Der Villarreal CF gewann am 32. Spieltag der La Liga 2025-2026 im Estadio de la Cerámica mit 2:1 gegen den Celta Vigo. Die Partie kippte früh durch einen verwandelten Elfmeter, ehe Villarreal noch vor der Pause nachlegte. In der zweiten Halbzeit kam Celta per Strafstoß zum Anschluss, blieb danach aber ohne Ausgleich.
Frühe Entscheidung im Spielstand, ausgeglichene Spielanlage
Der Spielverlauf wurde bereits in der zweiten Minute geprägt, als Gerard Moreno den Elfmeter für den Villarreal CF zum 1:0 verwandelte. Dieser frühe Treffer verschob vor allem den Spielstand, nicht aber automatisch die Statik des Spiels: In den Gesamtdaten blieb der Ballbesitz mit 48 zu 52 Prozent leicht auf Seiten von Celta Vigo, auch die Passzahlen sprechen eher für die Gäste mit 504 zu 459 Pässen und 448 zu 415 erfolgreichen Zuspielen.
Villarreal blieb dennoch die Mannschaft mit dem klareren Ergebnishebel im ersten Durchgang. Nach dem 1:0 setzte das Team den zweiten Wirkungstreffer in Minute 29, als Nicolas Pépé auf 2:0 stellte, vorbereitet von Alfonso Pedraza. Auffällig ist dabei die Effizienz der Heimelf in dieser Phase: Villarreal brachte bis zum Ende insgesamt vier Schüsse aufs Tor und erzielte daraus zwei Treffer, während Celta bei drei Schüssen aufs Tor nur einmal traf.
Auch im Kartenbild zeigte sich ein zähes, umkämpftes Spiel, ohne dass es überhitzte: drei Gelbe Karten für Villarreal, fünf für Celta Vigo. Dass beide Teams ähnlich viele Fouls verzeichneten mit 13 zu 14, passt zu einem Spiel, in dem zwar viel gearbeitet wurde, aber die spielerischen Anteile trotz des frühen Elfmeters relativ gleichmäßig verteilt blieben.
Chancenqualität und Strafraumpräsenz: Celta gefährlicher, Villarreal konsequenter
Die statistische Chancenlage spricht stärker für den Celta Vigo, obwohl der Endstand dagegenläuft. Das Expected-Goals-Verhältnis lag bei 1.67 zu 2.08 aus Sicht von Villarreal, also mit Vorteilen für die Gäste in der Qualität der Abschlüsse. Dazu passt, dass Celta mit acht zu sieben Schüssen innerhalb des Strafraums leicht häufiger in Abschlusspositionen aus kurzer Distanz kam.
Villarreal hatte im Gegenzug einen markanten Anteil an Distanzabschlüssen mit fünf Schüssen von außerhalb des Sechzehners, während Celta hier nur einen Versuch verzeichnete. Dieses Profil erklärt, warum Celta trotz geringerer Schusszahl insgesamt 9 zu 12 nicht klar abfiel: Viele Aktionen der Gäste endeten näher am Tor, während Villarreal häufiger aus der zweiten Reihe abschloss. Gleichzeitig zeigt das Spiel, wie stark die Tore den Zahlenmix verschieben: Zwei der drei Treffer fielen per Elfmeter, was die xG-Werte zusätzlich in Richtung eines engen, aber nicht einseitigen Spiels zieht.
In der individuellen Wirkung war Nicolas Pépé der auffälligste Offensivfaktor der Heimelf. Er erzielte das 2:0, traf bei seinem einzigen Schuss aufs Tor und lieferte zwei Key-Pässe. Sein Spielerrating von 7,9 war der Bestwert bei Villarreal und passt zu einem Auftritt, der sowohl im Abschluss als auch in Duellen sichtbar war mit 14 Duellen und sieben gewonnenen Zweikämpfen. Auf der Gegenseite hatte Borja Iglesias mit 7,7 das höchste Rating bei Celta: Er verwandelte den Elfmeter zum 2:1, gewann drei von sieben Duellen und zog drei Fouls, wodurch er in der zweiten Halbzeit mehrfach als Zielspieler in Szenen mit Kontakt agierte.
