Der PEC Zwolle gewann am 28. Spieltag der Eredivisie 2025-2026 im MAC³PARK Stadion mit 2:1 gegen den NAC Breda. Die Partie wurde durch einen Doppelschlag in der ersten Halbzeit mit Treffern in der 22. und 24. Minute früh auf 2:0 gestellt. Nach dem Anschlusstreffer in der 67. Minute blieb es beim knappen Heimsieg.
Frühe Tore bei niedriger Abschlusslast
Zwolle drehte das Spiel in einer Phase, in der das Gesamtbild noch nicht von vielen Abschlüssen geprägt war, mit zwei Aktionen innerhalb von zwei Minuten. In der 22. Minute brachte Thijs Oosting die Gastgeber nach Vorarbeit von Odysseus Velanas in Führung, zwei Minuten später erhöhte Velanas selbst auf 2:0. Dass ein Team mit insgesamt nur 8:17 Schüssen am Ende gewinnt, erklärt sich bei Zwolle vor allem über diese frühe Effizienz, denn beide Schüsse aufs Tor führten zu Toren. Auf der Gegenseite standen fünf Schüsse aufs Tor, aber nur ein Treffer.
Die Expected Goals spiegelten diese enge Verhältnis der klaren Möglichkeiten trotz deutlicherer Aktivität des NAC: 0,82 für Zwolle und 0,78 für Breda. Auch die Verteilung der Abschlusszonen passt dazu, dass Breda zwar häufiger in Tornähe kam, daraus aber nicht deutlich mehr zwingende Qualität ableitete: 9:5 Schüsse innerhalb des Sechzehners zugunsten der Gäste, ergänzt durch 8:3 Versuche von außerhalb. Zwolle blieb insgesamt deutlich seltener im letzten Drittel mit Abschlüssen präsent, war aber in den wenigen entscheidenden Momenten im Strafraumabschluss sofort durchschlagsfähig.
Velanas prägte diese Phase am stärksten. Sein Spielerrating von 8,7 war nicht nur der höchste Wert bei Zwolle, sondern auch der klare Ausreißer der Partie. Ein Tor, eine Vorlage, vier Key Pässe und ein perfekter Schuss aufs Tor bündelten die frühe Führung in einer kurzen, aber spielentscheidenden Sequenz.
Bredas Ballbesitz und Passvolumen als Rahmen der zweiten Phase
Nach dem 0:2 verschob sich das Spiel erwartbar in Richtung Breda. Die Gäste kamen auf 56 Prozent Ballbesitz und auf 430 Pässe gegenüber 358 Pässen bei Zwolle, zudem mit höherer Passzahl erfolgreicher Zuspiele 344:265. Das war weniger ein Zeichen dauerhafter Strafraumdominanz als ein Hinweis auf längere Ballbesitzphasen und mehr Anläufe in Richtung Abschluss, was sich im Schussverhältnis 17:8 und bei den Ecken 5:2 fortsetzte.
Zwolle nahm das Spiel nach der Pause auch personell in eine Phase, in der es stärker um Absicherung und das Verwalten der Führung ging. Mit dem Doppelwechsel in der 58. Minute ging Velanas runter und Nick Fichtinger kam, dazu Kaj de Rooij für Ryan Thomas. Beide Wechsel reduzierten zunächst die direkte Torgefahr aus dem Zentrum, was sich daran zeigt, dass Zwolle trotz der Führung im weiteren Verlauf nicht mehr zu Schüssen aufs Tor kam. Gleichzeitig blieb Zwolle über Zweikampfarbeit und viele geblockte Versuche in der Lage, Bredas Volumen zu bremsen. Beide Teams blockten jeweils fünf Schüsse, bei Zwolle war das angesichts der höheren gegnerischen Abschlusszahl ein zentraler Faktor, um Bredas Angriffswellen von der letzten Präzision fernzuhalten.
