Am 28. Spieltag der La Liga 2025-2026 gewann der Girona CF im Estadi Municipal de Montilivi mit 3:0 gegen den Athletic Bilbao. Die Partie wurde früh durch das 1:0 in der vierten Minute geprägt und blieb bis in die Schlussphase offen genug, um durch zwei späte Tore entschieden zu werden. Athletic hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse, kam aber ohne Treffer durch.
Frühe Führung und Spielbild bis zur Pause
Der Girona CF setzte mit dem Tor von Hugo Rincón Lumbreras in der vierten Minute sofort den ersten Ergebnisakzent, vorbereitet von Viktor Tsyhankov. Dieser frühe Treffer verschob die Ausgangslage: Girona musste nicht dauerhaft das Spiel machen, während der Athletic Bilbao häufiger in Ballbesitz kam und insgesamt auch mehr Pässe spielte, 533 zu 502, bei ähnlich hohen Erfolgsquoten, 462 zu 434.
Trotz des leichten Ballbesitzvorteils der Gäste, 53 zu 47 Prozent, entstand in der ersten Hälfte kein eindeutiger Durchmarsch in Richtung Ausgleich, weil sich die klaren Aktionen im Strafraum nicht direkt in Tore übersetzten. Athletic kam im Spiel insgesamt auf zwanzig Schüsse und neun Schüsse aufs Tor, Girona auf vierzehn und sechs. Schon damit ist erkennbar, dass Athletic häufiger zum Abschluss kam, Girona aber früh in Führung lag und das Spiel damit aus einer anderen Ergebnisposition heraus steuern konnte.
Chancenverteilung, Strafraumaktionen und Torhüterfaktor
Die Zahlen zeigen ein Spiel, in dem Athletic die höhere Aktivität in Tornähe hatte, vor allem über Strafraumabschlüsse. Fünfzehn Schüsse der Gäste kamen aus dem Sechzehner, bei Girona waren es neun. Auch bei den Expected Goals lag Athletic vorn, 1.72 zu 1.21. Dass daraus kein Tor entstand, erklärt sich vor allem über die Torhüterleistung und die fehlende Effizienz im Abschlussmoment.
Paulo Dino Gazzaniga war mit acht Paraden ein zentraler Faktor dafür, dass Gironas frühe Führung bis in die Schlussphase Bestand hatte. Sein Spielerrating von 8,0 ordnet diese Wirkung ein, ohne dass weitere Interpretation nötig wäre: Athletic brachte ausreichend Schüsse aufs Tor, um den Torhüter regelmäßig zu prüfen. Auf der Gegenseite musste Unai Simón nur zweimal parieren, kassierte aber drei Gegentore, was die unterschiedliche Wirkung der Abschlüsse verdeutlicht, auch wenn Athletic insgesamt mehr und öfter gefährlich schoss.
Dass Athletic trotz hohem Eckballvorteil, neun zu zwei, und mehr Offensivaktionen ohne Treffer blieb, passt zur Gesamtdatenlage: viel Druckphasenmaterial in Form von Abschlüssen und Standards, aber kein Durchkommen bis zum Torerfolg. Girona blockte ebenso vier Schüsse wie Athletic, der Unterschied entstand weniger über das Abwehrverhindern von Versuchen als über die letzte Ausführung und das Torwartduell.
Wechsel, Disziplin und die Entscheidung in der Schlussphase
Zur Pause reagierte der Athletic Bilbao doppelt und brachte Gorka Guruzeta und Jesús Areso, um die Offensive und die rechte Seite zu verändern. Später folgten mit Mikel Vesga in der 68. Minute sowie Nicolás Serrano und Urko Iruretagoiena weitere Anpassungen, die in der Summe die Offensivfrequenz stützten. Guruzeta kam nach seiner Einwechslung in nur einer Halbzeit auf vier Schüsse und drei Schüsse aufs Tor, was die Spielrichtung der Gäste in der zweiten Hälfte unterstreicht, auch wenn der Ertrag ausblieb.
Auf der anderen Seite setzte Girona in der 70. Minute mit Claudio Echeverri und Iván Martín zwei Wechsel, die unmittelbar Einfluss auf die entscheidenden Szenen nahmen. Echeverri bereitete in der 77. Minute das 2:0 durch Azzedine Ounahi vor und traf in der Nachspielzeit selbst zum 3:0, erneut nach Vorlage von Tsyhankov. Damit waren zwei der drei Girona-Tore direkt an Tsyhankov beteiligt, der insgesamt zwei Assists lieferte und mit zwei Keypässen seine Rolle in den finalen Aktionen auch statistisch belegte.
Der Zeitpunkt der Tore veränderte die Partie klar: Bis zur 77. Minute blieb Athletic trotz Rückstand aufgrund der Abschlusszahlen und der Strafraumpräsenz im Spiel, dann wuchs der Abstand auf zwei Tore. Die Schlussphase kippte endgültig mit dem 3:0 in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Disziplinär war Athletic stärker gefordert, mit sechzehn Fouls gegenüber acht und zwei Gelben Karten gegen Oihan Sancet und Alejandro Berenguer. Diese Daten zeigen eine höhere Kontakt- und Unterbrechungsquote der Gäste, ohne dass daraus ein spielentscheidender Vorteil entstand.
Bei Girona stach neben Gazzaniga besonders Hugo Rincón heraus, der nicht nur früh traf, sondern auch in den direkten Duellen sehr präsent war und ein Spielerrating von 8,2 erhielt. Das passt zum Spielverlauf, weil sein frühes Tor den Rahmen setzte und Girona später mit effizienter Nutzung weniger zwingender Phasen das Ergebnis ausbaute.
Zusammenfassung
- Der Girona CF gewann am 28. Spieltag der La Liga 2025-2026 gegen den Athletic Bilbao mit 3:0.
- Das 1:0 durch Hugo Rincón in der vierten Minute prägte die Ausgangslage des Spiels früh.
- Athletic hatte mehr Ballbesitz, mehr Pässe und ein besseres Schuss- und xG-Profil, blieb aber ohne Tor.
- Gazzaniga entschärfte mit acht Paraden die gefährlichsten Phasen der Gäste.
- Die Entscheidung fiel nach Gironas Wechseln: Echeverri bereitete das 2:0 vor und erzielte das 3:0, Tsyhankov lieferte zwei Assists.