Am 25. Spieltag der 1. Česká fotbalová liga 2025-2026 trennten sich der FK Teplice und Dukla Praha in der AGC Aréna Na Stínadlech 0:0. Der Spielverlauf war von einer leichten Ballbesitz-Überlegenheit der Gastgeber und einer insgesamt ausgeglichenen Chancenqualität geprägt. Tore fielen trotz mehrerer Abschlüsse auf beiden Seiten nicht.
Ballbesitz und Spielanteile
Der FK Teplice hatte über weite Strecken mehr Spielanteile, was sich klar in den Basiswerten abbildete: siebenundfünfzig Prozent Ballbesitz sowie 360 gespielte Pässe gegenüber 267 von Dukla Praha. Auch die Passquote im Absolutwert kippte in Richtung Teplice, mit 243 erfolgreichen Pässen im Vergleich zu 161. Diese Überlegenheit bedeutete jedoch nicht, dass Dukla aus dem Spiel gedrängt wurde, sondern eher, dass Teplice häufiger in längeren Ballbesitzphasen die Ausgangspositionen im Mittelfeld besetzte.
Dass aus dieser Kontrolle nur begrenzt klare Abschlusssituationen entstanden, lässt sich am Verhältnis zwischen Ballbesitz und Chancenqualität ablesen: Das Expected-Goals-Niveau blieb mit 0,98 zu 0,82 eng beieinander. Teplice brachte den Ball zwar regelmäßig in Zonen, aus denen Abschlüsse vorbereitet werden konnten, aber der letzte Pass führte nicht konstant in unmittelbare Tornähe. Auffällig ist, dass bei Teplice mehrere Spieler zwar als Passgeber in Erscheinung traten, die Durchschlagskraft im letzten Drittel aber eher über einzelne Aktionen lief, etwa über Michal Bílek mit vier Key-Pässen und Matěj Nárpstek mit zwei Key-Pässen.
Im Vergleich dazu agierte Dukla mit weniger Ballbesitz, blieb aber in der Lage, aus kürzeren Sequenzen eigene Abschlüsse zu erzeugen. Das Schussverhältnis von 11:13 zeigt, dass Dukla die geringere Passzahl nicht als reine Defensive interpretierte, sondern Ballgewinne und schnellere Angriffe in Abschlüsse ummünzen konnte. Teplice hatte damit zwar mehr Kontrolle über den Ball, aber nicht automatisch ein deutliches Plus an Torchancen.
Chancenprofile und Effizienz
Die Verteilung der Abschlüsse erklärt, warum das Spiel torlos blieb und warum der optische Vorteil von Teplice nicht in klare Überlegenheit umschlug. Dukla kam zwar insgesamt auf dreizehn Schüsse, neun davon innerhalb des Sechzehners, während Teplice nur fünf Abschlüsse aus diesem Bereich hatte. Teplice verlegte sich im Gegenzug häufiger auf Distanz, mit sechs Schüssen von außerhalb des Strafraums gegenüber vier bei Dukla. In der Summe deutet das darauf hin, dass Dukla häufiger in Abschlusspositionen nahe am Tor kam, Teplice jedoch öfter aus weniger nahen Zonen abschloss.
Gleichzeitig blieb die Präzision beider Teams überschaubar. Teplice traf viermal das Tor, Dukla dreimal, sodass das Verhältnis bei Schüssen aufs Tor 4:3 zugunsten der Gastgeber ausfiel. Der entscheidende Unterschied lag eher in der Torhüterarbeit: Duklas Hugo Jan Bačkovský kam auf vier Paraden und stach mit einem Spielerrating von 8,3 als klarer Ausreißer nach oben heraus. Bei Teplice hielt Matouš Trmal dreimal und wurde mit 7,3 bewertet, was ebenfalls eine starke Einordnung ist, aber weniger außergewöhnlich als die Leistung auf der Gegenseite.
Dass Teplice trotz weniger Abschlüsse im Strafraum insgesamt auf ein leicht höheres Expected-Goals-Niveau kam, spricht für eine gewisse Qualität einzelner Situationen, auch wenn diese nicht in Tore umschlugen. Dukla hatte zwar mehr Strafraumabschlüsse, doch die daraus resultierende Chancenqualität blieb in der Gesamtsumme begrenzt, was gut zum Wert von 0,82 Expected Goals passt. Im Detail unterstreicht das, dass Abschlüsse aus dem Strafraum in diesem Spiel nicht automatisch hochkarätig waren, sondern häufig verteidigt oder unter Druck genommen wurden. Die vier abgewehrten Schüsse von Dukla im Teamwert zeigen zudem, dass Teplice mehrere Versuche gar nicht erst bis zum Tor durchbrachte.
Zweikämpfe, Fouls und Spielrhythmus
Der Rhythmus wurde spürbar von vielen Unterbrechungen beeinflusst. Dukla beging achtzehn Fouls, Teplice vierzehn, dazu kamen insgesamt sechs Gelbe Karten, davon fünf für Dukla. Bereits früh wurden Verwarnungen gesetzt, mit Gelb gegen Daniel Kozma in der siebten Minute, später folgten unter anderem Samson Okikiola Tijani in der siebenundzwanzigsten und Marek Hanousek kurz vor der Pause in der dreiundvierzigsten Minute. Teplice sah nur eine Gelbe Karte, als Denis Halinský in der einunddreißigsten Minute verwarnt wurde.
Diese Verteilung spricht für eine Partie, in der Dukla häufiger in direkten Duellen und durch Fouls den Spielfluss des ballbesitzstärkeren Gegners stoppte. Gleichzeitig blieb das Spiel in seinen Grunddaten kontrolliert genug, um ohne Platzverweise auszukommen. Die Anzahl der Eckbälle mit 5:6 zeigt zudem, dass beide Teams regelmäßig in den Zonen rund um den Strafraum aktiv wurden, ohne daraus einen entscheidenden Vorteil zu ziehen.
Die Wechsel veränderten die Statik nur begrenzt. Dukla tauschte zur Halbzeit Michal Černák gegen Dario Kreiker, später ersetzte Kevin-Prince Milla Tomáš Pekhart in der zweiundsiebzigsten Minute. Teplice reagierte mit einem Doppelwechsel in der vierundsechzigsten Minute, als Matyáš Kozák für Matěj Pulkrab und Daniel Mareček für Matěj Nárpstek kamen. Der späte Wechselblock mit Josef Švanda und Pavel Svatek in der achtundsiebzigsten Minute sowie Jakub Jakubko in der siebenundachtzigsten deutet darauf hin, dass Teplice die Schlussphase über frische Beine in Duellen und bei einzelnen Angriffen beleben wollte, ohne dass daraus ein spürbarer Anstieg bei Toraktionen entstand.
Zusammenfassung
- Der FK Teplice gegen Dukla Praha endete in der 1. Česká fotbalová liga 2025-2026 mit 0:0.
- Teplice hatte mehr Ballbesitz und deutlich mehr Passaktionen, ohne daraus klare Dominanz bei der Chancenqualität zu erzeugen.
- Dukla kam zu mehr Abschlüssen und deutlich mehr Strafraumabschlüssen, blieb aber bei den Schüssen aufs Tor hinter Teplice.
- Bačkovský mit vier Paraden und Rating 8,3 prägte die Null von Dukla, Trmal hielt dreimal für Teplice.
- Viele Fouls und fünf Gelbe Karten gegen Dukla beeinflussten den Spielfluss, ohne das Ergebnis zu verändern.