Der SL Benfica gewann am 27. Spieltag der Primeira Liga 2025-2026 die Partie gegen Vitoria Guimaraes mit 3:0. Nach dem frühen 1:0 durch Gianluca Prestianni in der 14. Minute blieb Benfica zur Pause vorne und erhöhte nach Wiederbeginn durch Vangelis Pavlidis in der 55. Minute. In der Schlussphase fiel das dritte Tor durch ein Eigentor von Benedito Mukendi in der 74. Minute.
Ergebnis und Chancenqualität
Das 3:0 bildet den Spielverlauf vor allem über die Effizienz und die Chancenqualität ab. Obwohl Vitoria Guimaraes insgesamt mehr Abschlüsse hatte, mit 16:12 Schüssen, kam Benfica zu den klareren Aktionen: Das zeigt sich in den Schüssen aufs Tor mit 4:2 für Benfica und noch deutlicher in den Expected Goals mit 1.67:0.77. Während Guimaraes neun seiner sechzehn Schüsse von außerhalb des Sechzehners nahm, suchte Benfica häufiger den Abschluss aus dem Strafraum, mit 9:7 Schüssen innerhalb des Sechzehners.
Damit erklärt sich auch, warum der Spielstand deutlicher ausfiel als die reine Schusszahl vermuten lässt. Guimaraes brachte trotz leicht höherem Ballbesitz viele Angriffe in Zonen, aus denen eher Distanzschüsse entstanden, während Benfica seltener abschloss, aber häufiger aus unmittelbarer Torgefahr. Die Torhüterstatistik passt dazu: Beide Keeper kamen auf zwei Paraden, dennoch stand am Ende ein klarer Zu-null-Sieg, weil Guimaraes seine wenigen Abschlüsse aufs Tor nicht in Tore ummünzen konnte und Benfica aus vier Schüssen aufs Tor drei Treffer erzielte.
Spielverlauf über die Tore
Die Partie bekam durch das 1:0 in der 14. Minute früh eine Richtung. Prestianni schloss eine Benfica-Aktion mit Assist von Richard Rios ab, wodurch Benfica trotz insgesamt ausgeglichener Spielanteile einen Vorsprung verwalten konnte. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, was zu den ausgeglichenen Basiswerten passt: 49:51 Prozent Ballbesitz und 446:451 Pässe deuten auf eine Begegnung hin, in der Guimaraes viel mitspielte, ohne die eigenen Abschlüsse in ausreichend zwingende Abschlüsse aufs Tor zu übersetzen.
Nach der Pause setzte Benfica den nächsten klaren Treffer. In der 55. Minute traf Pavlidis nach erneuter Vorarbeit von Rios zum 2:0. Diese Phase war der entscheidende Hebel im Spiel, weil Guimaraes damit nicht nur einem Rückstand hinterherlief, sondern auch die eigene Angriffsleistung steigern musste, ohne dass sich die Chancenqualität entsprechend verbesserte. Die Auswechslungen bei Guimaraes in der 59. Minute, als Gustavo da Silva Cunha und N. Saviolo kamen, fielen zeitlich genau in diese Situation: Das Team reagierte auf den Spielstand, musste aber weiter aus größerer Distanz abschließen, wie das Verhältnis von neun Distanzschüssen zeigt.
Mit dem 3:0 in der 74. Minute war die Partie endgültig entschieden. Das Eigentor von Mukendi entstand in einer Phase, in der Guimaraes bereits mehrere Wechsel vollzogen hatte, unter anderem in der 72. Minute mit Diogo Lobao de Sousa und Telmo Arcanjo. Benfica nutzte anschließend die komfortable Lage für eigene Wechsel, nahm mit Prestianni und Pavlidis zwei Torschützen vom Feld und brachte mit Dodi Lukebakio und Franjo Ivanovic frische Offensivkräfte, ohne dass Guimaraes im Gegenzug noch zu mehr als zwei Schüssen aufs Tor kam.
Einfluss einzelner Spieler im Datenbild
Auf Benficas Seite stach Richard Rios als zentraler Faktor der Torentstehung heraus. Mit zwei Assists lieferte er die direkte Vorlage für das 1:0 und das 2:0 und erhielt mit 8.2 das höchste Rating im Team. Sein Beitrag ging dabei über die letzten Pässe hinaus: Er gewann sechs seiner acht Duelle und zog mit zwei Key-Pässen auch abseits der Tore sichtbar Spielanteile im letzten Drittel auf seine Seite.
Prestianni prägte die Anfangsphase nicht nur mit dem frühen Treffer, sondern auch über seine Beteiligung an Benficas Offensivaktionen. Sein Rating von 8.0 ordnet sich als klarer Ausreißer im oberen Bereich ein und passt zu drei Key-Pässen sowie dazu, dass er trotz nur eines eigenen Abschlusses ein Tor erzielte. Pavlidis wiederum brachte den zweiten Treffer ins Spiel und blieb mit Rating 7.2 in einem Bereich, der seine Rolle als effizienter Vollstrecker abbildet, ohne dass er über viele Abschlüsse kam, drei Schüsse insgesamt und nur einer davon aufs Tor.
Bei Vitoria Guimaraes spiegelt das Ratingbild eher die Schwierigkeiten wider, aus der eigenen Spielanlage klare Torgefahr zu erzeugen. Fábio Silva fiel mit 5.9 als niedriges Rating auf, was im Kontext von sechs Fouls und nur einem Schuss plausibel ist, weil viele seiner Aktionen eher in Zweikämpfe und Unterbrechungen mündeten als in Abschlüsse mit hoher Torwahrscheinlichkeit. Mukendi hatte mit 68 Pässen bei hoher Passgenauigkeit zwar eine starke Einbindung im Ballbesitz, das Eigentor und das Rating von 6.0 stehen aber sinnbildlich dafür, dass die dominanteren Passphasen von Guimaraes nicht in entsprechend wirksame Szenen vor Benficas Tor übersetzt wurden.
Zusammenfassung
- Der SL Benfica gewann in der Primeira Liga gegen Vitoria Guimaraes mit 3:0 durch Tore in der 14. und 55. Minute sowie ein Eigentor in der 74. Minute.
- Guimaraes hatte mehr Schüsse und leicht mehr Ballbesitz, Benfica aber mehr Schüsse aufs Tor und deutlich höhere Expected Goals, was die klarere Chancenqualität beschreibt.
- Benficas Abschlüsse kamen häufiger aus dem Strafraum, während Guimaraes viele Distanzschüsse nahm und insgesamt nur zwei Schüsse aufs Tor brachte.
- Richard Rios prägte das Spiel mit zwei Assists und dem höchsten Rating, während Prestianni und Pavlidis die beiden Treffer aus dem Spiel heraus erzielten.