Der VfB Stuttgart gewann am achten Spieltag der Bundesliga 2025-2026 in der MHPArena mit 2:1 gegen den FSV Mainz 05. Mainz ging nach VAR-Bestätigung durch einen Elfmeter in Führung, Stuttgart glich noch vor der Pause aus und drehte die Partie im zweiten Durchgang. Der Spielverlauf blieb bis zum Schluss eng, obwohl Stuttgart über weite Strecken mehr Spielanteile hatte.
Ballbesitz und Spielfeldkontrolle
Stuttgart prägte die Begegnung über die Spielanteile und die Passzahlen: 59 Prozent Ballbesitz und 479 gespielte Pässe standen 41 Prozent und 326 Pässen des FSV Mainz 05 gegenüber. Dazu kam eine deutlich höhere Passsicherheit im Stuttgarter Spiel, was sich in 390 erfolgreichen Pässen gegenüber 229 erfolgreichen Mainzer Pässen abbildete. In der Summe führte das dazu, dass Stuttgart häufiger längere Ballbesitzphasen hatte und mehr Sequenzen im letzten Drittel aufbauen konnte, während Mainz öfter in kürzeren Angriffen blieb.
Die statistische Verteilung der Abschlüsse stützt dieses Bild. Stuttgart kam auf 19 Schüsse, Mainz auf 13, vor allem bei den Schüssen aufs Tor wurde der Unterschied sichtbar: 8:2 zugunsten des VfB. Das erklärt auch die Torhüterlinie des Spiels: Robin Zentner musste sechs Paraden zeigen, Alexander Nübel nur eine. Dass Mainz trotz geringerer Spielanteile über weite Strecken im Spiel blieb, lag daran, dass die Chancenqualität insgesamt nicht einseitig ausfiel. Beim Expected Goals liegt Stuttgart mit 1,94 vor Mainz mit 1,45, also mit einem Vorsprung, der die enge Spielanlage eher bestätigt als sie aufzulösen.
Strafraumaktionen und Abschlussprofile
Beide Teams kamen häufig in den Strafraum, aber auf unterschiedliche Weise. Stuttgart verteilte seine 19 Abschlüsse auf zwölf Versuche aus dem Sechzehner und sieben von außerhalb, Mainz hatte 11 Schüsse aus dem Strafraum und nur zwei Distanzschüsse. Mainz’ Abschlussprofil war damit stärker auf Abschlüsse aus der Nähe ausgerichtet, Stuttgart ergänzte seine Strafraumaktionen durch mehr Versuche aus der zweiten Reihe und erhöhte so konstant den Druck auf das Mainzer Tor.
Im Detail zeigte sich Stuttgarts Vorteil vor allem darin, dass aus dem höheren Volumen mehr klare Toraktionen entstanden. Acht Schüsse aufs Tor bei 19 Abschlüssen sind ein Verhältnis, das auf wiederkehrende Situationen mit Abschlusswinkel in Tornähe oder auf präzisere Abschlüsse hindeutet, während Mainz bei 13 Schüssen nur zweimal auf das Tor kam. Das passt zum Verlauf: Mainz’ gefährlichster Moment war der Elfmeter nach VAR-Entscheidung in der vierzigsten Minute, den Nadiem Amiri in der 41. Minute verwandelte. Stuttgart reagierte vor der Pause mit dem Ausgleich in der 45. Minute, als Chris Führich nach Vorlage von Josha Vagnoman traf und das Spiel zur Halbzeit wieder auf 1:1 stellte.
Die Effizienz entschied die Partie letztlich in Stuttgarts Richtung. Deniz Undav brachte drei Schüsse aufs Tor an und nutzte einen davon zum 2:1 in der 79. Minute. Auffällig war dabei, dass der Treffer aus einer direkten Entstehung kam, die im Spielbericht als Assist von Alexander Nübel geführt wird. Das steht für eine Spielphase, in der Stuttgart nach Ballgewinnen oder schnellem Umschalten konsequent den Abschluss suchte und Mainz in der Rückwärtsbewegung zu wenig Zugriff bekam, um die letzte Aktion vor dem Tor zu verhindern.
