Der Villarreal CF gewann am 25. Spieltag der La Liga 2025-2026 im Estadio de la Cerámica mit 2:1 gegen den Valencia CF. Die Partie kippte in der ersten Halbzeit durch zwei VAR-bestätigte Strafstöße und einen weiteren Treffer in kurzer Abfolge. Nach der Pause blieb es trotz Ballbesitzvorteilen für Valencia und weiteren Ansätzen beider Teams beim Ergebnis.
Entscheidende Phase vor der Pause
Der Spielverlauf wurde früh durch zwei Situationen im Strafraum geprägt, die jeweils per VAR überprüft und anschließend als Elfmeter bestätigt wurden. Valencia ging nach dem Eingriff bei Umar Sadiq Mesbah in der 25. Minute in Führung, Largie Ramazani verwandelte in der 27. Minute zum 0:1. Villarreal reagierte direkt: Nur vier Minuten später glich Santiago Comesaña Veiga in der 31. Minute aus und stellte damit das Spiel wieder auf Anfang, bevor Villarreal noch vor dem Pausenpfiff erneut vom Punkt nachlegte.
Das 2:1 fiel in der 45. Minute, als Pape Alassane Gueye per Strafstoß traf. Auffällig war, dass die Partie in dieser Phase weniger über längere Ballbesitzsequenzen entschieden wurde, sondern über kurze, ertragreiche Aktionen mit unmittelbarer Wirkung auf den Spielstand. Die Verwarnungen rund um diese Halbzeitphase unterstrichen zusätzlich, dass viele direkte Duelle und Unterbrechungen das Tempo bestimmten, ohne dass es zu Platzverweisen kam.
Gueye stach dabei auch in seinen Minuten auf dem Platz heraus: Mit einem Spielerrating von 8,2 lieferte er bei Villarreal den klaren Ausreißer nach oben, kombiniert mit zwei Schüssen, beide aufs Tor, sowie zwei Key-Pässen. Das passte zur Wirkung des Elfmeters: Villarreal ging mit einer Führung in die Pause, obwohl sich die Ballbesitzverteilung im Spiel eher zugunsten Valencias entwickelte.
Ballbesitzvorteil Valencia, aber Villarreal mit dem Mehr an Abschlüssen
Valencia hatte über die gesamte Partie 57 Prozent Ballbesitz und kam auf 493 Pässe, von denen 421 ankamen. Villarreal lag mit 43 Prozent Ballbesitz und 362 Pässen deutlich darunter. In der reinen Spielkontrolle über Ballzirkulation wirkte Valencia damit präsenter, doch diese Überlegenheit übersetzte sich nur begrenzt in ein klares Chancenplus.
Entscheidend war das Schussverhältnis: Villarreal kam auf 12:8 Abschlüsse und lag auch bei den Schüssen aufs Tor mit 5:3 vorne. Damit hatte Villarreal trotz geringerer Passmenge häufiger Situationen, die in Richtung Torabschluss gingen. Das zeigt sich auch daran, dass beide Teams nahezu gleich oft im Strafraum zum Abschluss kamen, Villarreal mit 9 Schüssen innerhalb des Sechzehners, Valencia mit 8. Valencia brachte keinen einzigen Distanzschuss zustande, während Villarreal immerhin drei Abschlüsse von außerhalb nahm, was die Angriffsauswahl etwas variabler machte.
Die Expected-Goals-Werte ordnen dieses Bild ein, ohne es zu überzeichnen: Villarreal lag mit 2,06 zu 1,55 vorne. In Relation zum Endstand bedeutet das, dass Valencias Auswärtstor die vorhandenen Möglichkeiten insgesamt gut abbildete, Villarreal aber über die Summe der Abschlüsse und die Qualität der Situationen knapp mehr Ertragspotenzial hatte. Dass Valencia trotz Ballbesitzvorteilen nicht ausglich, passt zur Kombination aus leichtem Untergewicht bei Schüssen aufs Tor und dem Umstand, dass Villarreal im eigenen Strafraum ähnlich viele Abschlüsse zuließ, aber mehr Antworten im letzten Drittel fand.
Zweite Halbzeit: mehr Unterbrechungen, weniger Durchschlagskraft
Nach der Pause verlagerte sich das Spiel stärker in einen Modus, in dem Valencia über Ballbesitz und Passmengen an Präsenz gewann, Villarreal aber den Vorsprung verwaltete, ohne die Abschlusszahlen völlig abzugeben. Die Wechsel ab der 58. Minute ordneten sich in dieses Bild ein: Villarreal brachte Thomas Partey für Gueye und veränderte damit die Besetzung im Zentrum, während später mit Tajon Buchanan und Alfonso Pedraza weitere Optionen hinzukamen. Valencia reagierte ab der 70. Minute mit personellen Anpassungen, darunter Arnaut Danjuma und Thierry Correia, später auch Hugo Duro und Jesús Vázquez.
In den Daten spiegelt sich die zweite Halbzeit vor allem über Zweikampf- und Foulwerte: Valencia beging 16 Fouls gegenüber 7 von Villarreal und sammelte vier Gelbe Karten gegenüber zwei. Das hohe Foulaufkommen der Gäste passte zu einer Partie, in der viele Angriffe durch Kontakte und Unterbrechungen gebremst wurden, was längere Druckphasen und klare Abschlussserien erschwerte. Auch die Gelbe Karte wegen Zeitspiels in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit deutete an, dass Rhythmus und Spielfluss immer wieder unterbrochen waren.
Für das Ausbleiben weiterer Tore steht zudem die Torhüterstatistik: Villarreal musste nur zwei Paraden liefern, Valencia drei. Stole Dimitrievski kam trotz zwei Gegentoren auf ein Spielerrating von 7,2 und hielt Valencia damit in Reichweite, während Villarreals Luíz Lúcio Reis Júnior mit Rating 7,0 bei zwei Paraden die knappe Führung absicherte, ohne dass sich daraus eine Phase mit vielen Schüssen aufs Tor entwickelte. Valencias beste Annäherungen blieben damit insgesamt zu selten zwingend genug, um die leichte Unterlegenheit im Schussverhältnis und den Rückstand aus der Halbzeit noch zu drehen.
Zusammenfassung
- Villarreal CF gewann in La Liga 2025-2026 gegen Valencia CF mit 2:1, alle Tore fielen in der ersten Halbzeit.
- Zwei VAR-bestätigte Elfmeter prägten den Spielstand, Valencia traf zuerst, Villarreal drehte das Ergebnis bis zur Pause.
- Valencia hatte mehr Ballbesitz und deutlich mehr Pässe, Villarreal lag jedoch bei Abschlüssen und Schüssen aufs Tor vorn.
- Beide Teams kamen ähnlich häufig im Strafraum zum Abschluss, Villarreal ergänzte dies durch Distanzschüsse und einen höheren xG-Wert.
- Die zweite Halbzeit war von vielen Fouls und Karten auf Seiten Valencias geprägt, ohne dass daraus ein Ausgleich entstand.