Der Al-Taawon gewann am neunzehnten Spieltag der Saudi Pro League 2025-2026 mit 1:0 gegen den Al Akhdoud. Zur Pause stand es 0:0, nachdem der Al Akhdoud in der ersten Halbzeit einen Elfmeter vergab. Den entscheidenden Treffer erzielte der Al-Taawon in der 58. Minute.
Ballbesitz und Spielkontrolle
Der Al-Taawon prägte das Spiel über weite Strecken durch deutlich mehr Ballbesitz und eine höhere Passaktivität. Mit 64 Prozent Ballbesitz und 460 Pässen gegenüber 36 Prozent und 256 Pässen beim Al Akhdoud lag der Schwerpunkt der Partie klar auf längeren Ballzirkulationsphasen der Heimelf. Auch die Passsicherheit spiegelte dieses Bild, da der Al-Taawon 401 Pässe erfolgreich anbrachte und der Al Akhdoud auf 196 kam. Die Folge war eine häufigere Präsenz des Al-Taawon in Zonen, aus denen Standards und Anschlussaktionen entstehen, was sich unter anderem in den elf Eckbällen gegenüber drei Ecken für den Al Akhdoud ausdrückte.
Trotz dieser Überlegenheit im Ballbesitz war das Spiel in der Gesamtschau nicht einseitig in der reinen Anzahl der Abschlüsse. Der Al Akhdoud kam insgesamt auf mehr Schüsse als der Al-Taawon, das Schussverhältnis lag bei 11:18. Der Unterschied lag weniger in der Menge als in der Art der Abschlussfindung: Der Al-Taawon brachte fünf Schüsse aufs Tor, der Al Akhdoud drei. Damit blieb der Al Akhdoud trotz vieler Versuche häufiger in Situationen, die nicht bis zum Torabschluss auf das Tor durchkamen oder früher geblockt wurden.
Chancenprofil und Effizienz
Das Chancenprofil beider Teams zeigte eine auffällige Asymmetrie zwischen Abschlussmenge und Abschlussqualität. Beide Mannschaften kamen auf jeweils neun Schüsse innerhalb des Sechzehners, der Al Akhdoud ergänzte seine Bilanz jedoch durch neun Abschlüsse von außerhalb, während der Al-Taawon nur zwei Distanzschüsse nahm. Das erklärt, warum der Al Akhdoud trotz geringerer Ballbesitzanteile und weniger Pässen zu insgesamt achtzehn Abschlüssen kam, ohne daraus eine entsprechend hohe Anzahl an Schüssen aufs Tor zu generieren.
Ein Schlüsselindikator war die Zahl der geblockten Schüsse: Der Al Akhdoud ließ acht Versuche des Al-Taawon abwehren, der Al-Taawon blockte umgekehrt nur zwei. Das spricht für viele Situationen, in denen der Al-Taawon zwar in Abschlusspositionen kam, der Al Akhdoud aber im letzten Moment in die Schussbahn geriet. Gleichzeitig weist es darauf hin, dass der Al Akhdoud häufig aus weniger klaren oder stärker gestellten Lagen abschloss, was den geringeren Anteil an Schüssen aufs Tor mit erklärt.
Die Effizienz entschied die Partie. Der Al-Taawon verwertete eine seiner Phasen nach der Pause zum 1:0 durch Mohammed Hamad Dwaihi Al Swaid Al Qahtani in der 58. Minute, der in seinen fünfundachtzig Minuten zwei Abschlüsse setzte und beide auf das Tor brachte. Auf der Gegenseite blieb der Al Akhdoud trotz höherer Abschlusszahl ohne Treffer, wobei der verschossene Elfmeter von Khaled Narey in der 20. Minute als klar benennbares, ergebnisrelevantes Ereignis im Spielverlauf stehen blieb. Dass der Al Akhdoud später kein Tor erzielte, passte zur Verteilung der Schüsse aufs Tor und zur Tatsache, dass der Al-Taawon im Tor drei Paraden benötigte, während der Torhüter des Al Akhdoud viermal parierte.