Schlüsselereignisse, Spielmanagement und Personalwechsel
Die Partie bekam durch die Szene vor dem ersten Tor eine klare Zäsur. Der VAR bestätigte in der vierzigsten Minute den Elfmeter für Mainz, Amiri verwandelte kurz darauf. Für Mainz war das in einer Phase mit weniger Ballbesitz der direkte Weg zum Torerfolg. Stuttgart musste danach nicht lange reagieren und erzielte noch vor der Pause den Ausgleich, was die zweite Halbzeit wieder zu einem offenen Spiel machte, ohne dass Mainz eine Führung verwalten konnte.
In der zweiten Hälfte wurden die Spielphasen stärker von Unterbrechungen und Zweikämpfen begleitet, was sich in sieben Gelben Karten insgesamt und einer sehr späten Verwarnung beider Teams wegen Diskussionen widerspiegelte. Stuttgart sammelte vier Gelbe Karten, Mainz drei, dazu kamen 11:12 Fouls. Beide Mannschaften lagen auch bei Abseitsstellungen gleichauf bei jeweils fünf, was auf wiederholte Versuche hinweist, mit Läufen in die Tiefe hinter die letzte Linie zu kommen, ohne dabei konstant im Timing zu bleiben.
Die Wechsel ordneten den Schlussabschnitt neu. Stuttgart brachte in der 62. Minute Angelo Stiller für Nikolas Nartey und Lorenz Assignon für Pascal Stenzel, später folgten Tiago Tomás und Bilal El Khannouss in der 72. Minute sowie Julian Chabot in der 75. Minute. Mainz reagierte mit Armindo Sieb und Andreas Hanche-Olsen in der 67. Minute sowie späten Wechseln ab der 81. Minute. In dieser Phase fiel auch das entscheidende Tor: Stuttgart traf in der 79. Minute, während Mainz’ spätere Wechsel ab der 87. Minute keine weitere Wende mehr einleiteten.
Bei den individuellen Beiträgen stachen wenige Akteure klar heraus, ohne dass das Spiel nur über Einzelaktionen lief. Deniz Undav hatte mit einem Spielerrating von 8,2 den auffälligsten Wert bei Stuttgart, was durch sein Tor, drei Schüsse aufs Tor und vier Key-Pässe unterlegt war. Alexander Nübel kam auf 7,9 und kombinierte die eine Parade mit dem Assist zum Siegtreffer, was in einem Spiel mit nur zwei Mainzer Schüssen aufs Tor besonders ins Gewicht fiel. Auf Mainzer Seite hielt Robin Zentner mit 7,3 das Team mit sechs Paraden lange im Spiel, während Amiri mit 7,2 nicht nur den Elfmeter verwandelte, sondern auch mit defensiven Aktionen im Mittelfeld präsent blieb.
Zusammenfassung
- Der VfB Stuttgart gewann in der Bundesliga 2025-2026 gegen den FSV Mainz 05 mit 2:1, nach Mainzer Elfmeterführung und Stuttgarter Ausgleich vor der Pause.
- Stuttgart hatte mehr Ballbesitz und deutlich mehr Pässe und brachte daraus ein 19:13-Schussverhältnis und 8:2 Schüsse aufs Tor hervor.
- Mainz blieb über Strafraumabschlüsse und den verwandelten Elfmeter im Spiel, konnte die geringere Anzahl an Schüssen aufs Tor jedoch nicht kompensieren.
- Der Siegtreffer fiel in der 79. Minute durch Deniz Undav nach Assist von Alexander Nübel, in einer Phase, die durch Stuttgarter Aktivität im letzten Drittel geprägt war.
- Zentners sechs Paraden hielten Mainz lange in Reichweite, während Undavs 8,2 und Nübels 7,9 die entscheidenden Beiträge für Stuttgart einordneten.