Nottingham Forest gewann am dreiunddreißigsten Spieltag der Premier League 2025-2026 im The City Ground mit 4:1 gegen den Burnley FC. Zur Pause führte Burnley nach einem Treffer von Zian Flemming in der Nachspielzeit mit 1:0. Nach dem Seitenwechsel drehte Nottingham die Partie, angeführt von drei Toren durch Morgan Gibbs-White und einem späten Treffer von Igor Jesus.
Wendepunkt nach der Pause
Der Spielverlauf kippte klar im zweiten Durchgang, obwohl Burnley die Halbzeitführung aus einem insgesamt chancenarmen ersten Abschnitt mitnahm. Der Treffer zum 0:1 fiel erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach Vorlage von Quilindschy Hartman, und er stand in einem Kontext, in dem Burnley insgesamt nur vier Schüsse im Spiel verzeichnete. Nottingham lag in der Gesamtanlage bereits vorne, was Ballbesitz und Aktivität anging, brachte diese Überlegenheit vor der Pause aber noch nicht in Tore umgemünzt.
Nach Wiederbeginn erhöhte Nottingham die Durchschlagskraft in den entscheidenden Zonen. Das zeigt sich in der Verteilung der Abschlüsse: neun Schüsse für Nottingham gegenüber vier für Burnley, dazu sieben Abschlüsse innerhalb des Strafraums gegenüber drei. Aus dieser Nähe zum Tor resultierte nicht nur das deutlich höhere Expected-Goals-Niveau von 1.00 zu 0.36, sondern auch die Phase, in der das Spiel entschieden wurde: Zwischen der zweiundsechzigsten und der siebenundsiebzigsten Minute erzielte Morgan Gibbs-White drei Tore. Innerhalb von fünfzehn Minuten wurde aus dem 0:1 ein 3:1, womit Burnley trotz nahezu ausgeglichenem Ballbesitz von 52 zu 48 kaum noch in kontrollierte Gegenmomente kam.
Chancenprofil und Effizienz
Die Zahlen sprechen für ein Spiel, in dem Nottingham weniger über eine Flut an Abschlüssen als über die Qualität und Positionierung seiner Versuche kam. Mit nur drei Schüssen aufs Tor bei insgesamt neun Versuchen war die Quote der Abschlüsse auf das Tor nicht außergewöhnlich hoch, dennoch stand am Ende ein 4:1. Burnley brachte ebenfalls drei Schüsse aufs Tor zustande, allerdings bei nur vier Versuchen insgesamt und mit deutlich niedrigerem Expected-Goals-Wert. Das unterstreicht, dass Burnleys Abschlüsse zwar punktuell das Tor fanden, insgesamt aber zu selten aus wiederholten Angriffen im letzten Drittel entstanden.
Nottinghams Vorteil lag darin, dass es häufiger in den Strafraum kam und dort zu Abschlüssen kam, selbst wenn diese nicht immer direkt aufs Tor gingen. Zwei abgewehrte Schüsse auf Nottinghams Seite und eine abgewehrte Aktion bei Burnley stützen das Bild, dass Burnley vor allem in der eigenen Box reagieren musste. Auch das Torhüterprofil passt dazu: Burnleys Keeper Martin Dúbravka kassierte vier Gegentore und kam nur auf eine Parade, während Nottinghams Matz Sels bei einem Gegentor zwei Paraden verzeichnete. Entscheidend war dabei weniger eine Torhüterschlacht als die Häufung klarer Nottingham-Aktionen in Strafraumnähe, die Burnley über längere Phasen nicht spiegeln konnte.
Personell verdichtete sich diese Effizienz auf Morgan Gibbs-White. Mit drei Toren bei fünf Schüssen insgesamt und drei Schüssen aufs Tor war er der zentrale Abschluss- und Entscheidungsfaktor, was sich auch in seinem Spielerrating von 10 widerspiegelte. Auf Burnleys Seite stach Zian Flemming mit seinem Führungstor und einem Rating von 7.3 heraus, doch sein Einfluss blieb auf einen einzigen Abschluss begrenzt, weil Burnley in der zweiten Halbzeit kaum zu einer vergleichbaren Sequenz an Strafraumaktionen kam.
