Der SC Freiburg gewann in den Finalspielen der UEFA Europa League 2025-2026 am dritten Spieltag mit 3:0 gegen Celta Vigo. Freiburg stellte bereits in der ersten Halbzeit auf 2:0 durch Treffer von Vincenzo Grifo und Jan-Niklas Beste. In der Schlussphase erhöhte Matthias Ginter auf 3:0 und schloss damit den Spielverlauf ab.
Frühe Führung und klare Trennung der Strafraumaktionen
Der Spielbeginn setzte den Rahmen für die gesamte Partie: Freiburg ging in der zehnten Minute durch Grifo in Führung, vorbereitet von Johan Manzambi. Dieses frühe 1:0 passte zu den späteren Verhältnissen im letzten Drittel, weil Freiburg über die gesamte Spielzeit deutlich mehr Abschlüsse und vor allem mehr Aktionen aus dem Sechzehner bekam. Aus dreizehn Freiburger Schüssen kamen acht aus dem Strafraum, bei Celta waren es nur zwei von vier.
Auch das zweite Tor fiel noch vor der Pause, als Beste in der 32. Minute traf und dabei von Igor Matanović bedient wurde. Mit dem 2:0 zur Halbzeit wurde das Ungleichgewicht in den gefährlichen Zonen greifbar: Freiburg brachte sieben Schüsse aufs Tor, während für Celta kein einziger Abschluss aufs Tor ausgewiesen ist. Dazu passt, dass Freiburgs Torhüter Noah Atubolu laut Statistik ohne Parade blieb, was die geringe Durchschlagskraft der Gäste bis in die letzte Aktion hinein abbildet.
Im Kontext der erwarteten Tore spiegelt sich dieses Bild ebenfalls. Freiburg kam auf 1,56 Expected Goals und übertraf diesen Wert mit drei Treffern deutlich, während Celta mit 0,58 Expected Goals insgesamt nur in eine Größenordnung kam, die ohne effiziente Verwertung kaum ausreicht, um ein Spiel zu drehen. Die Differenz entstand weniger über extreme Ballbesitzphasen, sondern über den Zugriff auf den Strafraum und die Qualität der Abschlusspositionen.
Ballbesitz auf Augenhöhe, aber Freiburg mit der saubereren Umsetzung
In der Verteilung des Ballbesitzes war die Partie nicht einseitig. Freiburg lag mit 52 zu 48 Prozent nur knapp vorn, und auch bei den Pässen bewegten sich beide Teams in ähnlichen Volumina. Freiburg spielte 506 Pässe und brachte 437 an, Celta kam auf 473 und 398. Der Unterschied entstand deshalb nicht aus einem reinen Kontrollspiel über Ballzirkulation, sondern aus dem Übergang von Ballbesitz in Abschlüsse.
Freiburg übersetzte seine Spielanteile in ein deutliches Schussverhältnis von 13:4. Bemerkenswert ist dabei die Verteilung auf die Räume: Während Freiburg sowohl innerhalb als auch außerhalb des Sechzehners regelmäßig zum Abschluss kam, blieb Celta bei zwei Distanzschüssen und zwei Versuchen aus dem Strafraum. Freiburg musste zudem nur vier eigene Schüsse geblockt hinnehmen, während Celta lediglich einen geblockten Abschluss verzeichnete, was zur geringen Frequenz an Offensivaktionen passt.
Individuell lassen sich die produktivsten Sequenzen bei Freiburg über die nachweisbaren Beiträge in der Endphase der Angriffe einordnen. Beste lieferte ein Tor und eine Vorlage sowie vier Key Pässe und erreichte mit dem Spielerrating 8,5 einen Team-Spitzenwert. Manzambi kam ebenfalls auf ein Rating von 8,5, steuerte die Vorlage zum 1:0 bei und gewann elf von sechzehn Duellen, was seine Präsenz in den direkten Aktionen unterstreicht. Matanović ergänzte das Bild mit einer Vorlage und zwei Key Pässen bei einem Rating von 7,5, wodurch Freiburg nicht auf einen einzigen Abschlussweg angewiesen war, sondern wiederholt zu letzten Pässen kam.
Reaktionen nach der Pause, aber keine Wende in der Tordynamik
Celta reagierte zur Halbzeit mit zwei Wechseln und veränderte mit weiteren Einwechslungen im Verlauf erneut das Personal. Jones El Abdellaoui und Fernando López kamen zur zweiten Halbzeit, später folgten Vecino, Pablo Durán und Iago Aspas. Die Vielzahl der Wechsel deutet auf die Suche nach einem anderen Zugriff in der Offensive hin, im Spielgeschehen schlug sich das jedoch nicht in einer höheren Abschlusszahl nieder: Celta blieb am Ende bei vier Schüssen.
Freiburg wechselte in der 74. Minute doppelt und nahm damit den Torschützen Grifo sowie Yuito Suzuki vom Feld, ohne dass das eigene Angriffsspiel abriss. Im Gegenteil fiel kurz darauf das dritte Tor: In der 78. Minute traf Matthias Ginter nach Vorlage von Beste. Gerade dieses 3:0 passt zu einem Spiel, in dem Freiburg nicht nur mehr Abschlüsse hatte, sondern auch die wenigen Gelegenheiten hoch effizient verwertete.
Dass Celta trotz drei Gegentoren nicht noch deutlicher unterging, lässt sich am ehesten über den Torhüter erklären. Ionuț Radu kam auf vier Paraden und ein Rating von 7,2, was im Verhältnis zur Null bei Freiburgs Paraden als einziger klarer statistischer Widerstandspunkt der Gäste stehen bleibt. Auf der anderen Seite unterstrich Ginter mit Tor, sauberer Passquote und drei Interceptions bei einem Rating von 8,3, dass Freiburg selbst aus der Tiefe noch entscheidend in der gegnerischen Box auftauchen konnte.
Im disziplinarischen Bereich blieb die Partie insgesamt ruhig. Freiburg hatte eine Gelbe Karte durch Maximilian Eggestein in der Nachspielzeit, Celta blieb ohne Verwarnung. Auch bei Abseits und Standards gab es keine Werte, die den Ausgang erklären würden: Beide Teams standen je einmal im Abseits, Freiburg kam auf drei Ecken. Entscheidend war, dass Freiburg über die gesamte Spielzeit mehr und deutlich gefährlichere Abschlüsse produzierte und Celta in der zweiten Halbzeit trotz personeller Anpassungen keine Phase bekam, in der sich das Kräfteverhältnis vor dem Tor sichtbar verschob.
Zusammenfassung
- Der SC Freiburg gewann in den Finalspielen der UEFA Europa League 2025-2026 gegen Celta Vigo mit 3:0.
- Die frühe Führung durch Grifo und das 2:0 durch Beste vor der Pause legten den Spielverlauf fest.
- Trotz nahezu ausgeglichenem Ballbesitz verwandelte Freiburg Spielanteile in ein klares Schussverhältnis von 13:4 und deutlich mehr Strafraumabschlüsse.
- Celta kam bei 0,58 Expected Goals insgesamt zu wenig in gefährliche Abschlusszonen, während Freiburg mit 1,56 Expected Goals und sieben Schüssen aufs Tor die Effektivität auf seiner Seite hatte.
- Die Wechsel der Gäste nach der Pause änderten die Offensivwerte nicht, Freiburg erhöhte durch Ginter zum 3:0 und ließ defensiv keine Abschlüsse aufs Tor zu.