Crystal Palace gewann in der UEFA Conference League 2025-2026 gegen die AC Fiorentina mit 3:0 und führte bereits zur Pause mit 2:0. Das Spiel kippte in der ersten Halbzeit durch einen verwandelten Elfmeter und ein weiteres Tor kurz danach klar zugunsten von Crystal Palace. In der Schlussphase erhöhte Crystal Palace mit einem Treffer in der neunzigsten Minute.
Frühe Führung und klare Trennung der Strafraumszenen
Die entscheidende Dynamik entstand in der Anfangsphase: Nach der Gelben Karte gegen Domilson Cordeiro dos Santos in der einundzwanzigsten Minute folgte drei Minuten später das 1:0 für Crystal Palace per Elfmeter durch Jean-Philippe Mateta. Dieses Tor hatte unmittelbare Wirkung auf die Spielrichtung, weil Crystal Palace in der Folge häufiger in Abschlusspositionen kam und die Aktionen stärker in Richtung Fiorentina-Strafraum verlagert wurden.
Das 2:0 in der einunddreißigsten Minute durch Tyrick Kwon Mitchell verstärkte diese Trennung der Spielanteile. Der Unterschied zeigte sich vor allem darin, wo die Abschlüsse stattfanden: Crystal Palace kam auf 17 Schüsse, davon 14 innerhalb des Sechzehners, während die AC Fiorentina nur acht Schüsse hatte und lediglich sechs davon aus dem Strafraum. Mit 6:2 Schüssen aufs Tor und einem Expected-Goals-Verhältnis von 2.88 zu 0.45 war das Chancenbild schon vor dem Seitenwechsel deutlich zugunsten von Crystal Palace verschoben.
Mateta war dabei zentral im unmittelbaren Output: vier Schüsse, davon zwei aufs Tor, und das Tor zum 1:0, bewertet mit einem Spielerrating von 7.7. Dass Crystal Palace trotz nur 52 Prozent Ballbesitz so klar über die Qualität der Abschlüsse kam, passte zu einem Spiel, in dem nicht Ballzirkulation, sondern die Häufigkeit der Szenen im Strafraum den Unterschied machte.
Ballbesitz nahe am Gleichgewicht, aber unterschiedliche Nutzung im letzten Drittel
Die reinen Ballbesitzwerte blieben eng, Crystal Palace mit 52 Prozent, die AC Fiorentina mit 48 Prozent. Auch das Passvolumen lag nah beieinander: 439 Pässe bei Crystal Palace gegenüber 415 bei der AC Fiorentina, bei ähnlicher Passgenauigkeit mit 380 erfolgreichen Pässen zu 344. Diese Nähe im Aufbauspiel übersetzte sich jedoch nicht in eine ähnliche Chanceproduktion, weil Crystal Palace aus vergleichbaren Ballphasen häufiger in unmittelbare Abschlüsse kam.
Das lässt sich über mehrere Indikatoren fassen. Crystal Palace brachte es auf ein deutlich besseres Schussverhältnis von 17:8 und zog auch häufiger innerhalb des Strafraums ab, was im Expected-Goals-Wert sichtbar wurde. Zudem hatte Crystal Palace die stärkeren Zubringerwerte aus aktiven Rollen heraus: Daichi Kamada steuerte vier Key Passes und die Vorlage zum 3:0 bei und lag mit einem Rating von 7.3 im oberen Bereich seines Teams. Daniel Muñoz lieferte ebenfalls vier Key Passes bei fünfzig Pässen und war damit ein weiterer Treiber für Ballgewinne und Weiterleitung in die gefährlichen Zonen.
Auf der Gegenseite blieb vieles in ordentlichem Passspiel ohne passenden Abschlussdruck. Nicolò Fagioli mit 55 Pässen und Domilson Cordeiro dos Santos mit 53 Pässen kamen zwar auf relevante Ballkontakte, doch die AC Fiorentina brachte insgesamt nur zwei Schüsse aufs Tor zustande. Der geringe Ertrag aus Ballbesitzphasen zeigte sich auch in der Eckballzahl, die bei 1:3 aus Fiorentina-Sicht blieb und damit kaum zusätzlichen Druck über Standardsituationen erzeugte.
Defensive Arbeit, Disziplin und das späte 3:0 als Schlussstrich
Defensiv ließ Crystal Palace wenig zu, ohne dass dafür außergewöhnliche Torhüterarbeit nötig war. Dean Henderson kam auf zwei Paraden, was zum geringen Fiorentina-Ertrag von nur zwei Schüssen aufs Tor passt. Gleichzeitig war Crystal Palace in den direkten Duellen präsent, wobei die Partie insgesamt über viele Zweikämpfe und Fouls lief: Crystal Palace beging sechzehn Fouls, die AC Fiorentina elf. Die Verwarnungen blieben trotzdem überschaubar, mit einer Gelben Karte für Crystal Palace und zwei für die AC Fiorentina, darunter die Gelbe Karte für Roberto Piccoli wegen Ellenbogeneinsatzes in der neunundsechzigsten Minute.
Die Wechselphase ab der sechsundsechzigsten Minute änderte am Kräfteverhältnis wenig. Crystal Palace brachte Yeremy Pino für Evann Guessand, und Pino setzte in seinen Minuten ein klares Leistungszeichen: ein Schuss aufs Tor bei einem Abschluss, sechzehn von sechzehn angekommene Pässe sowie ein Rating von 7.7. Auf Fiorentina-Seite kamen Jacopo Fazzini und L. Balbo in der achtundsiebzigsten Minute sowie Pietro Comuzzo in der zweiundachtzigsten Minute, später noch G. Puzzoli und Rolando Mandragora in der Nachspielzeit, doch die Zahl der klaren Abschlussszenen blieb niedrig.
Der Schlusspunkt fiel in der neunzigsten Minute, als Ismaïla Sarr nach Vorlage von Kamada das 3:0 erzielte. Sarr war ohnehin einer der auffälligsten Akteure im Heimteam, erzielte ein Tor, gab drei Schüsse ab und hatte mit 7.9 das höchste Rating bei Crystal Palace. Das dritte Tor passte zum Gesamtbild, weil Crystal Palace über die gesamte Spielzeit die bessere Abschlussfrequenz und die klarere Strafraumpräsenz hielt, während die AC Fiorentina trotz ähnlicher Ballanteile kaum zu Schüssen aufs Tor kam.
Zusammenfassung
- Crystal Palace setzte sich in der UEFA Conference League 2025-2026 mit 3:0 gegen die AC Fiorentina durch und führte zur Pause 2:0.
- Die frühe Phase mit Elfmeter zum 1:0 und dem 2:0 kurz danach trennte die Strafraumaktionen deutlich zugunsten von Crystal Palace.
- Trotz ähnlichem Ballbesitz und ähnlichem Passvolumen kippte das Chancenbild klar über 17:8 Schüsse, 6:2 Schüsse aufs Tor und 2.88:0.45 Expected Goals.
- Die AC Fiorentina blieb bei wenigen Torabschlüssen und erzeugte kaum zusätzliche Gefahr über Standards, während Crystal Palace das Spiel mit dem 3:0 in der neunzigsten Minute abschloss.