Der VfB Stuttgart gewann am 24. Spieltag der Bundesliga 2025-2026 in der MHPArena mit 4:0 gegen den VfL Wolfsburg. Zur Pause stand es nach drei Treffern bereits 3:0, ehe Stuttgart in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit das vierte Tor nachlegte. Der Spielverlauf war geprägt von Stuttgarter Dominanz im Ballbesitz und einer klaren Überlegenheit bei Abschlüssen und Strafraumaktionen.
Frühe Entscheidung durch Strafraumpräsenz
Stuttgart setzte die entscheidenden Akzente in der ersten Halbzeit über wiederholte Aktionen im letzten Drittel und vor allem durch Abschlüsse aus dem Strafraum. Das Verhältnis von 18:6 Schüssen innerhalb des Sechzehners verdeutlicht, dass der VfB seine Offensivphasen regelmäßig bis in unmittelbare Abschlusszonen trug, während Wolfsburg deutlich seltener zu vergleichbar nahen Abschlüssen kam. Bereits nach 21 Minuten fiel das 1:0, als Deniz Undav nach Vorarbeit von Ermedin Demirović traf und damit eine Phase bestätigte, in der Stuttgart mehr Ballbesitz in produktive Abschlüsse ummünzte.
In der Folge blieb das Muster stabil: Stuttgart hielt den Druck hoch, kam weiter in den Strafraum und erhöhte innerhalb von zwölf Minuten auf 2:0, als Jamie Leweling nach Assist von Chris Führich traf. Der dritte Treffer kurz vor der Pause zum 3:0 durch Leweling verschob das Spiel endgültig in Richtung eines Verwaltungsmodus für den VfB, ohne dass Wolfsburg zuvor eine statistisch sichtbare Druckphase aufgebaut hätte. Das Schussverhältnis zur gesamten Partie von 23:10 und insbesondere 10:3 bei Schüssen aufs Tor zeigt, dass Wolfsburg zwar zu eigenen Versuchen kam, Stuttgart aber deutlich häufiger Abschlüsse erzeugte, die den Torhüter tatsächlich forderten.
Auch die Effizienz in Schlüsselmomenten war ein Faktor: Leweling verwertete beide seiner Abschlüsse, beide gingen aufs Tor, und schloss die frühe Stuttgarter Überlegenheit mit einer klaren Torfolge ab. Sein Spielerrating von 8,6 sticht als Ausreißer im Heimteam heraus und passt zu seinem direkten Einfluss auf den Spielstand. Undav ergänzte das mit einem Treffer bei zwei Schüssen aufs Tor und einem Rating von 8,3, wodurch Stuttgart die erste Halbzeit nicht nur über Volumen, sondern auch über präzise Endaktionen entschied.
Ballbesitz, Passvolumen und die Kontrolle über Spielzonen
Stuttgart kontrollierte die Partie über klare Vorteile im Ballbesitz und im Passspiel. Mit 63 Prozent Ballbesitz und 615 Pässen gegenüber 364 Pässen des VfL Wolfsburg war der VfB deutlich häufiger in der Lage, längere Ballbesitzphasen aufzubauen und den Gegner zu verschieben. Auch die Passsicherheit sprach für Stuttgart, das 533 Zuspiele erfolgreich spielte, während Wolfsburg auf 280 erfolgreiche Pässe kam. Diese Differenz schlug sich nicht nur in territorialer Kontrolle nieder, sondern auch darin, wie konstant Stuttgart Abschlüsse vorbereiten konnte.
Im Zentrum der Ballzirkulation standen Spieler, die sowohl Volumen als auch Fortschritt lieferten. Angelo Stiller kam auf 88 Pässe bei 78 angekommenen Zuspielen und steuerte drei Key-Pässe bei, Demirović brachte es neben seinem Assist auf vier Key-Pässe. Das sind Hinweise darauf, dass Stuttgart nicht ausschließlich über Einzelaktionen in Abschlüsse kam, sondern wiederholt saubere letzte Zuspiele fand. Führich ergänzte das mit 55 Pässen, hoher Quote und dem Assist zum 2:0; sein Rating von 7,9 ordnet sich als starker Wert ein, ohne die Torbeteiligungen von Leweling und Undav zu überlagern.
