Im Meisterplayoff der Scottish Premiership 2025-2026 gewann der Celtic bei der Hibernian Edinburgh mit 2:1. Nach einer Roten Karte gegen die Hibernian Edinburgh in der einundzwanzigsten Minute entwickelte sich eine Partie mit klarer Spielkontrolle für den Celtic, der vor der Pause in Führung ging. Hibernian glich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus, ehe der Celtic in der zweiten Halbzeit den Siegtreffer erzielte.
Spielkontrolle und Feldverteilung
Der Spielverlauf wurde vor allem über die Ballzirkulation und die daraus entstehende Feldverteilung entschieden. Der Celtic hatte 82 Prozent Ballbesitz und kam auf 703 Pässe, von denen 629 ankamen, während die Hibernian Edinburgh bei 18 Prozent Ballbesitz nur 151 Pässe spielte und davon 78 erfolgreich anbrachte. Diese Differenz war nicht nur ein Ausdruck von Überlegenheit im Aufbau, sondern auch die Grundlage dafür, dass der Celtic das Spiel konstant in die Hibernian-Hälfte verlagern konnte und Hibernian über lange Strecken keine längeren Ballbesitzphasen hatte.
Mit der Roten Karte gegen Jamie Terence McGrath in der einundzwanzigsten Minute verschob sich das Kräfteverhältnis zusätzlich in Richtung des Celtic. Von diesem Zeitpunkt an war Hibernian noch stärker auf kurze, seltene Entlastungen angewiesen, während der Celtic die Angriffe in hoher Frequenz fortsetzen konnte. Das passt zur Gesamtstatistik der Partie: 27:4 Schüsse zugunsten des Celtic und 6:1 Schüsse aufs Tor. Auch die Verteilung der Schüsse zeigt, wie dauerhaft der Celtic im letzten Drittel präsent war: 13 Schüsse aus dem Strafraum und weitere 14 von außerhalb stehen bei Hibernian nur zwei Abschlüssen im Strafraum und zwei von außerhalb.
Auf individueller Ebene lässt sich die Spielkontrolle auch an zentralen Passgebern ablesen. Liam Scales mit 109 Pässen bei 106 erfolgreichen Anspielen und Auston Trusty mit 100 Pässen bei 93 erfolgreichen Pässen unterstrichen, wie stabil der Celtic über die hintere Linie ins Spiel fand. Callum McGregor brachte zusätzlich 70 Pässe mit 68 erfolgreichen Anspielen ein und lieferte drei Key-Pässe, was die Verbindung von Ballbesitzdominanz und Chancen-Vorbereitung verdeutlicht.
Chancenqualität und Effizienz
Die Chancenverteilung war klar, die Torverteilung jedoch deutlich enger als das Spielbild. Der Celtic kam auf ein Expected-Goals von 2.73, Hibernian auf 0.38. Das korrespondiert mit dem Schussvolumen und der Strafraumpräsenz, erklärt aber auch, warum das 2:1 für den Celtic zwar folgerichtig war, sich aber erst in der zweiten Halbzeit endgültig durchsetzte.
Das 1:0 fiel in der einundvierzigsten Minute durch Daizen Maeda nach Assist von Alistair Johnston. Danach blieb der Celtic weiterhin im Vorwärtsgang, doch Hibernian glich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus: Joseph Newell traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 und verwertete damit den einzigen Hibernian-Schuss aufs Tor. Newells Statistik zeigt, wie punktuell Hibernian in dieser Partie zu konkreter Torgefahr kam: ein Schuss, ein Schuss aufs Tor, ein Tor. Sein Rating von 7.9 ordnet sich als starke Einzelleistung ein, gerade weil sein Beitrag im Angriffsspiel in dieser Konstellation naturgemäß selten möglich war.
In der zweiten Halbzeit blieb die Balance zwischen Spielkontrolle und Effizienz der entscheidende Faktor. Der Celtic erzeugte weiter Druck und kam erneut zu hohen Abschlusszahlen, während Hibernian das Ergebnis vor allem über Defensivaktionen und Torwartarbeit zusammenhalten musste. Das belegt auch der Blick auf die Torhüter: Jordan Smith kam auf vier Paraden, der Celtic-Torhüter Viljami Sinisalo blieb ohne Parade, was die ungleiche Anzahl an Hibernian-Abschlüssen aufs Tor bestätigt.
