In der Saudi Pro League 2025-2026 trennten sich Damac und Al-Fateh am 7. Spieltag 1:1. Nach einer torlosen ersten Halbzeit ging Al-Fateh kurz nach Wiederbeginn in Führung, bevor Damac durch ein Eigentor ausglich. Der weitere Verlauf blieb ausgeglichen, ohne dass eine Mannschaft noch den entscheidenden Treffer setzte.
Torlose Balance vor der Pause und ein früher Wirkungstreffer nach Wiederbeginn
Die erste Halbzeit war durch eine enge Kräfteverteilung geprägt, was sich sowohl im Ballbesitz von 50:50 als auch in der ähnlichen Passmenge von jeweils 296 Pässen widerspiegelte. Damac eröffnete die Partie zwar mit hoher Intensität, was sich in frühen Verwarnungen gegen Valentín Vada in der 3. Minute und Dhari Al Anazi in der 19. Minute zeigte, doch daraus entstand kein klarer Rhythmusvorteil. Al-Fateh blieb ebenfalls in vielen direkten Duellen präsent und kassierte erst kurz vor der Pause eine Gelbe Karte, als Marwane Saâdane in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verwarnt wurde.
Nach dem Seitenwechsel setzte Al-Fateh den ersten klaren Akzent: In der 47. Minute traf Sofiane Bendebka, vorbereitet von Mourad Batna. Das 0:1 fiel in eine Spielphase, in der Al-Fateh insgesamt zielstrebiger in den Strafraum kam. Das zeigt sich über die gesamte Partie daran, dass Al-Fateh sieben Abschlüsse aus dem Sechzehner verzeichnete, Damac dagegen nur vier. Bendebka ordnete diese Phase auch individuell ein, da er nicht nur das Tor erzielte, sondern insgesamt nur einen Abschluss brauchte und mit einem Spielerrating von 7.2 zu den auffälligeren Spielern der Gäste gehörte.
Strafraumnähe gegen Distanzspiel: Wie sich die Chancenprofile unterschieden
Obwohl die Gesamtzahl der Abschlüsse fast identisch war, Damac kam auf neun, Al-Fateh auf zehn, unterschieden sich die Profile deutlich. Damac wich häufiger auf Abschlüsse aus der Distanz aus und nahm fünf seiner neun Schüsse von außerhalb des Strafraums, während Al-Fateh dort nur dreimal zum Abschluss kam. Umgekehrt suchten die Gäste häufiger die direkte Zone vor dem Tor, was durch die sieben Sechzehner-Abschlüsse unterstrichen wurde. Diese Verteilung erklärt, weshalb Al-Fateh bei ähnlichem Shot-Volumen die etwas höhere Zahl an Schüssen aufs Tor erreichte, vier gegenüber drei.
Damac glich dennoch aus, allerdings ohne eigenen Torschützen: In der 63. Minute unterlief Al-Fateh durch Marwane Saâdane ein Eigentor. In seiner Gesamtleistung blieb Saâdane mit einem Spielerrating von 6.5 im Teamkontext nicht deutlich negativ auffällig, obwohl das Eigentor den Spielstand unmittelbar korrigierte. Der Ausgleich passte zum offenen zweiten Durchgang, in dem Damac stärker in Zweikämpfe und zweite Bälle kam und das Spiel weniger über längere Ballbesitzphasen, sondern über einzelne Vorstöße und Abschlusssituationen organisierte.
Für Al-Fateh war Mourad Batna ein zentraler Verbindungsspieler in diesen Phasen. Er lieferte die Vorlage zum 0:1 und setzte mit vier Key-Pässen die meisten vorbereitenden Aktionen seines Teams, was sein Spielerrating von 7.3 schlüssig in den Matchverlauf einordnet. Auf Damac-Seite waren im Aufbau vor allem Valentín Vada und Morlaye Sylla sichtbar, beide mit je zwei Key-Pässen, jedoch blieb die letzte Durchschlagskraft begrenzt, weil Damac insgesamt seltener in Abschlusspositionen innerhalb des Strafraums kam.
Defensive Stabilität, Paraden und Wechselwirkungen bei Standards und Unterbrechungen
Defensiv blieb das Spiel in vielen Momenten kontrolliert, was sich daran zeigt, dass beide Teams jeweils nur drei Torhüterparaden zuließen und die Zahl der Schüsse aufs Tor insgesamt niedrig blieb. Auf Damac-Seite stach Torhüter Kewin Oliveira Silva trotz eines Gegentors mit drei Paraden und einem Spielerrating von 7.3 heraus, dem höchsten Wert im Team gemeinsam mit Hassan Ali Rabea. Dass Damac nach dem Rückstand im Spiel blieb, hatte damit auch eine defensive Grundlage, weil in den Phasen nach dem 0:1 kein weiterer Wirkungstreffer folgte.
Rabea untermauerte diese Stabilität mit Aktionen in der letzten Linie, darunter zwei Blocks und insgesamt zwei Tackles, was das Spielerrating von 7.3 passend erklärt. Gleichzeitig blieb Al-Fateh in den direkten Duellen präsent, verkörpert durch Zaydou-Dine Youssouf mit vier Tackles und einem Spielerrating von 7.3, das auf Gäste-Seite zu den besten Werten gehörte. Die Partie bewegte sich dabei häufig in Unterbrechungen und Zweikämpfen, beide Teams begingen jeweils zwölf Fouls, was den Spielfluss gerade in Phasen nach Ballverlusten immer wieder stoppte.
Bei Standards und Feldpositionsvorteilen ergab sich ein leichter Vorteil für Al-Fateh, das fünf Ecken erhielt, Damac nur drei. Dazu kamen drei Abseitsstellungen bei den Gästen gegenüber zwei bei Damac, was darauf hindeutet, dass Al-Fateh häufiger vertikale Anschlussläufe hinter die letzte Linie suchte. Die Wechsel nach der 65. Minute, darunter Damacs Einwechslung von Hazzaa Al Ghamdi und spätere Anpassungen bis in die Schlussphase, änderten den ausgeglichenen Grundcharakter nicht, sondern stabilisierten eher die Spielkontrolle beider Seiten, ohne eine klare Dominanz in Chancen oder Ballbesitz zu erzeugen.
Zusammenfassung
- Saudi Pro League 2025-2026, 7. Spieltag: Damac gegen Al-Fateh endet 1:1
- Torlos zur Pause, Al-Fateh trifft in der 47. Minute durch Sofiane Bendebka nach Vorlage von Mourad Batna
- Damac gleicht in der 63. Minute durch ein Eigentor von Marwane Saâdane aus
- Ballbesitz und Passvolumen vollständig ausgeglichen, die Chancenprofile unterscheiden sich über Strafraumnähe und Distanzabschlüsse
- Al-Fateh mit mehr Abschlüssen aus dem Strafraum und mehr Ecken, Damac häufiger mit Schüssen von außerhalb
- Prägende Einzelleistungen über Spielerratings: Kewin Oliveira Silva und Hassan Ali Rabea mit 7.3 bei Damac, Youssouf und Batna mit 7.3 bei Al-Fateh