Wolfsburg dagegen hatte weniger Phasen, in denen der Ballbesitz in kontrollierte Angriffe überging. Das zeigt sich auch darin, dass der VfL zwar zehn Schüsse abgab, aber nur drei davon aufs Tor brachte und mit einem Expected-Goals-Wert von 0,80 insgesamt deutlich unter Stuttgarts 2,98 blieb. Aus diesem Rahmen ragt vor allem hervor, dass Wolfsburgs Torhüter Kamil Grabara trotz vier Gegentreffern sieben Paraden sammelte. Die Kombination aus vielen Stuttgarter Schüssen aufs Tor und sieben gehaltenen Bällen unterstreicht, dass Stuttgart über das gesamte Spiel hinweg weitere klare Torabschlüsse hatte und die 4:0-Endzahl nicht nur auf wenigen Chancen beruhte.
Wolfsburgs Wechsel und Zweikampfverhalten ohne Wirkung auf die Chancenlage
Wolfsburg reagierte zur Halbzeit mit einem Dreifachwechsel und nahm Lovro Majer, Mohammed El Amine Amoura und Adam Daghim vom Feld. Kento Shiogai, Dženan Pejčdinović und Jonas Adjetey sollten die zweite Halbzeit beleben, doch am grundlegenden Verhältnis der Spielanteile änderte sich wenig. Stuttgart blieb die Mannschaft mit dem deutlich höheren Passvolumen, der höheren Ballbesitzquote und den häufigeren Strafraumabschlüssen.
Ein auffälliger Wert auf Wolfsburger Seite war die Foulzahl von sechzehn gegenüber fünf des VfB. Das deutet auf viele Unterbrechungen gegen den Ball hin, änderte aber die Stuttgarter Abschlussfrequenz nicht entscheidend. Jeanuël Belocian fiel mit sechs Fouls besonders auf und erhielt mit 5,9 das niedrigste Rating im Wolfsburger Team, was in das Bild eines Verteidigens passt, das häufig zu spät kam und Situationen eher per Kontakt stoppte als durch sauberes Klären. Gleichzeitig zeigen die nur drei Wolfsburger Schüsse aufs Tor, dass die vielen Unterbrechungen keinen nachhaltigen Zugriff auf Stuttgarts Offensivzonen herstellten und auch nicht in eigene Entlastungsphasen umschlugen.
Stuttgart verwaltete nach dem 3:0 den Vorsprung, ohne die Angriffsaktivität komplett einzustellen. Die Eckballzahl von 7:3 und die insgesamt 23 Abschlüsse sprechen dafür, dass der VfB weiterhin in der gegnerischen Hälfte blieb und Abschlusssituationen suchte. In der Schlussphase spiegelten auch die Einwechslungen den Spielstand wider: Undav und Leweling gingen nach 77 Minuten, später folgten weitere Wechsel. Das vierte Tor fiel dennoch in der 90.+5. Minute, als der eingewechselte Nikolas Nartey nach Vorlage von Tiago Tomás traf. Damit bestätigte Stuttgart die Überlegenheit bis in die Nachspielzeit, während Wolfsburg zwar einzelne Abschlüsse setzte, aber nie in die Nähe eines Spielstands kam, der die Partie noch einmal geöffnet hätte.
Zusammenfassung
- Der VfB Stuttgart gewann in der Bundesliga 2025-2026 gegen den VfL Wolfsburg mit 4:0 und führte zur Pause bereits 3:0.
- Stuttgart verband 63 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Passvolumen 615:364 mit klarer Überlegenheit bei Abschlüssen 23:10 und Schüssen aufs Tor 10:3.
- Die Strafraumpräsenz war entscheidend, sichtbar im Verhältnis der Schüsse im Sechzehner von 18:6 und im xG-Vergleich von 2,98 zu 0,80.
- Leweling mit zwei Toren und Undav mit einem Tor prägten die frühe Entscheidung, Nartey erhöhte als Einwechselspieler in der Nachspielzeit.
- Wolfsburgs viele Fouls 16:5 und die Wechsel zur Halbzeit änderten die Chancenlage nicht, Grabara verhinderte mit sieben Paraden eine noch höhere Niederlage.