Schlüsselereignisse und personelle Eingriffe
Der frühe Verlauf war von einzelnen, aber wirkungsstarken Ereignissen geprägt. Der Al Akhdoud sah bereits in der sechsten Minute eine Gelbe Karte, vergab in der 20. Minute den Elfmeter und musste nach einer weiteren Verwarnung in der 31. Minute früh mit einer belasteten Disziplinbilanz weiterspielen. Beim Al-Taawon führte eine Gelbe Karte in der 35. Minute kurz darauf zu einem frühen Wechsel, als in der 41. Minute Meshal Yousef Al Alaeli für den verwarnten Spieler eingewechselt wurde. Diese Maßnahme war auch in den Daten nachvollziehbar, da Al Alaeli in der verbleibenden Spielzeit eine hohe Defensivbeteiligung zeigte und mit sechs Tackles sowie sechs gewonnenen Duellen aus acht Duellen auffiel.
Nach der Pause setzten beide Teams mit Wechseln Akzente. Der Al Akhdoud reagierte in der 57. Minute mit Juan Sebastián Pedroza Perdomo für den verwarnten Naif Mohammed Marwai Al Fulaytah Asiri, ehe der Al-Taawon unmittelbar danach in der 58. Minute das 1:0 erzielte. In der Schlussphase folgten weitere Anpassungen, darunter die Einwechslung von Saleh Yahyaa Asker Al Abbas für Tokmac Chol Nguen in der 80. Minute sowie mehrere Wechsel beim Al-Taawon zwischen der 78. und 86. Minute, darunter auch die Auswechslung des Torschützen in der 85. Minute.
Individuelle Einordnungen lassen sich an wenigen klaren Ausreißern festmachen. Angelo Fulgini war mit einem Spielerrating von 8,0 der auffälligste Akteur des Al-Taawon und verband Spielkontrolle mit konkreten Aktionen im letzten Drittel, unter anderem durch drei Key Pässe und eine sehr hohe Zweikampfquote von acht gewonnenen Duellen aus neun. Mailson Tenório dos Santos im Tor des Al-Taawon kam auf ein Rating von 7,9 und bestätigte mit drei Paraden, dass der Al Akhdoud trotz vieler Abschlüsse regelmäßig zumindest in Abschlussnähe kam. Beim Al Akhdoud stach Samuel Portugal Lima mit 7,7 heraus, da er trotz der Niederlage vier Paraden zeigte und damit die Partie bis zum Gegentor offen hielt, während Khaled Narey mit 5,5 als negativer Ausreißer blieb, was im Spielkontext durch den verschossenen Elfmeter und eine insgesamt geringe Zweikampfquote von einem gewonnenen Duell aus sieben zusätzlich greifbar wurde.
Zusammenfassung
- Der Al-Taawon gewann in der Saudi Pro League 2025-2026 gegen den Al Akhdoud mit 1:0, das Tor fiel in der 58. Minute.
- Der Al-Taawon hatte mehr Ballbesitz und deutlich mehr Pässe, der Al Akhdoud kam dennoch auf mehr Abschlüsse insgesamt.
- Der Al Akhdoud erhöhte sein Schussvolumen vor allem über Distanzschüsse, der Al-Taawon kam häufiger zu Abschlüssen mit höherem Anteil an Schüssen aufs Tor.
- Der verschossene Elfmeter des Al Akhdoud in der 20. Minute blieb das zentrale ergebnisrelevante Ereignis vor der Pause.
- Auffällige Einzelbeiträge waren Fulgini mit 8,0 und drei Key Pässen sowie Mailson mit drei Paraden beim Al-Taawon, während Samuel Portugal mit vier Paraden und 7,7 den Al Akhdoud lange im Spiel hielt.