Spielkontrolle über Passvolumen und Zweikampfanteile
Die Partie war in der Grundstatik eng, aber Nottingham hatte die minimalen Vorteile in den kontrollierbaren Bereichen. Mit 457 zu 437 Pässen und 373 zu 357 erfolgreichen Pässen lag Nottingham leicht vorne, ohne dass daraus automatisch ein dominanter Ballbesitz entstand. Der Unterschied zeigte sich eher darin, dass Nottingham längere Phasen mit Ballzirkulation hielt und damit mehr Situationen vorbereiten konnte, die zu Strafraumabschlüssen führten. Burnley blieb im Passvolumen nah dran, doch die Folgeaktionen im letzten Drittel blieben gemessen an Schüssen und Expected Goals deutlich seltener.
Auffällig war außerdem die Verteilung der Zweikämpfe bei einzelnen Nottingham-Spielern, die viele Duelle führten und damit die zweite Ballgewinnung stützten. Elliot Anderson war mit einundzwanzig Duellen und zwölf gewonnenen direkten Duellen sehr präsent und brachte zusätzlich drei erfolgreiche Dribblings ein. Ibrahim Sangaré ergänzte das mit zehn Duellen und sechs gewonnenen sowie drei Tackles, was Nottinghams Möglichkeit erhöhte, Ballverluste schnell zu korrigieren und den nächsten Angriff anzuschieben. Diese Kombination aus Ballarbeit und Wiedergewinnung erleichterte die Serie nach der zweiundsechzigsten Minute, weil Burnley seltener längere Entlastungsphasen bekam.
Der Spielfluss war zudem durch Burnleys höhere Foulzahl geprägt. Burnley beging zwölf Fouls gegenüber sieben von Nottingham und sah zwei Gelbe Karten, gegen Florentino Luís in der fünfundsiebzigsten Minute sowie gegen Kyle Walker in der achtzigsten. Das stoppte Nottinghams Rhythmus punktuell, änderte aber nichts daran, dass Nottingham in der entscheidenden Phase bereits auf 3:1 gestellt hatte. Bei Standards und Eckbällen blieb es ausgeglichen mit jeweils vier Ecken, sodass die Spielentscheidung weniger über ruhende Bälle als über Nottinghams Strafraumeffizienz nach dem Seitenwechsel fiel. Auch die Wechsel passten in diesen Verlauf: Igor Jesus kam zur Halbzeit und setzte in der achten Minute der Nachspielzeit mit dem 4:1 den Schlusspunkt, vorbereitet von Nicolás Domínguez, der kurz zuvor eingewechselt worden war.
Zusammenfassung
- Nottingham Forest gewann in der Premier League 2025-2026 gegen den Burnley FC mit 4:1 und drehte ein 0:1 zur Pause.
- Burnleys Führung durch Zian Flemming kurz vor der Halbzeit blieb der einzige Treffer aus insgesamt vier Burnley-Schüssen bei 0.36 Expected Goals.
- Nottingham entschied das Spiel zwischen Minute 62 und 77 mit drei Toren von Morgan Gibbs-White und nutzte dabei mehr Strafraumabschlüsse 7:3 sowie ein besseres xG-Profil 1.00:0.36.
- Das Passvolumen und die Zweikampfpräsenz stützten Nottinghams Kontrolle, während Burnley trotz ähnlichem Ballbesitz weniger Aktionen im letzten Drittel produzierte.
- Igor Jesus nach dem Pausenwechsel und Domínguez in der Schlussphase setzten mit dem späten 4:1 die letzte Sequenz eines insgesamt klaren zweiten Durchgangs.