Juventus Turin gewann am 31. Spieltag der Serie A 2025-2026 im Allianz Stadium mit 2:0 gegen den CFC Genoa. Die Entscheidung fiel in der ersten Halbzeit durch Treffer in der vierten und siebzehnten Minute. In der zweiten Hälfte blieb Genoa trotz eines verschossenen Elfmeters ohne Tor.
Frühe Tore und Spielrichtung
Der Spielverlauf wurde sehr früh festgelegt: Juventus ging bereits in der vierten Minute in Führung, als Gleison Bremer nach Vorlage von Lloyd Kelly traf. Mit dem 2:0 in der siebzehnten Minute durch Weston McKennie, vorbereitet von Francisco Conceição, vergrößerte Juventus den Vorsprung in einer Phase, in der Genoa noch keine längere Kontrolle über Ball und Feldposition aufbauen konnte. Diese zwei frühen Treffer zwangen die Auswärtsmannschaft in der Folge zu mehr Vorstößen, ohne dass sich das Ergebnis bis zur Pause veränderte.
Die Grunddaten stützen diese Spielrichtung: Juventus hatte mit 62 Prozent mehr Ballbesitz und deutlich mehr Passvolumen, fünfhundertsiebenundsechzig zu dreihundertneununddreißig Pässen, die klaren Anteile im Aufbau. Gleichzeitig blieb Genoa im Spiel, weil das Schussverhältnis mit 16:12 insgesamt nicht einseitig war. Die klare Differenz entstand weniger über reine Abschlusszahl als über die effektivere frühe Verwertung und die etwas höhere Qualität der Juventus-Chancen, erkennbar an 2,20 zu 1,37 Expected Goals.
Ballbesitzvorteil und Zugriff im Mittelfeld
Juventus’ Übergewicht im Ballbesitz spiegelte sich in der Passsicherheit wider: fünfhundertdreizehn erfolgreiche Pässe bei den Gastgebern gegenüber zweihundertvierundachtzig bei Genoa. Dass Juventus dabei nicht nur zirkulierte, sondern in Richtung Abschluss kam, zeigt die Verteilung der Schüsse im Strafraum. Juventus brachte zehn Abschlüsse aus dem Sechzehner, Genoa sechs. Bei identischer Anzahl an Distanzschüssen, jeweils sechs, lag der Unterschied damit vor allem darin, wie häufig die Teams in Abschlusspositionen nahe am Tor kamen.
Im Zentrum stach Manuel Locatelli als Verbindungsspieler und Balleroberer heraus. Er kam auf ein Spielerrating von 8,3, das höchste im Juventus-Team, und verband seine hohe Passbeteiligung mit defensiven Aktionen, darunter zwei Interceptions und drei Tackles inklusive Block. Ergänzt wurde das durch Khéphren Thuram mit einem Rating von 8,0, der bei ähnlichem Passvolumen ebenfalls Ballgewinne und Blocks beisteuerte. Juventus konnte so häufig zweite Bälle und Abpraller einsammeln, was das Spiel in vielen Phasen in Genoas Hälfte hielt und die kontrollierten Ballbesitzphasen absicherte.
Genoa dagegen zeigte in den direkten Duellen einzelne stabile Werte, ohne daraus längere eigene Druckphasen zu erzeugen. Johan Vásquez gewann alle acht seiner Duelle und kam auf ein Rating von 6,9, was die Belastung in der letzten Linie beschreibt. Allerdings blieb die Entlastung über Ballbesitz begrenzt, und die vielen geblockten Genoa-Abschlüsse, sieben gegenüber drei bei Juventus, deuten auf Situationen hin, in denen Genoa zwar zum Schuss kam, aber häufig nicht frei zum Abschluss oder nicht sauber durchkam.
Chancenqualität, Torhüteraktionen und die Phase nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen genug für Genoa, um noch einmal in Reichweite zu kommen, ohne dass Juventus den Vorsprung aus der Hand gab. Ein Schlüsselmoment war der Elfmeter für Genoa in der 75. Minute, den Aarón Martín verschoss. In einer Partie mit 2:0-Rückstand hätte ein Treffer an dieser Stelle die Schlussphase in eine andere Richtung lenken können, doch das Ergebnis blieb unverändert.
Auch abseits des Strafstoßes waren Torhüteraktionen ein Faktor, der die Null für Juventus absicherte. Auf beiden Seiten standen jeweils drei Paraden in der Teamstatistik, und bei Juventus musste zur Halbzeit gewechselt werden: Michele Di Gregorio kam in der 46. Minute für Mattia Perin. Di Gregorio hielt danach drei Bälle und erhielt ein Rating von 7,6, gleichauf mit Bremer, der neben seinem Tor auch in Duellen und mit Interceptions präsent war. Dass Juventus trotz 12 Genoa-Schüssen nur drei Schüsse aufs Tor zuließ, zeigt, dass ein Teil der Genoa-Abschlüsse entweder geblockt wurde oder nicht den Rahmen fand.
In der Schlussphase reagierte Juventus mit Wechseln, die den Spielstand verwalteten, ohne die eigene Aktivität komplett zu verlieren. Arkadiusz Milik kam in der 67. Minute für Jonathan David, später folgten Miretti und Holm sowie ganz spät Boga. Diese Wechsel fielen in eine Phase, in der Genoa durch die Einwechslungen von Baldanzi, Masini, Ekuban und Ekhator offensiv nachlegte, aber in den entscheidenden Szenen ohne Torerfolg blieb. Insgesamt blieb Juventus bei der höheren Chancenqualität, während Genoa aus 1,37 Expected Goals und dem verschossenen Elfmeter keinen Treffer machte.
Zusammenfassung
- Juventus Turin entschied das Spiel gegen den CFC Genoa früh mit Toren in der vierten und siebzehnten Minute zum 2:0.
- Mit 62 Prozent Ballbesitz und 567 zu 339 Pässen kontrollierte Juventus große Teile des Aufbaus und kam häufiger zu Abschlüssen im Strafraum, 10:6.
- Das Schussverhältnis blieb mit 16:12 relativ eng, die Chancenqualität lag jedoch mit 2,20 zu 1,37 Expected Goals bei Juventus.
- Genoa blieb durch Aktionen nach der Pause im Spiel, vergab aber in der 75. Minute einen Elfmeter und kam insgesamt nur auf 3 Schüsse aufs Tor.
- Locatelli mit Rating 8,3 und Thuram mit 8,0 prägten Juventus’ Mittelfeldarbeit, während Di Gregorio nach dem Halbzeitwechsel mit drei Paraden die Null absicherte.