Der Inter Mailand gewann am einunddreißigsten Spieltag der Serie A 2025-2026 im Stadio Giuseppe Meazza mit 5:2 gegen die AS Roma. Das Spiel kippte durch ein sehr frühes Tor und eine klare Phase direkt nach der Pause, in der Inter innerhalb weniger Minuten entscheidend davonzog. Roma kam zwischendurch zu zwei Anschlusstreffern, konnte den Rückstand aber nicht mehr nachhaltig verkürzen.
Früher Führungstreffer und ein offeneres Mittelstück
Inter setzte den ersten markanten Punkt mit dem 1:0 nach einer Minute: Lautaro Martínez verwertete nach Vorlage von Marcus Thuram. Dieses frühe Tor veränderte die Ausgangslage, ohne dass das Spiel danach in ein reines Abwarten kippte, denn auch Roma blieb im Ballbesitz nah dran und kam insgesamt auf 47 Prozent. In der Verteilung der Aktionen zeigte sich jedoch bereits, dass Inter seine Angriffe häufiger bis in den Strafraum tragen konnte.
In der ersten Halbzeit blieb Roma lange im Spiel und glich in der vierzigsten Minute aus, als Gianluca Mancini nach Assist von Devyne Rensch traf. Das 1:1 passte zu einer Phase, in der Roma Inter nicht vollständig aus dem letzten Drittel hielt, aber selbst genug Präsenz entwickelte, um gefährlich zu werden. Entscheidend für die Pausenlage war dann Inters Reaktion: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Hakan Çalhanoğlu nach Vorlage von Piotr Zieliński auf 2:1. Damit ging Inter nicht nur mit einer Führung, sondern auch mit dem Vorteil in die zweite Halbzeit, aus einem erneuten Ausgleich sofort wieder vorgelegt zu haben.
Die Minuten nach der Pause entschieden das Ergebnis
Der Spielverlauf brach direkt nach Wiederanpfiff in Inters Richtung. Roma musste Mancini zur Pause ersetzen, Daniele Ghilardi kam in Minute 46, und in dieser neuen Konstellation bekam die AS Roma die Phase nach der Halbzeit nicht stabilisiert. Inter erhöhte in Minute 52 durch Lautaro Martínez auf 3:1, erneut vorbereitet von Thuram, und legte nur drei Minuten später das 4:1 nach, als Thuram nach Assist von Çalhanoğlu traf.
Diese Sequenz war der spielentscheidende Block, weil Inter in kurzer Zeit aus einem knappen Spielstand einen Drei-Tore-Vorsprung machte. Die Zahlen unterfüttern das Bild: Inter schoss insgesamt 17-mal und brachte 9 Abschlüsse aufs Tor, Roma kam nur auf 10 Schüsse und 3 Schüsse aufs Tor. Die Dominanz zeigte sich vor allem in der Nähe zum Tor, denn Inter hatte 14 Schüsse innerhalb des Sechzehners, Roma nur 7. Dass der Endstand deutlich wurde, obwohl die Expected Goals mit 1,17 zu 1,04 vergleichsweise eng beieinander lagen, passt zu einem Spiel, in dem Inter seine Abschlüsse deutlich häufiger auf den Kasten brachte und den gegnerischen Torhüter zu vier Paraden zwang, während Yann Sommer auf der Gegenseite nur einmal eingreifen musste.
Individuell ragte dabei vor allem Thuram heraus, der mit einem Tor und zwei Assists direkt an drei Treffern beteiligt war und mit dem Spielerrating 9,3 den klaren Ausreißer bei Inter stellte. Lautaro Martínez ergänzte das mit zwei Toren und drei Schüssen aufs Tor aus drei Versuchen bis zu seiner Auswechslung nach 58 Minuten, sein Rating von 8,7 ordnete seine Effizienz in dieser Phase sichtbar ein. Çalhanoğlu steuerte ebenfalls ein Tor und einen Assist bei und blieb mit 8,6 eng an der Spitze, was die zentrale Rolle dieser Achse in der entscheidenden Spielphase abbildete.
Roma blieb im Spiel, Inter blieb im Strafraum präsent
Nach dem 4:1 nahm Inter personell Tempo aus der vordersten Reihe, als Lautaro Martínez und Bastoni in Minute 58 runtergingen und Bonny sowie Darmian kamen. Trotzdem blieb Inter im Offensivdrittel aktiv und erhöhte in Minute 63 auf 5:1, als Nicolò Barella traf. Dieses Tor passte zu einem Gesamtbild, in dem Inter nicht nur mehr Abschlüsse hatte, sondern auch mehr Standardsituationen erarbeitete, sichtbar an 7:4 Ecken.
Roma fand noch einmal eine Antwort über Lorenzo Pellegrini, der in Minute 70 zum 2:5 traf und mit einem Rating von 7,6 den besten Wert im Team hatte. Mehr als Ergebniskorrektur wurde daraus jedoch nicht, weil Roma in der Schlussphase keine entsprechende Schussfrequenz mehr nachlegen konnte und insgesamt bei nur drei Schüssen aufs Tor blieb. Auffällig war zudem, dass Roma in einzelnen Defensivbewertungen klare Tiefpunkte hatte: Evan Ndicka und Mario Hermoso kamen jeweils nur auf ein Rating von 5,0, Mile Svilar trotz vier Paraden nur auf 5,3. In einem Spiel, in dem Inter neunmal aufs Tor schoss und viele Aktionen im Strafraum hatte, spiegeln diese Werte vor allem die wiederkehrende Belastung vor dem eigenen Tor und die fehlende Entlastung über längere Ballbesitzphasen im letzten Drittel.
In der Disziplin blieb die Partie vergleichsweise ruhig. Inter sah keine Karte, Roma nur eine Gelbe gegen Niccolò Pisilli in Minute 60, bei nahezu ausgeglichenen Fouls von 11 zu 9. Der Unterschied entstand damit weniger über Härte oder Unterbrechungen, sondern über die klare Differenz in der Qualität und Präzision der Abschlüsse, insbesondere in der Phase zwischen der zweiundfünfzigsten und der dreiundsechzigsten Minute, als Inter das Spiel endgültig aufriss.
Zusammenfassung
- Inter Mailand gewann in der Serie A 2025-2026 gegen die AS Roma mit 5:2 und führte bereits nach einer Minute.
- Roma glich in der ersten Hälfte aus, Inter stellte noch vor der Pause wieder auf 2:1.
- Die Entscheidung fiel unmittelbar nach Wiederbeginn mit zwei Inter-Toren in kurzer Folge zum 4:1.
- Inter hatte das klare Plus bei Abschlüssen und Strafraumaktionen, besonders bei Schüssen aufs Tor und Versuchen im Sechzehner.
- Thuram und Lautaro Martínez prägten die Effizienz von Inters Offensivphase, Pellegrini setzte Romas letzten Akzent mit dem zweiten Tor.