In der Serie A 2025-2026 gewann die AC Fiorentina am einunddreißigsten Spieltag bei Verona mit 1:0. Zur Pause stand es 0:0, ehe Nicolò Fagioli in der 82. Minute nach Vorarbeit von Jack David Harrison das einzige Tor erzielte. In der Schlussphase sahen Albert Guðmundsson und Tomáš Suslov jeweils Rot.
Chancenbild und Effizienz
Der Spielverlauf wurde vor allem durch die deutliche Differenz im Chancenbild geprägt: Verona kam auf 20:5 Schüsse, bei den Schüssen aufs Tor stand es 7:1. Auch die Expected Goals verschoben die Gewichte klar in Richtung Heimteam, das mit 1,29 zu 0,36 den größeren Anteil an Abschlusssituationen hatte. Dass das Ergebnis dennoch zugunsten der AC Fiorentina ausfiel, war damit vor allem eine Frage der Verwertung und der letzten Abwehraktion am eigenen Tor.
Die Verteilung der Abschlusszonen unterstrich Veronas Übergewicht, ohne automatisch eine hohe Anzahl an klaren Abschlüssen im Fünfmeterraum abzubilden: Acht Schüsse kamen aus dem Sechzehner, zwölf Abschlüsse aus der Distanz. Auf der Gegenseite blieb die Fiorentina insgesamt selten in Abschlusssituationen, mit nur zwei Schüssen innerhalb des Strafraums und drei Versuchen von außerhalb. Dieses Verhältnis erklärt, warum ein einzelner sauber ausgespielter Angriff in der Schlussphase ausreichte, um das Spiel zu drehen, während Verona über die gesamte Partie hinweg mehr Versuche brauchte, ohne den entscheidenden Treffer zu setzen.
Schlüssel zur Null auf Fiorentina-Seite war die Torhüterleistung: David de Gea verzeichnete sieben Paraden und erhielt mit 8,3 das klar höchste Rating seines Teams. Die statistische Kombination aus sieben Schüssen aufs Tor für Verona und null Torhüterparaden für Lorenzo Montipò zeigt zugleich, wie selten die Fiorentina überhaupt Abschlüsse erzeugte, die den Torhüter ernsthaft beschäftigten, und wie maximal die Effizienz des einen entscheidenden Schusses ausfiel.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Im Ballbesitz war das Spiel ausgeglichen, mit 49 zu 51 Prozent zugunsten der AC Fiorentina. Auch im Passvolumen lag die Fiorentina leicht vorn, 421 zu 380, und blieb mit 349 zu 308 erfolgreichen Pässen ebenfalls knapp überlegen. Diese Werte deuten darauf hin, dass sich die Gäste über längere Phasen zumindest in stabilen Ballbesitzsequenzen bewegen konnten, ohne daraus eine entsprechende Abschlussfrequenz zu entwickeln.
Verona wiederum verband sein leicht geringeres Passaufkommen mit deutlich mehr Aktivität Richtung Tor. Das zeigt sich nicht nur im Schussverhältnis, sondern auch in der Anzahl an Ecken: 8:1 für Verona. Die Partie lief damit häufig auf Situationen hinaus, in denen Verona Angriffe bis in die Nähe des gegnerischen Strafraums trug oder zweite Bälle in Tornähe gewann, während die Fiorentina trotz mehr Ballbesitz und mehr Pässen nur selten in Abschlusspositionen kam.
Ein zentraler Faktor im Verbindungs- und Vorbereitungsbereich war Roberto Gagliardini bei Verona. Mit 79 Pässen bei 71 angekommenen Zuspielen, vier Key-Pässen und 12 gewonnenen Duellen aus 17 war er sowohl im Ballvortrag als auch im Wiedergewinnen von Bällen auffällig eingebunden. Sein Rating von 7,3 ordnete diese Rolle als einen der stabilsten Beiträge im Heimteam ein, auch wenn sich diese Präsenz nicht in einem Tor niederschlug.
Schlussphase, Wechsel und Disziplin
Bis in die Schlussphase hinein blieb das Spiel torlos, obwohl Verona über weite Strecken mehr Abschlüsse sammelte. Die erste markante Zäsur nach der langen Null-Null-Phase waren die Wechsel der Fiorentina: In der 59. Minute kam Roberto Piccoli für Giovanni Fabbian, in der 76. Minute folgten Jacopo Fazzini für Moise Kean sowie L. Balbo für Robin Gosens. Auf Veronas Seite wurden in der 67. Minute Amin Sarr für Gift Orban gebracht und in der 76. Minute Domagoj Bradarić für Daniel Oyegoke sowie Tomáš Suslov für Antoine Bernede.
Das entscheidende Ereignis fiel in der 82. Minute: Nicolò Fagioli traf zum 1:0, Jack David Harrison lieferte den Assist. Fagioli verband seinen Treffer mit einer insgesamt aktiven Partie im Rahmen der wenigen Fiorentina-Abschlüsse, er kam auf zwei Schüsse, davon einen aufs Tor, und schloss mit einem Rating von 7,6 als auffälliger Leistungsträger der Gäste ab. Dass ausgerechnet in dieser Phase der Spielstand kippte, passte zur bisherigen Statik: Verona hatte die Menge an Versuchen, die Fiorentina den einen präzisen Moment.
Unmittelbar nach dem Tor eskalierte die Schlussphase disziplinarisch. In der 86. Minute sah Albert Guðmundsson bei der AC Fiorentina Rot wegen unsportlichen Verhaltens, zeitgleich wurde auch Tomáš Suslov bei Verona mit Rot wegen unsportlichen Verhaltens vom Platz gestellt. Diese doppelte Unterzahl veränderte die personellen Verhältnisse nicht zugunsten einer klaren Schlussoffensive des Heimteams. In den letzten Minuten folgten weitere administrative Anpassungen über Wechsel auf Fiorentina-Seite in der 90. Minute, als E. Košpo für Pietro Comuzzo kam und Marco Brescianini Nicolò Fagioli ersetzte, während Verona Victor Nelsson in der 90. Minute durch Daniel Mosquera ersetzte.
Zusammenfassung
- Die AC Fiorentina gewann in Verona mit 1:0 durch das Tor von Nicolò Fagioli in der 82. Minute nach Assist von Jack David Harrison.
- Verona hatte klare Vorteile im Chancenbild, mit 20:5 Schüssen, 7:1 Schüssen aufs Tor und 1,29 zu 0,36 Expected Goals.
- Trotz ausgeglichenem Ballbesitz und leichtem Passplus der Fiorentina brachte Verona deutlich mehr Strafraumdruck und Standardsituationen, erkennbar unter anderem am Eckballverhältnis von 8:1.
- David de Gea entschied mit sieben Paraden und Rating 8,3 mehrere Szenen gegen Veronas Schüsse aufs Tor.
- Die Schlussphase wurde von Disziplin bestimmt, mit roten Karten für Albert Guðmundsson und Tomáš Suslov in der 86. Minute.