Der Manchester City gewann am 26. Spieltag der Premier League 2025-2026 im Etihad Stadium mit 3:0 gegen den Fulham FC. Alle drei Treffer fielen in der ersten Halbzeit, beginnend mit dem 1:0 in der 24. Minute. Nach der Pause blieb es trotz weiterer Aktionen auf beiden Seiten beim klaren Endstand.
Frühe Entscheidung durch erste Halbzeit
Die Partie kippte innerhalb von fünfzehn Minuten in Richtung des Heimteams. In der 24. Minute brachte Antoine Semenyo den Manchester City in Führung, in der 30. Minute legte Nico O’Reilly nach, wobei Semenyo den Assist lieferte. Fulham reagierte in dieser Phase vor allem über Zweikämpfe und Unterbrechungen, was auch die Gelbe Karte für Joachim Andersen in der 31. Minute wegen Haltens einordnet, änderte den Spielstand jedoch nicht.
City setzte den Vorsprung vor der Pause mit dem 3:0 fort, als Erling Haaland in der 39. Minute nach Vorlage von Phil Foden traf. Auffällig war dabei weniger eine Dominanz über extreme Chancenmengen als die Effizienz in den entscheidenden Momenten: City kam insgesamt auf dreizehn Schüsse und fünf Schüsse aufs Tor, aus denen drei Tore entstanden. Fulham hatte zwar elf Abschlüsse, brachte aber nur zwei Schüsse aufs Tor und ging ohne Torerfolg in die Halbzeit, obwohl die Gäste später im Spiel insgesamt mehr Abschlüsse aus dem Strafraum sammelten.
Die personelle Weichenstellung folgte direkt zur Pause, als Haaland nach seinem Tor schon in der 46. Minute durch Omar Marmoush ersetzt wurde. Das nahm dem Spiel zwar seinen klaren Zielspieler im Zentrum, veränderte den Charakter aber nicht grundlegend, weil das Ergebnis bereits stand und City anschließend stärker über Ballzirkulation und kontrollierte Phasen kam.
Ballbesitz und Passvolumen als Grundton
Über die gesamte Spielzeit spiegelte sich der Spielverlauf in der Verteilung von Ballbesitz und Pässen wider. Manchester City hielt 56 Prozent Ballbesitz und spielte 620 Pässe, davon 563 erfolgreich. Fulham blieb mit 44 Prozent Ballbesitz und 475 Pässen, davon 403 erfolgreich, spürbar dahinter. Das bedeutete nicht, dass Fulham kaum in eigene Aktionen kam, aber City bestimmte häufiger, in welchen Zonen gespielt wurde und wie lange Ballbesitzphasen dauerten.
Gerade nach der Pause war zu sehen, dass City den Vorsprung eher verwaltete als auf maximale Durchschlagskraft zu gehen. Das zeigte sich auch in den Wechseln ab der 60. Minute mit Tijjani Reijnders und Abduqodir Khusanov sowie ab der 71. Minute mit Mathis Cherki und Nicolás González, die das Spiel in neue Rollen verteilten, ohne dass sich der Abschlussrhythmus dramatisch verschob. Fulham wechselte ebenfalls dreifach zur 60. Minute und ergänzte später weiter, kam damit aber nicht zu einer klaren Druckphase, die sich in einer erhöhten Zahl an Schüssen aufs Tor niederschlug.
Individuell passte das zu den auffälligen Passwerten in der City-Achse. Addji Guéhi kam auf 99 Pässe bei 96 erfolgreichen Zuspielen, Rúben Dias auf 85 bei 80 erfolgreichen Pässen, dazu Rodri mit 95 Pässen und 87 erfolgreichen Pässen bis zu seiner Auswechslung in der 71. Minute. Diese Volumina erklären, warum Fulham über weite Strecken eher hinter dem Ball arbeitete und warum City nach dem 3:0 weniger Risiko nehmen musste, um Spielkontrolle zu behalten.
Chancenprofil, Strafraumpräsenz und Effizienz
Das Chancenbild war differenzierter, als es der Endstand vermuten lässt. Fulham hatte neun Schüsse innerhalb des Sechzehners, City dagegen fünf. Umgekehrt nahm City acht Abschlüsse von außerhalb, Fulham nur zwei. Damit lag Fulham häufiger in Abschlusspositionen im Strafraum, kam jedoch selten zu Abschlüssen, die das Tor ernsthaft prüften, was sich in nur zwei Schüssen aufs Tor widerspiegelt.
Auch die Expected Goals ordnen das Ergebnis ein. City kam auf 1,47 Expected Goals, Fulham auf 1,04. Das 3:0 liegt damit deutlich über dem, was aus dem Chancenwert von City abzuleiten wäre, während Fulham trotz eines ordentlichen xG-Werts ohne Treffer blieb. In der Praxis bedeutete das: City traf in einer Phase, in der sich Tore direkt im Spielstand niederschlugen, und Fulham ließ seine gefährlicheren Abschlussräume nicht in Treffer ummünzen.
Bei den Einzelleistungen unterstreicht das Spielerrating von Antoine Semenyo die Wirkung seiner wenigen, aber entscheidenden Aktionen. Mit Rating 8,0 lieferte er das höchste City-Rating, erzielte das 1:0 und bereitete das 2:0 vor, was die frühe Vorentscheidung direkt erklärt. Dahinter ragten Rúben Dias und Addji Guéhi mit jeweils 7,7 heraus, was zu einem Spiel passt, in dem Fulham zwar in den Strafraum kam, aber kaum zu klaren Abschlüssen aufs Tor. Auf Fulham-Seite blieb Raúl Jiménez mit Rating 6,7 in seinen sechzig Minuten der auffälligere Abschlussakteur mit drei Schüssen und einem Schuss aufs Tor, ohne dass daraus ein Tor entstanden wäre.
Dass Fulham trotz des 0:3 bis zum Ende nicht völlig aus dem Spiel fiel, zeigen die insgesamt ähnlichen Werte bei Ecken und Torwartaktionen. City hatte vier Ecken, Fulham drei, und beide Torhüter kamen auf jeweils zwei Paraden. Entscheidend war jedoch, dass City aus fünf Schüssen aufs Tor drei Treffer machte und damit eine deutlich höhere Trefferquote aus den auf den Kasten gebrachten Abschlüssen hatte.
Zusammenfassung
- Manchester City entschied das Premier-League-Spiel gegen den Fulham FC mit drei Toren zwischen der 24. und 39. Minute früh
- Semenyo prägte die Vorentscheidung mit Tor und Assist, Haaland und O’Reilly vollendeten die Führung bis zur Pause
- City hatte mehr Ballbesitz und deutlich mehr Passvolumen, Fulham kam aber zu mehr Abschlüssen im Strafraum
- Das Chancenbild blieb enger als der Endstand, was sich in 1,47 zu 1,04 Expected Goals widerspiegelt, während die Effizienz beim Heimteam den 3:0-Sieg trug