereitete er das 2:1 durch Nygren in der siebenundsechzigsten Minute vor. Die zeitliche Nähe zwischen Wechseln und Tor war der klarste Wendepunkt der zweiten Halbzeit, weil Celtic damit seine höhere Spielkontrolle erstmals wieder in eine Führung übersetzte.
Die individuellen Daten stützen diese Entscheidung: Nygren benötigte nach seiner Einwechslung nur einen Abschluss, der zugleich als Schuss aufs Tor zum Treffer wurde, und kam auf ein Spielerrating von 7.2. Forrest lieferte mit seinem Assist einen unmittelbaren Beitrag, sein Rating von 6.9 blieb trotz Gelber Karte in der sechsundsiebzigsten Minute stabil im positiven Bereich der Celtic-Werte. Auf der anderen Seite konnte Aberdeen zwar personell reagieren, unter anderem mit Bilalovic und Morrison ab der zweiundsechzigsten Minute und später mit Shinnie, Lobban und Keskinen, doch die Statistiken zeigen keine Verschiebung der Chancenlast: Celtic blieb bei der höheren Abschlusszahl und hielt den Vorsprung bis zum Ende.
Bei Celtic fiel zudem Benjamin Arthur als konstanter Faktor in Ballzirkulation und Zweikampfführung auf, mit achtzig Pässen bei hoher Genauigkeit und dem teamhöchsten Rating von 7.7. Tierney setzte in seiner Spielzeit den frühen Akzent mit Tor, zwei Schüssen aufs Tor aus zwei Versuchen und einem Rating von 7.6, bevor er in der fünfundsechzigsten Minute ausgewechselt wurde. Bei Aberdeen stach Lyall Cameron mit 7.2 als auffälligster Wert heraus, was zu seinem vergleichsweise aktiven Beitrag mit neun Duellen und mehreren erfolgreichen Dribblings passte, ohne dass daraus ein zweites Tor entstand.
Zusammenfassung
- Celtic gewann in der Scottish Premiership beim Aberdeen FC mit 2:1 nach früher Führung und später Entscheidung in Halbzeit zwei.
- Die Ballkontrolle lag deutlich bei Celtic, erkennbar an 62 Prozent Ballbesitz sowie 632:369 Pässen.
- Das Chancenbild sprach klar für Celtic mit 19:7 Schüssen und 4:2 Schüssen aufs Tor, während Aberdeen über den Elfmeter zum Ausgleich im Spiel blieb.
- Das 2:1 fiel kurz nach der Celtic-Wechselphase, als Forrest den eingewechselten Nygren zum Siegtreffer bediente.
- Die Expected Goals lagen mit 1.83 zu 1.39 näher beieinander als das Schussverhältnis, weil Aberdeen seine wenigen Abschlüsse ausschließlich aus dem Strafraum nahm.