Der Cagliari Calcio gewann am 34. Spieltag der Serie A 2025-2026 in der Unipol Domus mit 3:2 gegen Atalanta Bergamo. Cagliari ging durch zwei frühe Treffer von P. Mendy in Führung, Atalanta glich noch vor der Pause durch einen Doppelpack von Gianluca Scamacca aus. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielte der eingewechselte Gennaro Borrelli das entscheidende Tor.
Frühe Effizienz gegen dominanten Ballbesitz
Die Grundkonstellation des Spiels war klar erkennbar: Atalanta kontrollierte über weite Strecken den Ball mit 73 Prozent Ballbesitz und einer extremen Passmenge von 735 Pässen, während Cagliari bei 27 Prozent Ballbesitz und 265 Pässen blieb. Aus dieser Asymmetrie entstand jedoch kein entsprechender Vorteil auf der Anzeigetafel, weil Cagliari seine wenigen Ballbesitzphasen sehr direkt in Abschlüsse und Tore übersetzte.
Das zeigte sich bereits in den ersten Minuten. Cagliari ging in der ersten Minute durch P. Mendy in Führung, vorbereitet von Michel Ndary Adopo, und legte in der achten Minute durch Mendy nach. In dieser Phase stand die frühe Torquote im Kontrast zur späteren Spielstatistik: Insgesamt war das Schussverhältnis ausgeglichen bei 9:9, und auch im Strafraum lagen die Werte eng beieinander mit 7:8 Schüssen innerhalb des Sechzehners. Der Unterschied lag weniger in der Menge als in der zeitlichen Bündelung der Wirkung: Cagliari nutzte zwei der ersten zwei Schüsse aufs Tor, während Atalanta trotz Spielkontrolle zunächst ohne Treffer blieb.
Auch die Expected Goals rahmen dieses Bild ein: Cagliari kam auf 1,51 xG, Atalanta auf 1,16 xG. Bei vergleichbarer Abschlussanzahl bedeutet das, dass Cagliari in seinen Aktionen häufiger zu Abschlüssen in Situationen kam, die statistisch etwas wahrscheinlicher zu Toren führen. P. Mendy prägte diesen Teil des Spiels am deutlichsten: zwei Tore bei zwei Schüssen, beide aufs Tor, dazu das beste Cagliari-Rating mit 8,3.
Atalantas Ausgleich durch Strafraumpräsenz und Abschlussqualität
Nach dem 0:2 blieb Atalanta im Spiel, weil die Ballzirkulation konstant blieb und Cagliari das Geschehen ohne eigenen längeren Ballbesitz vor allem in Tornähe verteidigen musste. Das schlug sich in den Torhüteraktionen nieder: Elia Caprile kam auf vier Paraden, Atalantas Torhüter Marco Carnesecchi nur auf eine. Atalanta brachte zudem fünf Schüsse aufs Tor, Cagliari vier, was bei gleicher Gesamtzahl an Abschlüssen für eine leichte Verschiebung in der Präzision spricht.
Der Anschluss fiel in der vierzigsten Minute durch Gianluca Scamacca, der kurz vor der Pause mit dem 2:2 nachlegte. Das zweite Tor wurde von Giorgio Scalvini vorbereitet, der damit eine der wenigen direkt belegten Vorlagen der Partie setzte. Scamacca war mit vier Schüssen und drei Schüssen aufs Tor der auffälligste Abschlussspieler, und sein Rating von 8,5 sticht als Topwert in Atalantas Team heraus. Die Daten beschreiben dabei weniger ein dauerhaftes Überrennen, sondern eine zunehmende Häufung von Strafraumszenen in Richtung Cagliari-Tor: Atalanta hatte acht Abschlüsse im Sechzehner, also fast alle Versuche aus dem nahen Bereich.
Dass es zur Pause 2:2 stand, passte zu dieser Phase des Spiels, in der Atalantas Ballbesitz in konkrete Aktionen am und im Strafraum übersetzt wurde. Gleichzeitig blieb Cagliari über einzelne Vorstöße und über Standardsituationen im Rahmen, ohne dabei viele Eckbälle zu generieren. Bei den Ecken lag Atalanta nur knapp vorn mit 5:4, was das Bild einer dominanten, aber nicht erdrückenden Feldkontrolle ergänzt.
Wechselwirkung nach der Pause und die unmittelbare Entscheidung
Die zweite Halbzeit kippte direkt nach dem Seitenwechsel durch eine Sequenz, die durch die Wechsel ausgelöst wurde. Cagliari brachte zur Pause Gennaro Borrelli für P. Mendy, und Borrelli traf in der 47. Minute zum 3:2. Der Treffer entschied die Partie, weil er den Spielstand in eine Lage brachte, in der Atalanta trotz weiterem Ballbesitz erneut einem Rückstand hinterherlaufen musste.
Bemerkenswert war, dass Cagliari den Übergang nach der Pause nicht über längere Kontrolle suchte, sondern die erste Phase unmittelbar für einen Torabschluss nutzte. Borrelli hatte insgesamt zwei Schüsse, davon einen aufs Tor, und blieb trotz nur drei Pässen in seiner Einsatzzeit ein klarer Wirkungsspieler. Sein Rating von 7,3 lag auf Teamniveau ganz vorn und ordnete sich direkt hinter Mendy ein, was seine kurze, aber entscheidende Präsenz abbildet.
Atalanta reagierte ab der 56. Minute mit zwei Wechseln, später folgten weitere Umstellungen. Dennoch veränderte sich das Schussbild nicht in Richtung klarer Dominanz: Am Ende blieb es bei neun Abschlüssen insgesamt. Das deutet darauf hin, dass Atalanta zwar weiterhin viel am Ball war, aber nach dem 2:3 weniger häufig zu neuen Abschlusssituationen kam, die die Statistik sichtbar verschoben hätten. Cagliari konnte den knappen Vorsprung dabei auch über Spielphasen ohne Karten verteidigen, was die Partie insgesamt als relativ kontrolliert in den Zweikämpfen ausweist. Die Foulzahlen lagen bei 8:11, ohne dass daraus Verwarnungen entstanden.
Im Cagliari-Mittelfeld fiel vor allem Gianluca Gaetano auf, der mit einem Rating von 7,3 und vier Tackles plus zwei Interceptions die aktivste defensive Arbeit in zentralen Duellen abbildete und zugleich mit 37 Pässen zu den häufigsten Anspielstationen gehörte. Michel Ndary Adopo ergänzte das mit der Vorlage zum 1:0, zwei Key-Pässen und einem Rating von 7,2. Diese Kombination erklärt, warum Cagliari trotz geringer Passzahl einzelne Phasen so nutzen konnte, dass sie unmittelbar zu Abschlüssen führten.
Zusammenfassung
- Cagliari gewann in der Serie A 2025-2026 gegen Atalanta Bergamo mit 3:2, nachdem es zur Pause 2:2 stand.
- Atalanta dominierte den Ballbesitz deutlich mit 73 Prozent und 735 Pässen, das Schussverhältnis blieb jedoch bei 9:9 ausgeglichen.
- Cagliari setzte frühe Aktionen sofort in zwei Tore durch P. Mendy um und blieb bei 1,51 xG leicht über Atalantas 1,16 xG.
- Atalanta glich durch zwei Treffer von Gianluca Scamacca in der vierzigsten und 45. Minute aus und kam auf fünf Schüsse aufs Tor.
- Direkt nach der Pause entschied der eingewechselte Gennaro Borrelli mit dem 3:2, danach stieg Atalantas Abschlusszahl nicht mehr über das Ausgangsniveau.