Auf individueller Ebene trugen bei Breda vor allem Spieler mit hohem Passvolumen dazu bei, dass die Gäste konstant in Ballbesitz blieben. Fredrik Oldrup Jensen kam auf 76 Pässe bei 63 erfolgreichen und bildete damit eine stabile Basis für den Spielaufbau. Rio Hillen lag bei 50 Pässen und 45 erfolgreichen, dazu zwei Key Pässe und ein Spielerrating von 7,2 als einer der auffälligeren Werte im Team. Trotzdem zeigte sich in der Endausführung eine Lücke zwischen Ballzirkulation und Ertrag, denn aus 17 Schüssen wurden nur fünf Schüsse aufs Tor und am Ende nur ein Treffer.
Anschluss in Minute 67 und Zwölles Verteidigung über Paraden und Duelle
Die beste Phase des NAC mündete in der 67. Minute in den Anschluss: Mohamed Nassoh traf nach Vorlage von Raul Carlos Vasko Caldaroska Paula zum 2:1. Nassohs Rolle war dabei die konsequenteste in der Schlussphase, weil er nicht nur den Treffer erzielte, sondern auch beide eigenen Schüsse aufs Tor brachte. Sein Spielerrating von 7,3 ordnet diesen Einfluss ein, zumal er damit zu den besten Werten bei Breda gehörte.
Mit dem 2:1 blieb das Spiel offen, ohne dass es statistisch in eine echte Druckphase mit klarer Qualitätsverschiebung kippte. Der NAC erhöhte zwar weiter die Abschlusszahl und suchte sowohl den Strafraum als auch Distanzabschlüsse, doch die Torhüterstatistik und die Verteilung der Schüsse aufs Tor zeigen, dass Zwolle die entscheidenden Aktionen im Strafraum und auf der Linie überstand. Tom de Graaff kam auf vier Paraden und hielt damit den Vorsprung bis zum Abpfiff fest, während sein Gegenüber Daniel Bielica bei zwei Gegentoren ohne Parade blieb. In einem Spiel mit insgesamt nur sieben Schüssen aufs Tor war genau diese Differenz im Torabschluss und in der Torverteidigung spielentscheidend.
Auch die Zweikampfdaten einzelner Defensivspieler stützten das Bild, dass Zwolle in der Schlussphase vor allem über direkte Duelle und Unterbindung der letzten Aktion verteidigte. Tristan Gooijer gewann 9 von 12 Duellen und sammelte drei Tackles, bei gleichzeitigem Risiko in Form der Gelben Karte in der 39. Minute. Auf der anderen Seite standen bei Breda viele Duelle in der Offensive, etwa bei Charles-Andreas Brym mit 22 Duellen, ohne dass daraus genügend Präzision im letzten Kontakt entstand. Die Kartenverteilung mit zwei Gelben für Zwolle und einer für Breda, dazu 18:14 Fouls, zeigt dabei eine Partie, in der Zwolle die Gästephasen regelmäßig über Unterbrechungen und direkte Zweikämpfe stopfte, ohne in Unterzahl zu geraten.
Zusammenfassung
- PEC Zwolle gewann in der Eredivisie 2025-2026 gegen den NAC Breda mit 2:1 und legte den Grundstein durch Tore in der 22. und 24. Minute.
- Trotz 44:56 Ballbesitz und 8:17 Schüssen setzte Zwolle seine einzigen zwei Schüsse aufs Tor in zwei Tore um.
- Die Spielqualität blieb laut Expected Goals eng bei 0,82 zu 0,78, obwohl Breda mehr Strafraum- und Distanzabschlüsse nahm.
- Der NAC verkürzte in der 67. Minute durch Mohamed Nassoh, kam danach aber nicht mehr zum Ausgleich.
- Zwölle verteidigte den Vorsprung über geblockte Schüsse und vier Paraden von Tom de Graaff, während Breda aus fünf Schüssen aufs Tor nur einmal traf.