Der PSV Eindhoven gewann am 26. Spieltag der Eredivisie 2025-2026 im Philips Stadion mit 2:1 gegen den AZ Alkmaar. AZ ging früh durch Billy van Duijl in Führung, ehe kurz vor der Pause ein Eigentor von Troy Parrott den Ausgleich brachte. In der Schlussphase entschied Ricardo Pepi die Partie mit dem 2:1.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Über weite Strecken lief das Spiel in der Grundtendenz in eine Richtung: der PSV hatte mit 64 Prozent Ballbesitz deutlich mehr Spielanteile und untermauerte das auch über das Passvolumen. Mit 572 Pässen gegenüber 329 Pässen des AZ schob der PSV die Spielaktionen häufiger in die gegnerische Hälfte und hielt den Ball länger in den eigenen Reihen, was sich auch in der hohen Zahl erfolgreicher Zuspiele zeigte. Der AZ musste dadurch insgesamt mit kürzeren Phasen agieren und kam seltener in längere Ballbesitzfolgen, was die geringe Passgenauigkeit im Verhältnis zum PSV zusätzlich sichtbar machte.
Trotz der klaren Ballbesitzverteilung blieb das Spiel in seiner Ergebnisentwicklung zunächst offen, weil der AZ seine frühen Momente effizient nutzte. Das 0:1 nach dreizehn Minuten entstand aus einer Situation, in der der AZ mit wenig Vorlauf in den Abschluss kam, Billy van Duijl verwertete dabei eine Vorlage von Isak Steiner Jensen. Der PSV blieb danach zwar das aktivere Team mit mehr Ballzirkulation, doch die Führung des AZ verschob die Schwerpunktsetzung: Der PSV musste häufiger gegen einen Gegner arbeiten, der in seinen Ballphasen selektiver agierte und nicht auf dauerhaftes Mitspielen angewiesen war.
Individuell war der Einfluss im PSV-Aufbauspiel vor allem über das Zentrum ablesbar. Joey Veerman brachte es auf 92 Pässe und ergänzte die Ballverteilung mit drei Key Pässen, was die Anzahl der fortgesetzten Angriffe stützte. Jerdy Schouten spielte ebenfalls sehr passaktiv mit 91 Pässen, wodurch der PSV das Spieltempo über viele Sequenzen stabil hochhalten konnte, ohne dass daraus automatisch eine frühe Entscheidung entstand.
Chancenbild und Strafraumspiel
Die Spielstatistiken zeichneten ein Bild klarer PSV-Vorteile in der Summe der Abschlüsse, ohne den AZ aus dem Spiel zu drücken. Der PSV kam auf 19 Schüsse, der AZ auf 13, bei den Schüssen aufs Tor lag der PSV mit 8:5 vorn. Entscheidender als die reine Menge war dabei, dass beide Teams ihre Abschlüsse fast vollständig aus dem Strafraum generierten: Beim PSV waren siebzehn von neunzehn Versuchen aus dem Sechzehner, beim AZ zwölf von dreizehn. Das deutete auf viele Situationen hin, in denen Aktionen bis in die gefährliche Zone getragen wurden, statt sich auf Distanzschüsse zu stützen.
In der erwartbaren Torerwartung spiegelte sich der PSV-Vorteil ebenfalls, aber nicht in einer Größenordnung, die den Spielausgang schon früh festgelegt hätte. Mit 2,33 Expected Goals lag der PSV vor dem AZ mit 1,69, was zu einem Spiel passte, in dem der PSV mehr Druckphasen hatte, der AZ aber regelmäßig zu eigenen Gelegenheiten kam. Auch die Zahl abgewehrter Schüsse zeigt, dass der AZ über längere Phasen viele Abschlüsse zuließ und blocken musste, insgesamt sieben geblockte Versuche gegenüber vier beim PSV.
Dass das Spiel trotz PSV-Dominanz bis in die Schlussphase offen blieb, hing auch an der Torwartleistung des AZ zusammen. Rome-Jayden Owusu-Oduro kam auf sieben Paraden und erhielt mit 8,7 ein sehr hohes Rating, was zur Zahl und Qualität der PSV-Abschlüsse passte. Auf der anderen Seite musste Matěj Kovář viermal parieren und blieb bei einem Gegentor, was zur geringeren, aber dennoch relevanten Abschlusszahl des AZ passte.
