Der Al-Ettifaq gewann am einundzwanzigsten Spieltag der Saudi Pro League 2025-2026 im EGO Stadium mit 2:0 gegen Damac. Nach dem 1:0 durch Georginio Wijnaldum in der neunzehnten Minute blieb die Partie lange offen, ehe Mukhtar Abdullah Ali Shaikh in der fünfundsiebzigsten Minute erhöhte. Damac hatte mehr Ballbesitz, kam aber insgesamt zu wenig Wirkung mit Schüssen aufs Tor.
Chancenprofil und Effizienz
Das Spiel kippte nicht über ein deutliches Abschlussplus, sondern über die Qualität der Abschlüsse und die Präzision im letzten Drittel. Beide Teams kamen auf jeweils zwölf Schüsse, doch der Al-Ettifaq brachte 6:2 Schüsse aufs Tor unter und setzte damit eine klare Trennlinie zwischen Aktivität und tatsächlicher Torgefahr. Dazu passte die Verteilung der Abschlüsse: Der Al-Ettifaq nahm acht seiner zwölf Versuche aus dem Strafraum, Damac nur drei. Umgekehrt musste Damac häufig aus der Distanz lösen und kam auf neun Schüsse außerhalb des Sechzehners, was in der Summe zwar Volumen erzeugte, aber nur selten den Torhüter ernsthaft band.
Die zwei Treffer fügten sich logisch in dieses Chancenbild ein. Beim 1:0 in der neunzehnten Minute setzte der Al-Ettifaq den entscheidenden Abschluss früh in der Partie und spielte den Assist über Khalid Essa Muhammad Al Ghannam. Wijnaldum war insgesamt der sichtbarste Unterschiedsspieler im Abschlussbereich, was seine vier Schüsse und 3:0 Schüsse aufs Tor aus dem eigenen Teamkontext unterstreichen, ergänzt durch sein Spielerrating von 7,6. Das 2:0 in der fünfundsiebzigsten Minute entstand erneut aus einer Szene, in der der Al-Ettifaq den Ball bis in eine klare Abschlussposition brachte. Mukhtar Abdullah Ali Shaikh verwertete seinen einzigen Abschluss, und der Assist von Wijnaldum spiegelte, dass der Al-Ettifaq in den entscheidenden Momenten nicht nur zum Abschluss kam, sondern auch die letzte Aktion sauber ausspielte.
Dass Damac trotz gleicher Schussanzahl ohne Tor blieb, lässt sich auch an den Torhüteraktionen ablesen. Marek Rodák musste nur zweimal parieren, während Kewin Oliveira Silva vier Paraden zeigte und trotzdem zwei Gegentore kassierte. In der Summe bedeutete das: Damac produzierte Abschlüsse, aber nur selten Schüsse, die den Torhüter zu mehr als Routineeingriffen zwangen.
Ballbesitz und Raumgewinn
Damac kontrollierte die Ballzirkulation über weite Strecken. Mit 59 Prozent Ballbesitz sowie 430 Pässen bei 372 erfolgreichen Zuspielen lag der Schwerpunkt klar auf längeren Passphasen. Der Al-Ettifaq agierte dagegen mit 41 Prozent Ballbesitz, 305 Pässen und 245 erfolgreichen Pässen deutlich direkter und war statistisch seltener am Ball, aber nicht seltener am Punkt, an dem Spiele entschieden werden.
Der entscheidende Unterschied lag darin, wie oft Ballbesitz in Abschlüsse aus guten Zonen übersetzt wurde. Der Al-Ettifaq kam bei weniger Pässen deutlich häufiger in den Strafraumabschluss, während Damac viel über Vorstöße endete, die eher in Abschlüsse aus der zweiten Reihe mündeten. Auch die Standards lieferten Damac keinen Durchbruch: Trotz 5:2 Ecken zugunsten der Gäste entstand daraus kein messbarer Umschwung bei den Schüssen aufs Tor.
