Der Celta Vigo gewann das Hinspiel in den Finalspielen der UEFA Europa League 2025-2026 gegen den PAOK mit 1:0. Zur Pause stand es 0:0, bevor Williot Swedberg in der 63. Minute nach Vorlage von Iago Aspas traf. Über weite Strecken bestimmte der Celta Vigo den Spielrhythmus, während der PAOK insgesamt nur wenige Abschlüsse setzte.
Ballbesitz und Passspiel
Der Celta Vigo legte die Partie über längere Phasen auf Kontrolle an und kam mit 55 Prozent Ballbesitz auf einen leichten, aber stetigen Vorteil. Das zeigte sich vor allem in der Passmenge und in der Passsicherheit: 563 gespielte Pässe bei 515 erfolgreichen Zuspielen standen 467 Pässen und 392 erfolgreichen beim PAOK gegenüber. Die Folge war eine klare Verschiebung des Spiels in Richtung der Hälfte des PAOK, ohne dass daraus sofort eine hohe Schlagzahl an Schüssen aufs Tor entstand.
Im Aufbau war das Spiel des Celta Vigo stark über saubere Anschlussaktionen angelegt. Carl Starfelt stach dabei mit 105 Pässen bei 103 angekommenen Zuspielen heraus und prägte damit die ballbesitzorientierten Sequenzen aus der letzten Linie. Auch Marcos Alonso war mit 97 Pässen bei 88 erfolgreichen Pässen ein relevanter Taktgeber im Ballvortrag. Dass der Celta Vigo trotz der klaren Passwerte am Ende nur drei Schüsse aufs Tor verzeichnete, passt zu einem Spiel, in dem viel Ballzirkulation zu sehen war, die letzte Aktion aber häufig vor dem finalen Abschluss endete.
Der PAOK blieb im Passspiel vergleichsweise kompakter und zielte eher auf Phasen, in denen der Ballbesitz schnell wieder abgegeben wurde. Einzelne Spieler hielten die Passzahlen zwar solide, etwa Tomasz Kędziora mit 56 Pässen und 51 erfolgreichen Zuspielen, insgesamt fehlte jedoch die Dauerpräsenz im letzten Drittel, um den Ballbesitz auch in Abschlussphasen zu übersetzen.
Chancenprofil und Effizienz
Das Chancenbild war deutlich zugunsten des Celta Vigo verschoben. Mit 14:4 im Schussverhältnis entstand über die gesamte Partie eine klare Differenz in der Anzahl der Abschlüsse. Entscheidend war dabei weniger die Fernschusslastigkeit, sondern die höhere Aktivität in zentralen Zonen: Der Celta Vigo kam auf zehn Schüsse innerhalb des Sechzehners, der PAOK auf drei. Auch die Eckballverteilung von 6:2 unterstrich, dass der Celta Vigo häufiger im und um den Strafraum des Gegners spielte.
Trotz dieses Druckbildes blieb das Ergebnis knapp, was sich auch in den Expected Goals widerspiegelt. Der Celta Vigo kam auf 0,84 xG, der PAOK auf 0,35 xG. Die Werte deuten auf eine Partie hin, in der der Celta Vigo zwar häufiger und meist aus besseren Räumen abschloss, der ganz große Chancenstapel jedoch ausblieb. Auf der Gegenseite hielt sich der PAOK im letzten Drittel so selten auf, dass schon die geringe Schusszahl die niedrige xG-Bilanz plausibel erklärt.
Das Tor in der 63. Minute war der zentrale Ausschlag: Williot Swedberg verwertete nach Assist von Iago Aspas seinen einzigen Torschuss und spiegelte damit die Effizienz in der entscheidenden Szene. Swedberg hatte in seinen 77 Minuten nur zwölf Pässe, setzte seine Aktionen jedoch punktuell in Abschlussnähe, und sein Spielerrating von 7,9 war der auffälligste Wert beim Celta Vigo. Für den PAOK blieb der Torhüter Antonis Tsiftsis mit zwei Paraden beschäftigt, ohne dass die Anzahl an Schüssen aufs Tor ein dauerhaftes Überrennen nahelegt.
Zweikämpfe, Unterbrechungen und Wechselwirkung auf den Spielverlauf
Die Partie war in den Zweikampf- und Foulwerten ausgeglichen. Beide Teams kamen auf jeweils neun Fouls, der Celta Vigo sah zudem eine Gelbe Karte durch Moriba in der 40. Minute wegen Zeitspiels. Diese Daten beschreiben kein Spiel, das von langen, harten Unterbrechungsphasen dominiert wurde, sondern eher eine kontrollierte Begegnung, in der einzelne Stoppsituationen vorkamen, ohne den Grundfluss vollständig zu kippen.
Auffällig war, dass der Celta Vigo die defensiven Duelle in wichtigen Momenten stabil hielt und nur vier gegnerische Schüsse zuließ. Javier Rodríguez hatte mit sieben Duellen und sechs gewonnenen Zweikämpfen eine hohe Erfolgsquote und ergänzte das mit vier Tackles, was zur geringen gegnerischen Abschlusszahl passt. Auch Sergio Carreira war mit zwölf Duellen und sieben gewonnenen Duellen präsent und zog zudem vier Fouls, was in Phasen mit Ballbesitz den Rhythmus zugunsten des Celta Vigo stützte.
Die Wechsel folgten dem Spielverlauf. Direkt zur Pause ersetzte der Celta Vigo den verwarnten Moriba durch Miguel Román, ohne dass sich die grundsätzliche Statik änderte. Nach dem 1:0 reagierte der PAOK mit dem Wechsel Camara für Bianco, später folgten Taylor für Chatsidis und Jeremejeff für Giakoumakis, was auf den Versuch hinweist, neue Impulse zu setzen. In den Daten schlug sich das jedoch nicht in einer erhöhten Abschlussfrequenz nieder, da der PAOK insgesamt bei vier Schüssen blieb. Beim Celta Vigo deuteten die Wechsel von Aspas, Iglesias und Swedberg auf eine Absicherung des knappen Vorsprungs bei zugleich fortgesetzter Präsenz in Ballbesitz hin, ohne dass daraus ein zweites Tor entstand.
Zusammenfassung
- Der Celta Vigo gewann das Hinspiel der Finalspiele der UEFA Europa League 2025-2026 gegen den PAOK mit 1:0.
- Der Spielverlauf blieb bis zur Pause torlos, das einzige Tor erzielte Swedberg in der 63. Minute nach Assist von Aspas.
- Der Celta Vigo hatte mehr Ballbesitz und deutlich höhere Passzahlen, was das Spiel über längere Strecken in die Hälfte des PAOK verlagerte.
- Das Chancenprofil war klar zugunsten des Celta Vigo mit 14:4 Schüssen und 10:3 Abschlüssen im Strafraum, bei moderaten xG-Werten von 0,84 zu 0,35.
- Der PAOK fand trotz mehrerer Wechsel nach dem Rückstand kaum in eine höhere Abschlussfrequenz, sodass der knappe Spielstand bis zum Ende Bestand hatte.