Der Siegtreffer fiel in der zweiundsiebzigsten Minute durch Kelechi Ịheanachọ, der erst in der neunundsechzigsten Minute eingewechselt worden war. Sein Tor entsprach auch seiner sehr kompakten Einwechslung in Zahlen: ein Schuss, ein Schuss aufs Tor, ein Tor bei einem Rating von 7.2. Damit wurde die Phase nach dem Seitenwechsel, in der der Celtic weiter dominierte, schließlich auch im Ergebnis abgebildet.
Defensivarbeit, Duelle und Spielmanagement
Hibernian musste einen großen Teil der Partie gegen den Ball verteidigen und tat das in vielen Momenten über intensive Zweikampfarbeit. Warren O'Hora gewann neun von neun Duellen und erhielt mit 8.2 das höchste Rating im Hibernian-Team. Diese Werte passen dazu, dass der Celtic zwar zu 27 Abschlüssen kam, aber gleichzeitig eine große Zahl an Versuchen nicht direkt bis zum Tor durchkam. Die 14 abgewehrten Schüsse des Celtic zeigen, wie oft Hibernian im und am Strafraum noch den Abschlusskontakt stören oder den Ball blocken konnte.
Gleichzeitig blieb die Defensivarbeit Hibernians über die gesamte Partie unter Dauerbelastung, weil die Entlastung mit Ball kaum vorhanden war. Das zeigt sich auch an den wenigen Offensivaktionen und an der geringen Passmenge: Wer so selten in kontrollierte Ballbesitzphasen kommt, kann die gegnerischen Angriffswellen kaum brechen. Die Wechsel zur Halbzeit, Jordan Obita für Nicholas Cadden und Josh Campbell für Martin Boyle, änderten an der grundsätzlichen Verteilung wenig, zumal Hibernian insgesamt bei nur vier Schüssen blieb.
Beim Celtic lässt sich das Spielmanagement auch über die Einwechslungen und die fortgesetzte Aktivität im letzten Drittel lesen. Mit Luke McCowan und James Forrest ab der dreiundsechzigsten Minute sowie Ịheanachọ ab der neunundsechzigsten Minute hielt der Celtic die Präsenz in der Offensive hoch, ohne dass die Ballzirkulation abbrach. Alistair Johnston hatte bis zu seiner Auswechslung nicht nur den Assist zum 1:0 geliefert, sondern auch mit drei Key-Pässen zusätzliche Vorlagenqualität eingebracht und mit einem Rating von 7.5 einen sichtbaren Anteil an der gefährlichen rechten Seite.
Das Spiel blieb trotz klarer Dominanz nicht völlig frei von Unterbrechungen und Verwarnungen. Beide Teams sahen jeweils drei Gelbe Karten, Hibernian zusätzlich die Rote Karte. In der Summe spiegelte das eine Partie, in der Hibernian defensiv oft in direkten Duellen gebunden war, während der Celtic in hoher Feldposition viele Aktionen im Gegenpressing-Raum und in der Anschlussaktion nach Abprallern hatte. Die 13 Ecken für den Celtic unterstreichen zusätzlich, wie konstant die Angriffe bis in die Endzone getragen wurden.
Zusammenfassung
- Der Celtic gewann im Meisterplayoff der Scottish Premiership 2025-2026 bei der Hibernian Edinburgh mit 2:1, nachdem Hibernian ab der einundzwanzigsten Minute in Unterzahl spielte.
- Die Partie wurde durch 82 Prozent Ballbesitz und 703:151 Pässe klar vom Celtic kontrolliert, Hibernian blieb über weite Strecken ohne längere Ballbesitzphasen.
- Das Chancenbild war deutlich mit 27:4 Schüssen und 6:1 Schüssen aufs Tor sowie 2.73:0.38 Expected Goals, Hibernian glich vor der Pause dennoch mit dem einzigen Schuss aufs Tor aus.
- Der Siegtreffer durch den eingewechselten Ịheanachọ in der zweiundsiebzigsten Minute setzte die anhaltende Offensivpräsenz des Celtic in der zweiten Halbzeit in ein Ergebnis um.
- Hibernian hielt lange über Blocks und Duelle dagegen, sichtbar an 14 abgewehrten Celtic-Schüssen und O'Horás neun gewonnenen Duellen, konnte die Belastung aber nicht über neunzig Minuten in ein Remis tragen.