In der Eredivisie 2025-2026 gewann der NAC Breda am 23. Spieltag bei Heracles Almelo mit 1:0. Zur Pause stand es 0:0, ehe das Spiel in der Schlussphase durch einen verwandelten Elfmeter entschieden wurde. Über weite Strecken blieb die Partie im Ergebnis offen, obwohl beide Teams regelmäßig zu Abschlüssen kamen.
Chancenprofil und Effizienz
Das Schussverhältnis war nahezu ausgeglichen, Heracles kam auf 14 Abschlüsse, der NAC auf 13. Der Unterschied lag weniger in der Menge als in der Präzision und in der Verteilung der klaren Aktionen: Der NAC brachte fünf Schüsse aufs Tor, Heracles nur drei. Auch die Torhüterzahlen spiegeln diese Verschiebung: Remko Pasveer musste vier Paraden leisten, Daniel Bielica auf der Gegenseite drei.
Heracles schaffte es zwar häufiger in Abschlussräume, was sich in zehn Schüssen innerhalb des Sechzehners zeigt, der NAC hatte dort nur sechs Versuche. Gleichzeitig blieb ein Teil dieser Heracles-Abschlüsse im gegnerischen Block hängen, fünf Schüsse wurden abgewehrt. Beim NAC fiel auf, dass sieben der dreizehn Abschlüsse von außerhalb des Strafraums kamen, was das Team insgesamt etwas weniger auf Strafraumaktionen ausrichtete, dafür aber häufiger den Rahmen traf.
Die Expected-Goals-Werte lagen eng beieinander, mit 1.11 für Heracles und 1.26 für den NAC. In diesem schmalen Korridor wurde die Partie durch eine einzelne, hochgewichtete Aktion entschieden: den Strafstoß in der 80. Minute. Clint Leemans verwandelte ihn zum 0:1, wodurch sich der leichte xG-Vorteil des NAC auch im Ergebnis abbildete.
Ballbesitz, Passspiel und Weg in das letzte Drittel
Heracles hatte mit 53 Prozent etwas mehr Ballbesitz und legte auch im Passvolumen vor, mit 361 Pässen gegenüber 331 beim NAC. In der Genauigkeit blieb der Vorsprung ähnlich, Heracles spielte 268 Pässe erfolgreich, der NAC 252. Diese Werte deuten auf längere Ballbesitzphasen der Gastgeber hin, ohne dass daraus eine deutliche Dominanz in der Abschlussqualität entstand.
Dass Heracles trotz leicht höherer Kontrolle nicht klarer zum Torabschluss kam, zeigte sich an der geringen Zahl an Schüssen aufs Tor. Drei Trefferflächenabschlüsse bei vierzehn Versuchen stehen für viele Aktionen, die entweder geblockt wurden oder nicht präzise genug in Richtung Tor gingen. Der NAC brachte bei vergleichbarer Abschlusszahl mehr Schüsse auf das Tor, was die Angriffe häufiger in eine Abschlusslinie mit Torwartbeteiligung führte.
Auch im Detail einzelner Beiträge wird sichtbar, wo Heracles im letzten Drittel Impulse setzte, ohne die finale Konsequenz zu erzwingen. Ajdin Hrustić spielte drei Key-Pässe und kam selbst zu zwei Abschlüssen mit einem Schuss aufs Tor, blieb aber im Gesamteffekt an der Grenze zur klaren Chance. Auf NAC-Seite verteilten sich kreative Beiträge breiter: Kamal Deen Sowah lieferte drei Key-Pässe, Clint Leemans zwei, später brachte Amine Salama nach seiner Einwechslung in der 76. Minute weitere zwei Key-Pässe in kurzer Einsatzzeit, was die Phase vor und nach dem Führungstor mitprägte.
Zweikämpfe, Unterbrechungen und Spielentscheidungen
In den direkten Duellen und Unterbrechungen war das Spiel nicht übermäßig zerfahren, aber spürbar umkämpft. Der NAC beging elf Fouls, Heracles acht. Die einzige Gelbe Karte sah Lewis Holtby in der 57. Minute nach einem Foulspiel, was die Zweikampfführung in einem kontrollierten Rahmen hielt, ohne dass sich daraus ein Kartenbild mit unmittelbaren Folgen entwickelte.
Auffällig war die Häufigkeit von Abseitsentscheidungen auf beiden Seiten, Heracles stand fünfmal im Abseits, der NAC viermal. Das deutet auf viele Aktionen hin, bei denen Läufe hinter die letzte Linie gesucht wurden, aber nicht in optimalem Timing kamen. Bei Standards blieb das Volumen ebenfalls niedrig: vier Ecken für Heracles, drei für den NAC, ohne dass sich daraus im Spielbericht ein direktes Torereignis ableiten lässt.
Personell griffen beide Teams in der zweiten Halbzeit nach, Heracles wechselte um die Stunde gleich doppelt und brachte Rhys Bozinovski und Erik Melker Ahlstrand. Beim NAC kam bereits in der 36. Minute Denis Odoi für Leo Greiml, später folgten weitere Wechsel bis in die 85. Minute, als nach dem Führungstor mit Enes Mahmutović für Torschütze Leemans nachgelegt wurde. Im direkten Spielverlauf bleibt als entscheidender Einschnitt der Elfmeter in der 80. Minute, der aus einem bis dahin eng geführten Spiel das 0:1 machte.
Individuell fiel bei Heracles die Zweikampfstärke in der letzten Linie auf. Damon Mirani und Mike te Wierik gewannen jeweils dreizehn ihrer Duelle und kamen beide auf das Teamhöchst-Rating von 7.3, was die defensive Stabilisierung über viele Phasen unterstreicht, auch wenn der Gegentreffer per Strafstoß nicht aus dem laufenden Verteidigen heraus entstand. Offensiv setzte Luka Kulenović ebenfalls Akzente, gewann elf seiner fünfzehn Duelle und erhielt ebenfalls ein Rating von 7.3, ohne dass dies in ein Tor umgemünzt werden konnte.
Zusammenfassung
- Der NAC Breda gewann bei Heracles Almelo in der Eredivisie am 23. Spieltag mit 1:0, das Tor fiel in der 80. Minute per Elfmeter durch Clint Leemans.
- Heracles hatte leicht mehr Ballbesitz und mehr Pässe, kam zudem häufiger im Strafraum zum Abschluss, brachte aber nur 3 Schüsse aufs Tor.
- Der NAC war bei ähnlicher Abschlusszahl zielstrebiger in Richtung Tor, kam auf 5 Schüsse aufs Tor und hatte mit 1.26 zu 1.11 einen kleinen xG-Vorteil.
- Zweikämpfe und Unterbrechungen blieben im Rahmen, mit einem leichten Foulplus für den NAC und nur einer Gelben Karte, während mehrere Abseitsstellungen Angriffe auf beiden Seiten stoppten.
- Mirani und te Wierik prägten Heracles defensiv mit jeweils dreizehn gewonnenen Duellen und einem Teamhöchstwert von 7.3, ohne dass Heracles daraus ein Tor erzielte.