In der Eredivisie 2025-2026 drehte der AZ Alkmaar am dreiundzwanzigsten Spieltag das Auswärtsspiel bei dem Excelsior Rotterdam und gewann 2:1. Excelsior ging kurz vor der Pause in Führung, AZ glich in der Nachspielzeit aus und erzielte wenig später den Siegtreffer. Der Spielverlauf kippte nach der Halbzeit zunehmend zugunsten der Gäste, bis die späten Tore fielen.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Der AZ Alkmaar legte die Partie über längere Phasen in Richtung Excelsior-Hälfte, was sich sowohl in den Ballbesitzwerten als auch im Passvolumen zeigte. Mit 55 Prozent Ballbesitz und 559 Pässen gegenüber 45 Prozent und 450 Pässen bei Excelsior hatte AZ häufiger längere Ballzirkulationen, während der Gastgeber insgesamt kürzere und direktere Sequenzen spielte. Auch bei der Passausbeute lag AZ vorne, 471 erfolgreiche Pässe standen 371 von Excelsior gegenüber, was über die Spielzeit hinweg für mehr wiederholte Ballkontakte im gegnerischen Drittel sprach.
Gleichzeitig blieb Excelsior im eigenen Ballbesitz nicht komplett passiv. Mehrere Spieler brachten den Ball sauber in Zwischenräume, ohne dass daraus dauerhaft viele Abschlüsse aus zentralen Zonen entstanden. Derensili Sanches Fernandes verzeichnete in seinen neunundsiebzig Minuten eine ungewöhnlich hohe Dribbelaktivität mit elf Versuchen und neun erfolgreichen Dribblings, was einzelne Ballgewinne und Vorstöße über seine Seite absicherte. Im Zentrum verband Irakli Yegoian das Spiel mit fünf von fünf erfolgreichen Dribblings und vier Interceptions, wodurch Excelsior Ballbesitzphasen zumindest wiederholen konnte, auch wenn AZ insgesamt mehr Sequenzen im Aufbau und mehr Aktionen in der gegnerischen Hälfte hatte.
Chancenprofil und Effizienz
Die Chancenverteilung sprach klar für den AZ Alkmaar. Das Schussverhältnis lag bei 16:11, noch deutlicher wurde es bei den Schüssen aufs Tor mit 7:2 und bei den Abschlüssen innerhalb des Sechzehners mit 9:4. Excelsior kam dagegen häufiger aus der Distanz, sieben Schüsse außerhalb des Strafraums standen nur vier Abschlüssen aus dem Sechzehner gegenüber. Dieses Profil spiegelte sich auch in den Expected Goals wider, AZ sammelte 1,71 xG, Excelsior 0,75 xG, was über die gesamte Spielzeit auf mehr und näher am Tor entstandene Abschlüsse der Gäste hinwies.
Dass Excelsior zur Pause dennoch führte, passte zur bisherigen Effizienz beider Teams in den entscheidenden Momenten. Das 1:0 fiel in der ersten Halbzeit in der Nachspielzeit durch Ilias Bronkhorst, der damit einen der wenigen präzisen Abschlüsse des Heimteams setzte. Bronkhorst brachte seinen einzigen Abschluss aufs Tor und erzielte das Tor, zudem steuerte er einen Key Pass bei, bevor er nach neunundsechzig Minuten ausgewechselt wurde. Auf der Gegenseite bestätigte sich die höhere Abschlussqualität von AZ besonders in der Schlussphase: Troy Parrott brachte drei von drei Schüssen aufs Tor und traf in der zweiundneunzigsten Minute zum 1:1 nach Vorarbeit von Mees de Wit.
Die Torhüterzahlen unterstrichen den Druck, unter dem Excelsior im zweiten Durchgang häufiger verteidigen musste. Stijn van Gassel kam auf fünf Paraden und trotz zweier Gegentore auf ein starkes Spielerrating von 7,5, was zu einem Spiel passt, in dem AZ sieben Schüsse aufs Tor produzierte. Jeroen Zoet musste auf der anderen Seite nur einmal eingreifen, da Excelsior insgesamt nur zwei Schüsse aufs Tor brachte. Die erhöhte Aktivität von AZ im und am Strafraum führte damit nicht nur zu mehr Abschlüssen, sondern zwang auch häufiger zu direkten Torwartaktionen.
Schlussphase und Einwechslungen
Der Bruch der Partie lag weniger in einem einzelnen frühen Schlüsselmoment als in der zunehmenden Verdichtung der AZ-Angriffe nach der Pause, die sich auch in den Wechseln ablesen ließ. AZ reagierte zur Halbzeit mit zwei Wechseln, Elijah Dijkstra ersetzte M. Chávez und Isak Steiner Jensen kam für Ro-Zangelo Daal. In der Folge erhöhte AZ das Volumen an kontrollierten Ballbesitzphasen, und mehrere Einwechselspieler brachten zusätzliche Aktionen im letzten Drittel ein. Jensen kam nach seiner Einwechslung auf drei erfolgreiche Dribblings bei drei Versuchen sowie zwei Key Pässe, was den Ball häufiger in gefährliche Zonen trug, ohne dass dafür ein einziger klarer Spielzug genannt werden muss.
Weitere AZ-Wechsel folgten kurz nach der Stunde, Ibrahim Sadiq und Sven Mijnans kamen zwischen der sechsundfünfzigsten und siebenundfünfzigsten Minute. Mijnans lieferte in der Schlussphase ein auffälliges Paket aus direkten Aktionen, zwei Schüsse mit einem Schuss aufs Tor, drei von drei gewonnenen Duellen und ein Rating von 7,3. Das deutete darauf hin, dass AZ im letzten Drittel präsenter blieb und Zweikämpfe nach zweiten Bällen öfter für sich entschied. Excelsior wechselte ebenfalls, unter anderem ersetzte Simon Janssen den Torschützen Bronkhorst nach neunundsechzig Minuten, und später kamen Miliano Jonathans sowie zwei weitere Spieler in der Schlussviertelstunde, ohne dass sich das Schussprofil des Heimteams danach in Richtung häufiger Strafraumabschlüsse verschob.
Die Schlussminuten entschieden dann das Ergebnis, weil AZ seine Feldüberlegenheit in konkrete Abschlüsse übersetzte. Der Ausgleich in der zweiundneunzigsten Minute fiel durch Parrott, der bereits über das gesamte Spiel hinweg der präziseste AZ-Abschlussnehmer war. In der sechsundneunzigsten Minute folgte das 1:2 durch Alexandre Penetra nach Assist von Kasper Boogaard. Penetra hatte im Aufbau eine hohe Passsicherheit mit 83 von 88 Pässen, dazu vier Blocks und insgesamt ein herausragendes Rating von 7,7, was sich mit einem Spiel deckt, in dem AZ über lange Phasen nach vorne spielte und am Ende auch in den entscheidenden Szenen im Strafraum präsent war.
Zusammenfassung
- Der AZ Alkmaar gewann bei dem Excelsior Rotterdam 2:1 nach 0:1 zur Pause.
- AZ hatte mehr Ballbesitz und mehr Passvolumen, 55 Prozent und 559 Pässe gegenüber 45 Prozent und 450 Pässen.
- Das Chancenprofil lag bei AZ, 16:11 Schüsse, 7:2 Schüsse aufs Tor und 9:4 Abschlüsse im Sechzehner.
- Die Expected Goals stützten die Chancenverteilung, 1,71 xG für AZ und 0,75 xG für Excelsior.
- Die Entscheidung fiel spät, 1:1 durch Parrott in der 90’+2 und 1:2 durch Penetra in der 90’+6.