Der Celta Vigo gewann am 26. Spieltag der La Liga 2025-2026 beim Girona CF im Estadi Municipal de Montilivi mit 2:1. Girona ging in der ersten Halbzeit in Führung, Celta drehte die Partie nach der Pause. Neben dem Ausgleich und dem Siegtreffer fiel auch ein Eigentor, das das Spielbild zusätzlich prägte.
Dominanz von Girona im Ballbesitz und im letzten Drittel
Girona trug das Spiel über weite Strecken, was sich bereits in der grundsätzlichen Verteilung zeigt: 57 Prozent Ballbesitz und 601 gespielte Pässe bei 540 erfolgreichen Pässen standen bei Celta 43 Prozent Ballbesitz und 473 Pässe bei 414 erfolgreichen Pässen gegenüber. Diese Überlegenheit im Aufbau übersetzte Girona häufiger in Präsenz im Strafraum. Das Schussverhältnis von 15:6 und vor allem die Strafraumabschlüsse von 12:5 verdeutlichen, dass Girona deutlich öfter in Abschlusszonen kam, während Celta insgesamt nur einen Abschluss von außerhalb des Sechzehners nahm.
Auch die Spielanlage über Druckphasen war klar erkennbar: Girona erarbeitete sich zehn Ecken und damit vier mehr als der Celta, was zum Gesamtbild aus längeren Ballbesitzphasen und wiederholten Angriffswellen passt. Einzelne Werte stützen das: Daley Blind kam auf 103 Pässe bei hoher Genauigkeit und war damit ein zentraler Taktgeber im Ballvortrag, während Arnau Martínez mit drei Key-Pässen die Weiterleitung in die letzte Linie mitprägte. Trotzdem blieb aus dieser Feldüberlegenheit häufig nur eine knappe Führung, weil Celta die Situationen im eigenen Strafraum häufig bis zum Abschluss verteidigte und danach im Torabschluss von Girona viele Bälle nicht durchkamen.
Schlüsselphase nach der Pause: Effizienz von Celta bei geringer Chancenmenge
Der Spielverlauf kippte nach dem Seitenwechsel trotz weiterhin niedriger eigener Abschlusszahl des Celta. Girona hatte sich über das 1:0 in Minute 35 durch Vladyslav Vanat nach Vorarbeit von Axel Witsel zunächst belohnt und ging mit der Führung in die Pause. Celta blieb bis dahin zwar im Spiel, kam aber insgesamt deutlich seltener in Abschlusssituationen.
Nach der Pause nutzte Celta dann eine seiner wenigen klaren Situationen zum Ausgleich: Ferran Jutglà traf in Minute 58 nach Assist von Óscar Mingueza. Bemerkenswert ist, wie stark Celta seine Abschlüsse auf das Tor brachte: Bei nur sechs Schüssen insgesamt landeten fünf auf dem Tor, während Girona bei 15 Schüssen auf sieben Schüsse aufs Tor kam. Diese Relation erklärt, warum Celta trotz geringer Gesamtaktivität im letzten Drittel im Ergebnis vorne lag.
Die erwarteten Tore unterstreichen die Diskrepanz zwischen Chance und Ertrag: Girona kam auf 1.63 Expected Goals, Celta auf 0.60. Dass Celta dennoch zwei Treffer erzielte, hängt auch an der Torhüterleistung: Ionuț Radu parierte sechsmal und erzielte mit einem Rating von 8.2 einen klaren Ausreißer nach oben, passend zu einer Partie, in der Girona immer wieder zu Abschlüssen kam, aber nicht nachlegte. Auf der anderen Seite musste Paulo Gazzaniga viermal retten und kassierte zwei Gegentore bei fünf Schüssen aufs Tor, wodurch Celta mit wenigen Aktionen den Spielstand zu seinen Gunsten verschob.
Eigentor und Wechselwirkungen: Gironas Reaktion ohne Durchbruch
In der Schlussphase bekam das Spiel durch das Eigentor von Vitor Nunes in Minute 70 eine zusätzliche Wendung. Dieser Treffer brachte Girona erneut auf 2:1 nach vorn, obwohl der Celta bis dahin gerade erst ausgeglichen hatte. Für Girona änderte das am grundlegenden Muster wenig: Die Heimelf blieb das aktivere Team, musste den Vorsprung aber gegen eine Mannschaft verteidigen, die ihre seltenen Vorstöße sehr zielstrebig in Torabschlüsse brachte.
Die Wechsel beider Teams fielen in eine Phase, in der Girona das Spiel weiter nach vorne trieb. Girona reagierte zwischen Minute 64 und 73 mit mehreren Einwechslungen, darunter Azzedine Ounahi und später Claudio Echeverri. Ounahi fiel in kurzer Einsatzzeit durch hohe Aktivität auf, kam auf drei Schüsse mit zwei Schüssen aufs Tor sowie vier erfolgreiche Dribblings bei fünf Versuchen und erhielt mit 8.0 das höchste Rating bei Girona. Das passte zu einer Phase, in der Girona trotz Führung weiter zu Abschlüssen kam, aber den Abstand nicht vergrößerte. Beim Celta dienten die Wechsel ab Minute 59 und besonders ab Minute 73 erkennbar der Stabilisierung und dem Verwalten der knappen Führung, ohne dass sich die Abschlusszahlen im Verhältnis noch wesentlich verschoben.
Die Disziplinwerte zeigen ein Spiel ohne Eskalation, aber mit einzelnen Unterbrechungen in der Schlussphase: je zwei Gelbe Karten pro Team, dazu eine späte Karte gegen Arnau Martínez wegen Handspiels und eine gegen Swedberg wegen Zeitspiels in Minute 89. Das fügt sich in eine Endphase, in der Girona weiterhin anlief und der Celta versuchte, Rhythmus aus dem Spiel zu nehmen. Insgesamt blieb Girona zwar häufiger im und um den Strafraum präsent, doch Celta brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Zusammenfassung
- Der Celta Vigo gewann beim Girona CF trotz geringerer Spielanteile mit 2:1.
- Girona hatte Vorteile in Ballbesitz, Passvolumen und im Schussverhältnis, besonders bei Abschlüssen im Strafraum.
- Celta glich kurz nach der Pause durch Jutglà aus und war bei wenigen Abschlüssen auffällig zielgenau mit 5:7 Schüssen aufs Tor bei nur sechs Versuchen insgesamt.
- Das Eigentor von Vitor Nunes entschied die Partie zugunsten des Celta, während Girona aus höherem Expected Goals-Wert keine weiteren Treffer ableitete.
- Radu prägte das Ergebnis mit sechs Paraden und dem Rating 8.2, Ounahi setzte bei Girona nach seiner Einwechslung die auffälligsten Offensivimpulse.