Individuell lässt sich dieser Kontrast an wenigen, klar belegbaren Beiträgen festmachen. Álvaro Medrán war im Passspiel ein zentraler Taktgeber des Al-Ettifaq und lieferte zwei Key-Pässe bei 33 erfolgreichen Zuspielen, gleichzeitig wies er mit 7,7 ein sehr hohes Rating auf. Auf der anderen Seite waren bei Damac die passstärkeren Spieler wie Abdelkader Bedrane mit 53 Pässen und Valentín Vada mit 47 Pässen zwar stark in der Zirkulation eingebunden, doch die daraus resultierende Durchschlagskraft blieb begrenzt, weil aus dem Ballbesitz zu selten zwingende Aktionen im Strafraum folgten.
Spielmanagement, Zweikämpfe und Wechselphase
Die Partie hatte früh eine physische Note. Bereits in der fünften Minute sah Abdulbasit Mohammed Ali Hindi Gelb, später folgten weitere Verwarnungen, sodass am Ende 4:3 Gelbe Karten zugunsten des Al-Ettifaq standen, bei insgesamt zwölf Fouls des Heimteams und vierzehn Fouls von Damac. Trotz der Intensität gab es keine Platzverweise, und das Spiel blieb über die gesamte Distanz im elf gegen elf.
In der zweiten Halbzeit verschob sich die Dynamik vor allem über die Wechsel und die anschließende Ereigniskette. Damac reagierte in der neunundfünfzigsten Minute mit Arielson Sampaio Galvão für Mohammad Eid Alsalkhadi und brachte später weitere Wechsel, darunter Nawaf Amer Hassan Al Saadi und Yahya Mahdi Naji in der zweiundachtzigsten Minute. Beim Al-Ettifaq folgten Wechsel ab der neunundsechzigsten Minute, unter anderem Matija Gluščević sowie Jalal Al Salem. Unmittelbar nach dieser Phase fiel das 2:0 in der fünfundsiebzigsten Minute, wodurch sich der Spielzustand deutlich zu Gunsten des Al-Ettifaq veränderte, weil Damac fortan zwei Tore Rückstand gegen eine Mannschaft aufholen musste, die ohnehin bereits die klareren Strafraummomente hatte.
Defensiv blieb der Al-Ettifaq in den entscheidenden Momenten stabil genug, um Damac vom Tor wegzuhalten. Das zeigt sich weniger an hohen Blockzahlen, sondern an der niedrigen Zahl gegnerischer Schüsse aufs Tor und daran, dass Damac trotz höherer Passzahlen nicht zu einer Phase mit anhaltendem Abschlussdruck kam. Dass Radhi Al Otaibi mit vier Key-Pässen auffällig an der Vorbereitung beteiligt war und zugleich mit 7,9 das höchste Rating im Team erreichte, passt dazu, dass der Al-Ettifaq in den Umschalt- und Entlastungsmomenten saubere Anschlussaktionen fand, die Damacs Ballbesitzphasen immer wieder unterbrachen.
Zusammenfassung
- Der Al-Ettifaq gewann in der Saudi Pro League 2025-2026 gegen Damac mit 2:0 durch Tore in der neunzehnten und fünfundsiebzigsten Minute.
- Damac hatte mit 59 Prozent mehr Ballbesitz und mehr Pässen, kam aber bei gleicher Schusszahl zu deutlich weniger Schüssen aufs Tor.
- Der Al-Ettifaq erzeugte den größeren Anteil seiner Abschlüsse aus dem Strafraum und war in der Chancenverwertung effizienter.
- Wijnaldum prägte das Ergebnis mit Tor und Assist, während der Al-Ettifaq defensiv nur zwei Paraden zuließ.
- Die Wechselphase der zweiten Halbzeit ging in den Minuten vor dem 2:0 in eine spielentscheidende Konstellation über.