Zweite Halbzeit: Celtes Druckphase nach dem Anschluss und Villarreals Verwaltung
Nach der Pause veränderte Celta Vigo die personelle Ausrichtung früh, als Ferran Jutglà direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit für Pablo Durán kam. Später folgten in Minute 76 gleich drei Wechsel mit Iago Aspas, Fernando López und Álvaro Núñez. Diese Abfolge unterstreicht, dass die Gäste nach dem 0:2 zur Pause mehr Präsenz in der Schlussphase suchten und die zweite Halbzeit als Aufholabschnitt aufbauten.
Der Anschluss fiel in Minute 73 erneut über einen Elfmeter, den Borja Iglesias verwandelte. In dieser Phase war die Partie deutlich offener, auch weil Villarreal kurz zuvor und danach Gelbe Karten sammelte und das Duell in vielen direkten Aktionen stattfand. Dennoch blieb es im Ergebnis bei einem kontrollierten Verteidigen des Vorsprungs, was sich in den Torwartaktionen widerspiegelt: Beide Keeper kamen jeweils auf zwei Paraden, sodass es keine Phase gab, in der eine Mannschaft über eine Serie von Schüssen aufs Tor dominierte.
Villarreal reagierte auf den Anschluss mit einem klaren Wechselpaket in Minute 78: Daniel Parejo kam für Pape Gueye, Alfonso González ersetzte Pépé und Sergi Cardona kam für Pedraza. Damit nahm Villarreal dem eigenen Spiel das hohe Risiko aus der ersten Hälfte, ohne die Ballzirkulation komplett abzugeben. Parejo brachte in kurzer Einsatzzeit dreizehn Pässe und einen Key-Pass, während Alfonso González mit einem Schuss aufs Tor zumindest einen punktuellen Entlastungsmoment setzte.
Für die Stabilität im offenen Spiel war bei Villarreal vor allem die Defensivarbeit in direkten Duellen relevant. Alexander Freeman gewann alle fünf Duelle und kam auf zwei erfolgreiche Dribblings bei zwei Versuchen, was ihm ein Rating von 7,3 einbrachte und besonders in Umschaltsituationen half, Ballgewinne nicht sofort wieder abzugeben. Auf Celtes Seite war Óscar Mingueza mit 7,5 einer der Konstanten im Aufbau, er spielte 56 Pässe mit hoher Genauigkeit und steuerte zwei Key-Pässe bei, ohne dass daraus der Ausgleich entstand. Dass Celta trotz mehr Ballbesitz und höherem xG am Ende ohne zweites Tor blieb, erklärt sich somit weniger über fehlende Spielanteile als über die geringe Zahl an Schüssen aufs Tor und Villarreals höhere Abschlussausbeute.
Zusammenfassung
- Villarreal CF gegen Celta Vigo endete in der La Liga 2025-2026 am 32. Spieltag 2:1, zur Pause stand es 2:0.
- Villarreal ging in Minute zwei per Elfmeter durch Gerard Moreno in Führung und erhöhte in Minute 29 durch Nicolas Pépé nach Vorlage von Alfonso Pedraza.
- Celta Vigo hatte leicht mehr Ballbesitz und mehr Pässe, blieb im Schussverhältnis aber mit 9 zu 12 knapp hinter Villarreal.
- Die Chancenqualität lag laut xG mit 2.08 zu 1.67 bei Celta, der Anschluss gelang in Minute 73 ebenfalls per Elfmeter durch Borja Iglesias.
- Entscheidend für den Endstand waren Villarreals Effizienz bei Schüssen aufs Tor sowie die begrenzte Zahl klarer Abschlüsse der Gäste nach dem Anschluss.