Am einunddreißigsten Spieltag der Eredivisie 2025-2026 trennten sich die GO Ahead Eagles und der AZ Alkmaar in De Adelaarshorst mit 0:0. Das Spiel verlief über weite Strecken ausgeglichen im Ballbesitz, während der AZ Alkmaar über mehr Phasen im letzten Drittel zu deutlich mehr Abschlüssen kam. Klare Tore blieben aus, obwohl beide Teams Abschlüsse im Strafraum und mehrere Paraden auf beiden Seiten verzeichneten.
Chancenverteilung
Bei identischem Ballbesitz von 50 zu 50 kippte das Chancenbild dennoch klar zugunsten des AZ Alkmaar. Das Schussverhältnis von 12:22 und vor allem die Schüsse aufs Tor von 2:4 zeigen, dass der AZ häufiger zu verwertbaren Abschlüssen kam und den Strafraum der GO Ahead Eagles öfter erreichte. Das unterstreicht auch die Verteilung der Abschlüsse im Sechzehner, in dem der AZ mit 12 Versuchen doppelt so oft abschloss wie die Gastgeber mit sechs.
In der erwartbaren Torwahrscheinlichkeit spiegelte sich diese Mehrzahl an Aktionen ebenfalls: 0.96 Expected Goals für die GO Ahead Eagles standen 1.38 für den AZ gegenüber. Das war kein extremes Gefälle, aber groß genug, um die Spielrichtung zu erklären: Der AZ hatte mehr Szenen, aus denen ein Treffer plausibel war, ohne dass daraus ein dominantes Chancenfeuerwerk wurde. Gleichzeitig blieb die Effizienz beider Teams niedrig, da aus zusammen vier Schüssen aufs Tor der GO Ahead Eagles und des AZ kein Treffer resultierte.
Dass die GO Ahead Eagles trotzdem im Spiel blieben, hing stark an der Arbeit im eigenen Strafraum und an der Torhüterleistung. Jari De Busser kam auf vier Paraden und erhielt mit 8,0 das höchste Rating im Heimteam, passend dazu, dass der AZ vier Schüsse aufs Tor anbrachte. Auf der anderen Seite musste Rome-Jayden Owusu-Oduro nur zwei Paraden liefern, was zur geringeren Präzision der Abschlüsse der Gastgeber passt.
Passspiel und Zugriff
Der ausgeglichene Ballbesitz bekam durch die Passzahlen eine konkrete Form: Die GO Ahead Eagles spielten 367 Pässe, der AZ 361, bei sehr ähnlicher Erfolgsquote mit 290 zu 284 erfolgreichen Pässen. Das spricht für ein Spiel, in dem beide Teams längere Ballphasen hatten, ohne dass eine Mannschaft den Gegner dauerhaft vom Ball fernhielt. Der Unterschied entstand weniger im Aufbau als in der Häufigkeit, mit der der AZ aus Ballbesitz in Abschlüsse kam.
Ein Indikator dafür war die Standardsituation- und Feldbesitznähe, die sich in den Eckbällen zeigte. Der AZ erspielte neun Ecken, die GO Ahead Eagles nur vier, was typischerweise mit mehr Aktionen in Tornähe und häufigerem Druck in den letzten Zonen einhergeht. Dazu passte, dass der AZ insgesamt zehn Abschlüsse von außerhalb des Strafraums nahm und damit auch dann zum Abschluss kam, wenn der direkte Weg in die Box nicht offen war.
Defensiv blieb das Spiel vergleichsweise kontrolliert, aber nicht ohne Reibung. Der AZ beging dreizehn Fouls, die GO Ahead Eagles neun, und beide Teams standen je einmal im Abseits. Die Kartenverteilung blieb moderat, allerdings waren die Verwarnungen bei den Gastgebern früher und sichtbarer im Spiel: Melle Meulensteen sah bereits in der fünfzehnten Minute Gelb, Julius Dirksen folgte in der sechsundsechzigsten Minute. Beim AZ kam die einzige Gelbe Karte erst spät, als Denso Kasius in der achtzigsten Minute verwarnt wurde.
Duellverhalten und Wechselwirkungen
In den direkten Duellen ragten bei den GO Ahead Eagles zwei Spieler heraus, die viele Kontakte in engen Räumen hatten und damit das 0:0 absicherten. Melle Meulensteen gewann zehn seiner vierzehn Duelle und kam neben zwei eigenen Schüssen auch auf drei gewonnene Tacklings sowie zwei Blocks, was zu seinem Rating von 7,9 passte. Jakob Breum Martinsen brachte mit vier erfolgreichen Dribblings aus sechs Versuchen Dynamik in die Vorwärtsbewegung und steuerte zwei Key-Pässe bei, ebenfalls mit einem Rating von 7,9. Diese Beiträge erklären, warum die Gastgeber trotz geringerer Abschlusszahl immer wieder zu Angriffen kamen, ohne den AZ dauerhaft in dessen Hälfte festzusetzen.
Beim AZ stach Alexandre Penetra heraus. Er spielte fünfundvierzig Pässe bei vierzig erfolgreichen und war mit zwei Blocks und zwei Tacklings auffällig in der Absicherung, was sein Rating von 7,6 als eines der besten im Auswärtsteam einordnet. Seine Daten passen zu einem Spiel, in dem der AZ viel nach vorne schob, aber zugleich darauf angewiesen war, die wenigen gefährlicheren Umschaltmomente der GO Ahead Eagles zu kontrollieren.
Die Wechsel ab der dreiundsechzigsten Minute veränderten vor allem die Rollenverteilung in einzelnen Sequenzen, nicht aber das Grundmuster. Der AZ brachte mit Kees Smit und Denso Kasius zwei neue Spieler, während die GO Ahead Eagles mit Finn Stokkers und Thibo Baeten reagierten. Stokkers gewann alle fünf seiner Duelle, lieferte einen Key-Pass und kam auf ein Rating von 7,0, was auf funktionierende Anschlussaktionen im letzten Drittel hindeutet, ohne dass daraus zwingende Abschlüsse auf das Tor entstanden. Weitere Wechsel in der Schlussphase, darunter Ro-Zangelo Daal und B. Kovacs beim AZ sowie Oskar Siira Sivertsen und Kenzo Goudmijn bei den Gastgebern, hielten die Intensität hoch, änderten aber nichts daran, dass der letzte Abschluss oder der letzte Kontakt vor dem Tor fehlte.
Zusammenfassung
- 0:0 zwischen den GO Ahead Eagles und dem AZ Alkmaar bei ausgeglichenem Ballbesitz von 50:50
- Der AZ mit klarerem Chancenplus über 22:12 Schüsse und 4:2 Schüsse aufs Tor, dazu 1.38 zu 0.96 Expected Goals
- Mehr Strafraumpräsenz des AZ mit 12:6 Schüssen im Sechzehner und 9:4 Ecken als Hinweis auf längere Phasen in Tornähe
- Jari De Busser als stabilisierender Faktor mit vier Paraden und Rating 8,0, während die geringere Präzision der Gastgeber nur zwei Paraden des AZ-Torhüters erforderte
- Einzelbeiträge wie Meulensteens und Breum Martinsens hohe Duellwerte hielten die GO Ahead Eagles im Spiel, ohne das Chancenverhältnis zu drehen