Der Ausgleich kurz vor der Pause fiel nicht aus einer typischen PSV-Abschlussfolge, sondern durch ein Eigentor von Troy Parrott in der 45. Minute. Diese Szene veränderte vor allem die Ausgangslage für die zweite Hälfte: Der PSV konnte seine höheren Spielanteile weiter in Angriffsdruck übersetzen, während der AZ den Vorteil aus der frühen Führung verlor und damit stärker darauf angewiesen war, die eigenen Phasen in Abschlüsse zu verwandeln.
Schlussphase und entscheidende Aktionen
Nach dem Seitenwechsel blieb der PSV spielbestimmend, gleichzeitig zeigte der Spielverlauf, dass der AZ die Partie defensiv lange im Bereich eines knappen Ergebnisses hielt. Ein Hinweis darauf war die fortgesetzte Notwendigkeit von Paraden beim AZ-Keeper sowie die Anzahl der geblockten Schüsse. Die Verwarnung für Alexandre Penetra in der 50. Minute stand in einem Abschnitt, in dem der AZ immer wieder unter Druck geriet und Zweikämpfe im defensiven Drittel führen musste.
Die Wechsel beider Teams ab der 58. Minute fügten sich in dieses Bild: Der PSV brachte Anass Salah-Eddine für Sergiño Dest, später folgten Ryan Flamingo und Esmir Bajraktarević, während der AZ mit Denso Kasius und Ayoub Oufkir auf neue Impulse reagierte. In den Daten ist dabei keine komplette Verschiebung der Spielanteile ablesbar, aber der PSV hielt die Angriffstaktung hoch und kam weiterhin zu Abschlüssen, was sich am finalen Schuss- und xG-Vorteil festmachen ließ.
In der Entscheidungsszene der 86. Minute verband sich PSV-Druck mit einer klaren, belegbaren Schlüsselfigur. Ricardo Pepi erzielte das 2:1 nach Assist von Ivan Perišić. Pepi hatte insgesamt fünf Schüsse, vier davon aufs Tor, und war damit der deutlichste Abschlusspunkt in der Schlussphase. Perišić prägte das Spiel im letzten Drittel über eine außergewöhnlich hohe Zahl an Key Pässen, insgesamt acht, und bekam mit 9,9 das herausragende Rating der Partie, was die Häufung an vorbereitenden Aktionen und die direkte Torvorlage in der Endphase widerspiegelte.
Dass der PSV den knappen Vorsprung anschließend über die letzten Minuten brachte, passt zur Gesamtdatenlage: Der AZ blieb zwar bei 13 Schüssen insgesamt, kam aber im Verhältnis zur eigenen Ballbesitzzeit von 36 Prozent nicht in eine Phase, die den PSV noch einmal dauerhaft zurückdrückte. Die späten Wechsel, darunter die Einwechslung von Myron Boadu sowie auf AZ-Seite Mexx Meerdink und Jizz Hornkamp, veränderten am Ergebnis nichts mehr. Die Verwarnungen für Pepi und später Couhaib Driouech blieben Randaspekte eines Endspiels, das vor allem durch die späte Effizienz des PSV entschieden wurde.
Zusammenfassung
- Der PSV Eindhoven gewann in der Eredivisie 2025-2026 gegen den AZ Alkmaar mit 2:1 nach frühem 0:1 und Ausgleich kurz vor der Pause.
- Der PSV hatte mit 64 Prozent Ballbesitz sowie 572:329 Pässen die längeren Spielphasen und hielt den Druck über viele Angriffe hoch.
- Im Chancenbild lag der PSV vorn mit 19:13 Schüssen und 8:5 Schüssen aufs Tor, bei 2,33:1,69 Expected Goals blieb der AZ jedoch gefährlich.
- Das 1:1 fiel durch ein Eigentor von Troy Parrott, die Entscheidung brachte Ricardo Pepi in der 86. Minute nach Vorlage von Ivan Perišić.
- Owusu-Oduro hielt den AZ mit sieben Paraden lange im Spiel, der PSV setzte sich erst in der Schlussphase durch.